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Lottasbuecher

Lottas Buecher

Er meint, er wolle sie nicht stören...

...Sie liest und sagt: 'Die Realität stört immer.'

 

aus 'Der Fotograf' von John Katzenbach

ein richtig guter Fall für Chas und ihr Team

Eisnattern - Simone Buchholz

Mit eigenen Worten
Kurz vor Weihnachten, Sankt Pauli ruht. Und doch verprügelt irgendwer Obdachlose im idyllischen Karolinenviertel. Dann verschwindet ein Teenagerpärchen. Staatsanwältin Chas Riley bekommt währenddessen zweimal Höchststrafe: Urlaub und Besuch von ihrer Mutter. Sie ermittelt trotzdem, findet ein uraltes Labyrinth – und hochmoderne Verwahrlosung …

 

Wirkung
Das Cover ist für mich so richtig typisch Simone Buchholz. Einfaches Cover, aber irgendwie erinnert es mich an St. Pauli - auch wenn ich ehrlich gesagt noch die auf St. Pauli war. Der Titel passt diesmal wieder ziemlich gut, auch wenn er so nicht im Buch erwähnt wird.

 

Positives
Der Einstieg war mal wieder sehr angenehm. Schon als ich die ersten Sätze gelesen habe, habe ich mich wie Zuhause gefühlt. Ich konnte mir auch da schon denken, dass Chasity Riley es nicht lange aushält Urlaub zu haben. An dieser Stelle kann ich auch noch wiederholen, was ich schon in meinen anderen Rezensionen zu den Büchern von Simone Buchholz gesagt habe: Ich liebe ihren Schreibstil. Ich kann gar nicht genau beschreiben, was mich daran so fasziniert, wahrscheinlich dass ich wirklich das Gefühl habe, dass ich in Hamburg bin und mit Chas um die Häuser ziehe. Und ja verdammt, das würde ich gerne mal tun. Ihre Bücher lesen sich einfach unheimlich schnell weg, denn man will natürlich wissen, was passiert. Und das nicht nur im Bezug auf das Verbrechen, sondern auch in Chasitys Privatleben. Diesmal hätte ich ihr am liebsten eine geklatscht .. und das trifft die Sache so ziemlich auf den Punkt. (Wer die Bücher gelesen hat, kriegt hoffentlich gerade auch einen Lachflash - dieser Wortwitz war nicht beabsichtigt.. trifft es aber wirklich ziemlich gut.) Ich liebe sie und ihre Art, aber manchmal möchte ich sie schütteln und ihr sagen, dass sie die Augen aufmachen soll. Hach Chas ist für mich irgendwie schon zu einer Freundin geworden. Diesmal kamen keine neuen Charaktere hinzu, dafür hat man über die alten Charaktere wieder ein bisschen mehr erfahren. Auch in diesem Buch fand ich die Charaktere wieder alle wunderbar. Vor allem den Faller, den ich schon so ein bisschen als Chas' Papa ansehe und natürlich Klatsche. (Na, Wortwitz verstanden?) Er ist wirklich ein Traumtyp. Auch den Fall den Fr. Riley diesmal bearbeitet hat, (oder auch nicht bearbeitet hat, denn sie war ja im Urlaub) fand ich mal wieder richtig gut und verdammt spannend. Es hat mir besonders gut gefallen, dass dieses Verbrechen, meiner Meinung nach, gar nicht so weit hergeholt klang. Irgendwie traue ich den Menschen in heutiger Zeit alles zu. Es gab kein auf der Stelle treten mehr, was ich im letzten Buch beanstandet hatte und es gab eine, für mich, realistisch klingende Auflösung. Das Beste war natürlich, dass man im 4. Teil der Chasity Riley Reihe endlich erfährt, was dem Faller damals auf dem Kiez passiert ist!

 

Negatives
Nix.

 

Zitat
"Nein", sage ich. "Meine Mutter ist da. "Und offensichtlich ist sie aufgewacht." Er nimmt mich in den Arm. "Um Himmels Willen, wie konnte das denn passieren?" "Ich habe keine Ahnung", sage ich. "Komm", sagt er und nimmt mich an der Hand, "wir mauern deine Tür zu. Und du wohnst ab jetzt bei mir."

 

Bewertung
Note 1 {sehr gut}
Dieses Buch hat für mich eine eins verdient, weil es mich mal wieder so richtig zufrieden zurückgelassen hat. Es hat zwar meine Erwartungen nicht übertroffen, wie es eigentlich für eine eins notwendig ist, aber ich habe das Buch so richtig genossen. Deswegen bekommt das Buch eine eins, obwohl es "nur" meine Erwartungen erfüllt hat. Ich habe mal wieder eine tolle Zeit mit Chas Riley und ihren Leuten verbracht und war dabei als sie eine wirklich interessanten und spannenden Fall gelöst haben. Super!
Wer gerne Krimis liest sollte die Bücher um Chas Riley unbedingt lesen!

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/08/simone-buchholz-eisnattern.html

Ich hatte mehr erwartet

Eene Meene: Einer lebt, einer stirbt (grün) - M. J. Arlidge

Mit eigenen Worten
Zwei Menschen werden entführt. Als sie aufwachen befinden sie sich in einem Raum, aus dem es kein entrinnen gibt. Mit ihnen im Raum lediglich ein Handy und eine Pistole. Das Handy jedoch hat nur den Zweck, die Opfer über ihr Schicksal zu informieren: Damit einer leben kann, muss der Andere sterben. Dieses Spiel treibt die Täterin bis zur Perfektion, denn Sam und Amy sind nicht die Einzigen, die vor die Wahl gestellt werden, sie sind bloß die Ersten.

 

Wirkung
Tolles Cover und toller Titel. Mehr kann ich dazu fast gar nicht sagen. Ich liebe das ja, wenn Cover von Thrillern so einfach gehalten sind. Das Beste daran ist aber, dass es das Buch in grün und in rot gibt. Das heißt irgendwie stehen nicht nur die Opfer im Buch vor einer Wahl, sondern auch wir als Leser. Sehr gute Idee. Der Titel ist natürlich ebenfalls sehr passend, denn wer kennt diesen Abzählreim nicht?

 

Positives
Anfangs ist das Buch aus Sicht der Opfer geschrieben und ich muss gestehen, dass ich gehofft hatte, dass es das ganze Buch lang so weitergeht, denn das fand ich wirklich interessant. Eine solche Situation bringt einen Menschen dazu an seine äußerste Grenze zu gehen und sich zu fragen, ob man dazu in der Lage ist, den zu töten, den man liebt, nur um selber weiterzuleben. Der Schreibstil konnte mich von sich überzeugen, denn er lies sich sehr leicht lesen, trotz des auktorialen Erzählers, der die meiste Zeit verwendet wurde. Der Ich-Erzähler kam immer nur in Kapiteln zum Einsatz, die sich um die Opfer drehen. Meiner Meinung nach, ist das sehr gut gewählt, weil man sich so besser in die Opfer und ihre Qualen hineinversetzen kann, was man bei Helen Grace (die Ermittlerin) eigentlich gar nicht sollte, denn Helen hat ein Geheimnis. Helen war für mich ansich eine guter Ermittlercharakter, aber auch ein wenig klischeehaft, aber dazu später nochmal mehr. Ich konnte mir Helen, Mark und Charlie gut vorstellen und sie haben gut zusammen harmoniert, auch wenn ich Charlie nie so richtig leiden konnte. Was mir wirklich sehr gut gefallen hat, war der Aufbau des Buches. Die kurzen Kapitel fand ich super, weil ich ungerne aufhöre zu lesen, bevor ich nicht das Kapitel beendet habe. Desweiteren gab es Abschnitte aus Sicht der Täterin. Das finde ich immer interessant, vor allem wenn man noch nicht weiß, wer denn eigentlich die Täterin ist und warum. Das konnte ich bei diesem Buch wirklich bis zur Auflösung absolut nicht sagen. Immer dachte ich "Jetzt weiß ich wer es ist!" und dann kam es doch wieder anders. Die Auflösung am Ende fand ich kreative und glaubhaft (heutzutage traue ich den Menschen alles zu). Wenn man das Buch beendet hat, sitzt man erstmal da und fragt sich, was nun aus Helen wird, wie es ihr damit ergehen wird und ob das nicht vielleicht genau der Plan gewesen war.

 

Negatives
Als erstes Mal zu Helen. Den Charakter fand ich wirklich gut beschrieben und ich konnte sie mir wunderbar vorstellen, aber ich fand sie leider auch etwas übertrieben. Ich bin nicht so zu haben für diese typischen "Ich-hab-ein-dunkles-Geheimnis-und-bin-deswegen-knallhart"-Ermittler(innen). Das wirkt für mich immer sehr klischeehaft. Dann auch das mit der Auflösung, gut aber das was sich kurz vorher abspielt und die Involvierten, auch wieder klischeehaft. Das hat mich ein bisschen geärgert. Was mich nicht geärgert, dafür aber umso mehr gelangweilt hat, war der Verlauf der Geschichte. Immer und immer wieder wiederholt sich der gleiche Ablauf und irgendwann hat es auch keinen Reiz mehr den Opfern in den Kopf zu gucken, denn es ist sowieso immer nur das gleiche. So ist es auch während den Ermittlungen. Die Ermittler treten auf der Stelle und das wird natürlich ausgereizt bis zum letzten. Schade.

 

Zitat
Sam schläft. ich könnte ihn jetzt töten. Er liegt von mir abgewandt - es wäre ganz leicht. Merkt er, wenn ich mich bewege? Würde er sich wehren? Oder wäre er einfach nur froh, dass dieser Albtraum ein Ende hat? So etwas darf ich nicht denken.

 

Bewertung
Note 3 {befriedigend}
Dieser Thriller bekommt von mir eine drei. Ich habe wesentlich mehr erwartet, als mir geboten wurde und ich konnte auch mit den recht vielen Klischees nicht so viel anfangen. Was das Buch wirklich toll macht, ist der Schreibstil und anfänglich die Sicht der Opfer - bevor es beginnt sich immer und immer wieder zu wiederholen. Der Verlauf konnte mich leider nicht von sich überzeugen, dafür aber das Ende, was mich doch ziemlich überrascht hat, denn bis zum Schluss konnte ich definitiv nicht sagen, wer der Täter ist. Also die drei vergebe ich weil das Buch für mich nicht mehr als ein durchschnittlicher Thriller war.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/08/m-j-arlidge-eene-meene.html

ein wundersames, verwirrendes und gefühlgeladenes Buch, was den Leser verzaubert.

Die Achse meiner Welt: Roman - Dani Atkins

Mit eigenen Worten
An einem Abend in Rachels Leben ändert sich auf einmal alles für sie. Rachel erwacht in einem Krankenhaus und musst feststellen, dass sie dieses Leben nicht kennt. Ihr bester Freund, der schon vor 5 Jahren gestorben ist steht an ihrem Bett und Matt, der schon seit 5 Jahren nicht mehr ihr Freund ist, sagt sie seien Verlobt. Was ist passiert? Wo ist ihr altes Leben?

 

Wirkung
Das Buch ist wunderschön, wirklich wunder wunder wunderschön! Ich kann es nur immer wieder sagen. Das Cover ist sehr passend im Bezug auf den Titel gestaltet, das Blau ist unheimlich schön und wenn man das Buch in der Hand hat merkt man, dass der Umschlag sich so seidig-weich anfühlt. Ich liebe es. Der Titel ist absolut passend und kommt auch wieder im Buch vor, womit er sich für mich einen weiteren Pluspunkt verdient.

 

Positives
Es ist mir sehr leicht gefallen mich in das Buch hinein zu finden. Zuerst hatte ich sogar das Gefühl von Rachel angesprochen zu werden, auch wenn sie das nicht direkt tat. Ich hatte das Gefühl ich bin eine alte Bekannte von ihr und sie erzählt mir ihre Geschichte. Für mich ein wirklich schöner Einstieg, dadurch ist es mir sehr leicht gefallen mich in das Geschehen hinein zu denken. Das ist mir aber vor allem durch den guten Schreibstil gelungen. Dani Atkins hat es geschafft, dass ich gar nicht das Gefühl hatte zu lesen, es war als würde ein Film vor meinem geistigen Auge ablaufen und würde einfach nur zusehen. Durch den Ich-Erzähler wurde Rachel dem Leser sehr nah gebracht. Ich konnte ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen und habe mich mit ihr gewundert und war mit ihr verwirrt und habe gelitten. Alles was Rachel durchmachen musste, habe auch ich als Leser durchgemacht. Die Charaktere waren sehr realistisch beschrieben, ich hatte alle sehr genau vor Augen gehabt und auch ihre Beziehungen untereinander. Ich habe den Zorn gespürt der in der Luft lag, wenn Matt und Jimmy sich begegnet sind. Und ja ich wusste wie Cathy ist, wie sie sich gibt und wie sie aussieht, denn mal ehrlich, jeder kennt eine die ist wie sie. Ab dem dritten Kapitel war ich erst ein bisschen verwirrt, aber diese Verwirrung legte sich schnell, als Rachel im Krankenhaus aufwachte. Gut, danach gab es noch mehr Verwirrungen, aber wenigstens war ich nun mit Rachel zusammen verwirrt und nicht mehr alleine. Die Geschichte fesselt den Leser an das Buch und zwingt ihn Seite um Seite zu lesen und es nicht mehr aus der Hand zu legen. Natürlich möchte man als Leser wissen, was nun mit Rachel passiert ist und warum alles so anders ist, als es in ihrer Erinnerung war. Ja, man bekommt eine Auflösung, aber ich werde nichts zu dem Ende der Geschichte sagen. Egal was ich zum Ende des Buches sagen würde, es würde dem Leser das ganze Buch verderben.
Lest "die Achse meiner Welt"!

 

Negatives
Ich habe nichts negatives zu sagen.

 

Zitat
"Rachel, du bist verletzt! Was ist passiert?" Nicht zum ersten Mal fragte ich mich, ob er sich wirklich den richtigen Beruf ausgesucht hatte. Seine Fähigkeit, logische Schlussfolgerungen zu ziehen, ließ in manchen Situationen zu wünschen übrig, um es mal vorsichtig auszudrücken.

 

Bewertung
Note 1 {sehr gut}
Was für ein Buch. Ich wusste nach dem Lesen wirklich so gar nicht richtig wohin mit mir. Ich war total überrascht und überwältigt. Dieses Buch hat die Note 1 wirklich redlich verdient. Selten konnte mich ein Buch derart von sich überzeugen. Dieses Buch ist verwirrend, emotionale und wundersam auf einmal und trifft damit genau den Nerv der Zeit.
Ich würde dieses Buch einfach allen empfehlen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/08/dani-atkins-die-achse-meiner-welt.html

ein niedliches Buch für zwischendurch

Je länger, je lieber - Alexa Hennig von Lange

Mit eigenen Worten
In diesem Buch geht es um Mimi und ihre Großmutter Clara. Beide machen gerade eine schwierige Zeit durch, denn Mimi merkt, dass in ihrer Ehe nicht alles so funktioniert, wie es funktionieren sollte und Clara liegt mit einem gebrochenen Herzen im Krankenhaus. Mimi macht es sich zur Aufgabe herauszufinden, wer ihrer Großmutter das Herz gebrochen hat und beginnt sich auf eine Reise, die auch ihr den Weg zur Lieben zeigen kann.

 

Wirkung
Das Cover ist ansich nicht unbedingt das, was mich gleich als erstes anspricht, wenn ich in einen Buchladen gehe, aber es passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte, was mich dann schon wieder begeistert. Der Titel ist sehr gut gewählt, weil er im Zusammenhang mit der Geschichte steht. Ich liebe es, wenn man den Titel im Buch wieder finden kann.

 

Positives
Das Buch beginnt im Jahre 1928, dort lernt man als Leser als erstes Clara kennen, wie sie als junges Mädchen Cadaqués war. Mir hat dieser erste Abschnitt sehr gut gefallen, auch wenn ich es ein bisschen schade fand, dass das Kapitel so kurz war und es dann in nächsten Kapitel gleich einen Zeitsprung gab. Der Scheibstil konnte mich nicht hundert prozentig von sich überzeugen, weil es mir teilweise ein wenig zu kindlich geschrieben war, aber trotzdem möchte ich ihn unter "Positives" erwähnen, weil er dadurch wenigstens sehr leicht zu lesen war. Mich hat der Schreibstil ein bisschen an Nicolas Sparks erinnert, der schreibt manchmal auch so, dass ich denke "Mein Gott so redet doch kein Mensch". Das Buch ist im auktorialen Erzählstil geschrieben und ich bin damit sehr gut zurecht gekommen, obwohl ich dieses Stil eigentlich nicht so mag. Zu diesem Buch hat es sehr gut gepasst. Der Verlauf konnte mich überzeugen, weil es immer voran ging und ich nicht, das Gefühl hatte auf der Stelle zu treten. Es gab einen insgesamt sinnvollen Handlungsverlauf und auch das Tempo war vollkommen in Ordnung. Was mich wirklich verzaubern konnte, war das Setting. Die Orte an denen die Geschichte spielt waren sehr bildhaft beschrieben und ich konnte mir wirklich vorstellen dort zu sein, zu gerne hätte ich den Waldblütenhain besucht oder wäre nach Cadaqués gefahren. Das Ende war zwar vorraussehbar und ziemlich kitschig, aber trotzdem ist es ein Ende mit dem ich das Buch gut abschließen konnte und mit dem ich zufrieden war.

 

Negatives
Leider konnten mich die Charaktere nicht so sehr von sich überzeugen. Vor allem Mimi war mir zu blass und zu oberflächlich beschrieben. Ich konnte keinen so richtig fassen und mir vorstellen, auch Clara und Jaques nicht. Mimi hat mich auch mit ihrer unentschlossenen Art und Weise oftmals genervt.

 

Zitat
Jaques! Mein Garten ist verwildert. Ungestüm. Er ist wie meine Liebe zu dir! Sie summt und surrt und plätschert und gurrt. Sie rankt sich um alles, sie streckt ihre Äste, Zweige und Triebe nach dir aus, sie dehnt sie Tag für Tag ins Unermessliche, um Dich zu mir, über die Meere, in mein Paradies zu holen. Ich wünschte, Du könntest es sehen! Ich liebe Dich! Ich vermisse Dich, Geliebter!

 

Bewertung
Note 3 {befriedigend}
Für mich war dieses Buch absolut durchschnittlich. Es ist leider kein Buch was mir im Kopf bleiben wird. Es war eine angenehme Geschichte für zwischendurch, aber meiner Meinung nach darf man keine großen Gefühlsstürme erwarten. Der Verlauf war gut und auch wenn die Charaktere ein wenig mehr Fülle hätten vertragen können, denke ich, dass dieses Buch sicher Leser findet, die ganz begeistert davon sind.
Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die gerne "eine handvoll Worte" oder "Solange am Himmel Sterne stehen" gelesen haben.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/07/alexa-hennig-von-lange-je-langer-je.html

ein sehr besonderer Familien-und Liebesroman

Immer wieder das Meer - Natasa Dragnic

Inhaltlich
Am Ende wird der italienische Dichter Alessandro Lang eine der drei Schwestern Alessi zum Altar führen. Aber welche? Die drei Frauen lieben und hassen, unterstützen und belügen einander, schweigen sich an und kehren trotzdem immer wieder nach Hause zurück, zu den Eltern und zum Meer. Aber nur eine wird Alessandros Braut: Werden die beiden anderen ihr das je verzeihen?
[Quelle]

 

Wirkung
Schon rein äußerlich ist dieses Buch ein absoluter Hingucker. Nicht nur der Titel, sondern auch das Cover haben mich magisch angezogen. Ich liebe das Meer. Deswegen hat mich das Buch gleich angesprochen. Auch wenn man von meiner Liebe zum Meer absieht, ist die Gestaltung wirklich toll gemacht. Titel, Buchinhalt und Cover sind gut auf einander abgestimmt.

 

Positives
Der Schreibstil der Autorin ist sehr besonders. Anfänglich musste ich mich erst daran gewöhnen, doch nach kurzer Eingewöhnungsphase, ließ es sich sehr leicht lesen. Es ist eine ganz andere Art und Weise zu schreiben, irgendwie ein wenig poetischer, als bei einem "normalen" Roman. Auch die Charaktere waren besonders. Die Schwestern und auch Alessandro waren vorstellbar beschrieben. Ich konnte mich am besten in Nannina hineinversetzen, weil sie mir am sympathischsten war. Lucia war für mich eine unentschlossene Zicke, die nicht mit ihrem Leben zurecht kam und Roberta war mir einfach zu weinerlich. Ich konnte mir Roberta und Lucia zwar auch gut vorstellen, aber ich war einfach nicht so grün mit den Beiden. Genauso wie mit Alessandro. Mich persönlich hätte er, glaube ich, nicht rumgekriegt und ich kann auch immer noch nicht verstehen was die drei Schwestern an ihm finden, aber wie sagt man so schön? "Wo die Liebe hinfällt." Die Randpersonen fand ich ebenfalls gut charakterisiert und ausgewählt. Viel kann ich zu denen aber nicht sagen, damit ich nicht spoiler. Das Buch ist inhaltlich sehr gut strukturiert, auch wenn es am Anfang für den Leser erst verwirrend ist. Durch Ortsangaben und Jahreszahlen konnte ich gut den Überblick behalten. Es war einfach immer wieder interessant diese Abschnitte der Kapitel zu lesen, weil ich natürlich wissen wollte, was die drei Schwestern aus ihren Leben machen und welche nun im Endeffekt Alessandro heiraten darf. So viel sei verraten, am Ende wird man erfahren, wer von den Dreien Alessandro heiratet! Wer das ist verrate ich jedoch nicht. Für mich war das Ende sehr harmonischen und überraschend. Ich konnte das Buch damit gut beenden.

 

Negatives
Als ich mit dem Buch begonnen habe, habe ich anfänglich gedacht, dass ich es am besten gleich wieder weglege. Der Einstieg ist mir sehr schwer gefallen, weil ich am Anfang die Aufteilung der Kapitel in verschiedene Abschnitte nicht verstanden habe. Das ist wohl Absicht und ich kann jedem der das Buch noch lesen sollte versichern, dass man es am Ende verstehen wird, aber ich fand es für den ersten Einstieg wirklich ein bisschen zu verwirrend.

 

Zitat
Lucia spielte verstecken mit der Luft. Sie war dran mit dem Suchen, immer noch, und brauchte Hilfe. Sie streckte Fabio einen Arm entgegen. Er nahm ihn, verstand, zog sie hoch.

 

Bewertung
Note 2 {gut}
Ich hatte zwar Startschwierigkeiten mit diesem Buch, aber ich muss wirklich sagen, dass es ein tolles Buch ist. Die Zwei bekommt das Buch auch nur, weil es am Anfang so viel Verwirrung gestiftet hat. Ansonsten konnte es bei mir absolut punkten. Der Schreibstil ließ sich leicht und flüssig lesen, der Verlauf war interessant, die Charaktere nicht 0815 und das Ende sehr zufriedenstellend.
Natürlich muss ich sagen, dass das Buch nichts für zwischendurch ist und man schon das eine oder andere mal genauer lesen muss und sich vielleicht ein bisschen mehr auf dieses Buch einlassen muss, als auf einen Chicklit-Roman.
Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die gerne auch mal beim Lesen nachdenken und sich nicht immer nur berieseln lassen. Es lohnt sich wirklich sich an dieses Buch heranzuwagen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/07/natasa-dragnic-immer-wieder-das-meer.html

Ein langatmiger Thriller mit einem scheinbar unfähigen Ermittlerteam

Wer Böses Tut  - Elena Forbes, Caroline Einhäupl

Informationen zum Buch
Nackt und gefesselt kniet sie im verschneiten Holland Park, eine Frau, schön wie eine Skulptur. Und kalt wie der Tod. Spielende Kinder hatten die Leiche entdeckt, die Detective Mark Tartaglia zunächst wie ein Kunstwerk erscheint. Auch dass man in ihrem Mund einen Zettel mit dem Gedicht „Madonna der Schmerzen“ findet, ist bizarr. Bald befürchten Tartaglia und seine Kollegin Sam Donovan, dass die Frau einem Serienkiller zum Opfer fiel. Denn bereits ein Jahr zuvor war eine Frau ermordet und ihre Leiche in der gleichen Position aufgefunden worden. Allerdings sind die Opfer sonst völlig verschieden – Tartaglia steht vor einem Rätsel …
[Quelle]

 

Wirkung
Äußerlich macht das Buch erstmal einen recht passablen Eindruck. Der Titel verspricht einen guten Thriller und auch das Cover hat mich dazu animiert mir dieses Buch näher anzusehen. Leider hat der Titel gar keinen Bezug zum Inhalt das Buches und mit dem Cover steht es genauso. Eigentlich ziemlich schade.

 

Positives
Der Prolog des Buches hat mir sehr gut gefallen, weil man die letzten Momente des Opfers miterlebt und sich somit ein Bild von dieser Situation machen kann. Als nächstes lernt man Tartaglia (der Ermittler mit dem bescheuertsten Namen überhaupt - ich habe da immer "Tagliatelle" gelesen) kennen, wie er bei seiner Schwester ist um mit ihrer Familie gemeinsam zum Mittag zu essen. Mir war er gleich erstmal sympathisch. Tartaglia und Sam sind gut ausgearbeitet und vorstellbar. Auch Randcharaktere wurden gut beschrieben und ich konnte ihre Handlungen (meist) nachvollziehen. Das Einzige was mich an den Charaktere gestört hat, war dass sie mir alle ein wenig zu liebestoll waren.

 

Negatives
An dieser Stelle hört es leider auch schon auf mit den positiven Aspekten. Der Schreibstil der Autorin war für mich zu detailliert und zu beschreibend. Wirklich jede Kleinigkeit wurde im Einzelnen beschrieben, dadurch wurde die Geschichte insgesamt weniger spannend. Der Verlauf war meiner Meinung nach praktisch gar nicht vorhanden. Von Anfang bis Ende standen die Armen auf dem Schlauch und kamen einfach nicht voran.. und dann ein einziger Hinweis löst alles in Wohlgefallen auf. Das soll das Ende sein? Wirklich? Das Ende war mir dann ein bisschen zu viel Zufall und zu viel Gemauschel. Ich bin absolut nicht zufrieden.

 

Zitat
Wahrscheinlich war ihm dieses Selbstvertrauen in die Wiege gelegt worden. Nicht zum ersten Mal ertappt sie sich bei dem Wunsch, das Leben möge ihm ein paar harte Schläge verpassen; irgendwas, das ihm den einen oder anderen Dämpfer erteilt, obwohl Menschen seines Schlages, wie mit Teflon beschichtet waren. Sie beneidete ihn darum, dass ihm jegliche Selbstzweifel fremd waren.

 

Bewertung
Note 5 {mangelhaft}
Ich weiß wirklich nicht, was ich zu diesem Buch noch sagen soll. Ich wurde wirklich maßlos enttäuscht von diesem Buch. Der Einstieg hat mir noch gut gefallen und die Charaktere waren gut charakterisiert, wenn auch etwas liebestoll. Der Rest war sagenhaft enttäuschend. Der Schreibstil war sehr detailliert, der Verlauf hat mich gelangweilt und das Ende war mir viel zu wirr und plötzlich.
Insgesamt kann ich sagen, dass ich dieses Buch nur Lesern empfehlen würde, die gerne Thriller lesen, bei denen das Ermittlerteam auf der Stelle tritt.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/07/elena-forbes-wer-boses-tut.html

Das war nicht das Wechselbad der Gefühle, was ich erwartet habe!

Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer

Mit eigenen Worten
Eines Tages möchte Emma ihr Zeitungsabo kündigen und macht dabei einen schicksalshaften Tippfehler. Die Email kommt nicht bei der Zeitung an, sondern bei Leo Leike. Die Beiden schreiben sich häufiger und kommen sich so immer näher. Doch wie nah kann einem jemand sein, den man nur aus Emails kennt?

 

Wirkung
Ich weiß nicht was ich mit diesem Cover anfangen soll. Ja, dort sitzt eine Frau auf dem Bett und denkt wahrscheinlich nach, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich das Cover unglaublich unschön finde. Der Titel hingegen ist ganz niedlich, weil er auch im Buch vorkommt und öfter genannt wird. Äußerlich wirklich nicht so meins.

 

Positives
Es war sehr leicht in die Geschichte einzusteigen, man konnte verfolgen, wie Leo und Emma sich kennenlernen und warum., so war man auf dem gleichen Informationsstand, wie die beiden Protagonisten. Die Texte, die die beiden sich geschrieben haben waren meist recht angenehm zu lesen, manchmal aber ich ein wenig anstrengend, wenn es ein wenig "hochtrabender" geschrieben wurde. Sowohl Emma als auch Leo lernen wir nur über die Emails kennen, die die Beiden sich gegenseitig schreiben, das heißt, wie wissen haargenau so viel wie auch der jeweils andere. Ich finde das eigentlich ziemlich interessant und habe mir auch ein eigenes Bild von den Beiden im Kopf gemacht, leider waren sie mir aber eher unsympathisch. Der Anfang und das Ende der Geschichte fand ich wirklich ziemlich gut und auch spannend, man hat gemerkt, dass es knistert und dass sich was entwickelt, bzw. dass was passiert! Vor allem das Ende fand ich absolut nachvollziehbar. Es hätte mich jedoch mehr schocken können, wenn ich nicht schon gewusst hätte, dass es einen zweiten Teil gibt.

 

Negatives
Es gab einige Formulierungen in diesem Buch, die mir nicht ganz geläufig waren, wie "Wie tun wir weiter?". Ich schätze aber, dass es ganz normale Redewendungen in Österreich sind. Es war für mich trotzdem ein wenig schwierig zu lesen. Mein Hauptkritikpunkt ist aber allerdings der Verlauf. Ich kam damit einfach nicht klar. Wie ich schon bei Positives erwähnt habe, war der Anfang wirklich gut und das Ende auch, aber das dazwischen? Herjeh, hat mich das gelangweilt. Dieses Hin und Her und Her und Hin, das war nun wirklich nichts für mich. Wenn es wenigstens mit tiefgreifenden Emotionen ausgeschmückt gewesen wäre .. aber nein, die meiste Zeit haben sie sich eigentlich angezickt. Okay, eine Passage nehm ich noch außervor, weil das ganz witzig war, will ich jetzt aber nicht verraten, weil es sonst zu sehr spoilern würde.

 

Zitat
Einziger Nachteil: Vegetarierin, aber man muss immer nur sagen, "Das ist Tofu", dann isst sie auch Fleisch.

 

Bewertung
Note 3 {befriedigend}
Es haben mir vorher alle sehr viel Hoffnungen gemacht, dass dieses Buch ein echter Pageturner ist und man einfach unbedingt weiterlesen muss. Was ich beim Lesen empfunden habe, war meist leider reine Langeweile. Ich fand dieses Hin und Her einfach absolut unbefriedigend, weil nichts passiert ist. Einzig die Idee, der Einstieg und das Ende haben mir richtig gut gefallen. Schreibstil und Charaktere waren okay und der Verlauf war meiner Meinung nach wirklich nicht erwähnenswert.
Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die nicht so hohe Erwartungen an das Buch haben und einfach eine leichte Lektüre für zwischendurch lesen wollen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/07/daniel-glatthauer-gut-gegen-nordwind.html

+Einstieg +Schreibstil +Verlauf +Charaktere +Ende/Auflösung

Der Tod in mir: Thriller - Paul Cleave

Mit eigenen Worten
Edward, Jodie und Sam sind eine glückliche Familie, es ist kurz vor Weihnachten und alles scheint gut zu sein. Bis Edward und Jodie sich entscheiden zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort zu sein.
Edwards Vater sitzt derweil im Gefängnis von Christchurch, weil er vor 20 Jahren hat er mindestens 11 Prostituierte ermordet. Die Leute glauben, dass Jack the Hunter seine Gene an Edward vermacht hat .. und vielleicht haben sie damit gar nicht so unrecht.

 

Wirkung
Das Buch hat wirklich die perfekten Farben für mich. Ich finde Thriller sollten dunkel gehalten sein und wenn sie nicht dunkel gehalten sind, dann sollten sie ein schauriges Motiv drauf haben. Bei diesem Buch ist das meiner Meinung nach sehr gut gelöst, weil einfach nur ein dunkler Hintergrund gewählt wurde und ein Grabkreuz in den Titel mit eingebaut wurde. Wirklich gut gemacht. Der Titel passt inhaltlich sehr gut zum Buch. Ich finde: super Covergestaltung.

 

Positives
Der Einstieg in die Geschichte ist sehr angenehm. Man lernt als erstes Edward und seine Familie kennen. Man begleitet sie durch ihren Alltag und ich muss sagen, dass ich Edward, Sam und Jodie gleich in mein Herz geschlossen habe. Und dann auf einmal nimmt die Geschichte ihren Lauf und ich man wird einfach in sie eingesogen. Der Autor hat einen Schreibstil, der den Leser voll und ganz vereinnahmt und ihn nicht wieder frei gibt. Mir hat am Schreibstil besonders gut gefallen, dass trotz des Mord und Totschlag Themas besondere Stellen mit sehr viel Emotionen geschrieben wurden. Manchmal sogar mit so viel, dass ich weinen musste. Die Charaktere waren für mich als Leser greifbar und vollkommen nachvollziehbar. Ich habe so sehr mit Edward gelitten in jeder einzelnen Sekunde. Das kam dadurch zustande, dass die Kapitel von Edward in der Ich-Erzähler Perspektive geschrieben waren und somit seine Gefühle und Gedanken frei gelegt hat. Aber auch Schroder konnte ich mir sehr gut vorstellen, seine Kapitel waren im auktorialen Erzählstil geschrieben. Ich habe Schroders innerliche Zerrissenheit sehr gut verstanden, einerseits mochte er Edward und andererseits konnte er ihm nicht helfen. Er tat mir irgendwie leid. Die Randpersonen der Geschichte waren ebenfalls gut beschrieben, wie zB Edwards Vater (Jack the Hunter). Er hat eine tragende Rolle im Buch gespielt, trat jedoch nicht so häufig auf, deswegen ist er für mich eine Randperson. Der Verlauf der Geschichte konnte mich absolut fesseln, auch wenn es mal eine Stelle gab, die mir ein wenig zu lang war, danach ging es aber wieder heiß her und ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Es hat mir besonders gefallen, dass der Verlauf immer wieder für eine Überraschung gut war. Ich hab immer gedacht "Jetzt aber." und dann war es doch nicht so wie ich es mir gedacht hatte. Vor allem das Ende hat mich überrascht und auch emotional sehr berührt. Ich fand das es ein gutes und logisches Ende war und ich konnte damit das Buch gut abschließend, aber loslassen wird mich das Buch wahrscheinlich länger nicht.
Es ist ein wenig schaurig, die Entwicklung zu verfolgen, die Edward durchmacht. Er ist anfangs ein ganz normaler Mensch mit einem ganz normalen Leben und durch einen einzigen Moment wird alles auf den Kopf gestellt. Es ist dieses "das könnte jedem von uns passieren Gefühl" was mich nicht mehr loslässt. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie ich reagieren würde, wenn es mir passiert wäre.

 

Negatives
Kein Kommentar.

 

Zitat
"Du hast gesagt, dass du das umsonst machst." "Das war vor dem ganzen ... Blut." [...] "Fünftausend", sagt sie. "Weißt du, wer ich bin?", frage ich sie. "Was? Ja, glaub schon. Aus den Nachrichten." "Dann weißt du ja, was mein Vater getan hat, oder?" Sie nickt. "Die Leute glauben, das liegt in den Genen. Willst du rausfinden, ob sie Recht haben?" "Vielleicht hab ich doch gesagt, dass ich es umsonst tue."

 

Bewertung
Note 1 {sehr gut}
Ein wahnsinns Buch. Wirklich wahr. Die Note eins hat dieses Buch auf jeden Fall verdient. Das Buch ist gekennzeichnet durch einen leichten Einstieg, einen emotionalen und spannenden Schreibstil, transparente Charaktere, einen spannenden Verlauf und ein wahnsinns Ende. Die Idee zum Buch finde ich wirklich genial und die Umsetzung konnte mich mehr als überzeugen.
Ich bin froh, dass ich dieses Buch endlich gelesen habe und kann es jedem Thrillerfan wärmstens empfehlen!

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/07/paul-cleave-der-tod-in-mir.html?showComment=1405198211054#c1291596198077972420

ein sehr emotionales Buch mit Startschwierigkeiten

Für immer und einen Tag - Amanda Brooke, Karin Diemerling

Mit eigenen Worten
Emma ist 29 Jahre alt, sie hat einen bösartigen Tumor in ihrem Kopf, der ihr nicht nur teilweise die Sehkraft, sondern auch bald ihr Leben nehmen wird. Emma will und kann sich nicht damit zufrieden geben, dass sie sterben muss, sie wollte noch so viel erleben. Also beginnt sie ein Buch zu schreiben, ein Buch über ihr Leben, wie es aussehen könnte, wenn dort nicht der Feind in ihrem Kopf sitzen würde und darauf wartet sie umzubringen.

 

Wirkung
Das Buch ist wirklich ein Augenschmaus. Die Farben passen gut zusammen und dieser rote blühende Baum hat es mir wirklich angetan, vor allem weil es einen Bezug zum Inhalt des Buches gibt und sowas mag ich ja bekanntlich sehr gerne. Den Titel finde ich im Nachhinein auch sehr schön und zutreffend, weil das Buch was sie schreib für immer bleiben wird.

 

Positives
Gleich zu Anfang des Buches war ich verwirrt. Es stand doch im Klappentext, dass Emma unheilbar krank ist? Und nun sagt ihr der Arzt, dass sie frei von ihrem Tumor ist und sie nun endlich leben kann? Dann die Aufklärung - Emma schreibt an ihrem Buch. Damit es euch nicht so geht wie mir: alles was im Buch kursiv geschrieben ist, sind Auszüge aus Emmas Buch, alles was normal geschrieben ist, ist Emmas reales Leben. Schon in den ersten Zeilen aus Emmas realem Leben war die Stimmung bedrückt. Man konnte ahnen was kommen würde und man wollte es eigentlich genauso wenig hören wie Emma. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich anfänglich meine Probleme mit dem Schreibstil hatte, was aber auch daran liegen kann, dass für Emmas reales Leben der auktoriale Erzähler gewählt wurde. Da musste ich erstmal mit warm werden. In Emmas Roman wird der Ich-Erzähler verwendet, da habe ich mich von Anfang an pudelwohl gefühlt. Emma ist für mich ein sehr gut nachvollziehbarer Charakter. Ich finde es toll, dass sie nicht immer stark ist und kämpft, sondern lässt auch mal ihren Gefühlen freien Lauf und weint und schreit, weil alles so verdammt unfair ist. Ich finde das toll, weil das Leben nun mal so ist, man kann nicht immer stark sein, das geht nicht. Ben hat mich für sich gewonnen. Ein so hinreißender Charakter, wirklich toll. Er ist einfach so liebe voll und ich kann so gut nachvollziehen was in ihm vorgeht, er erinnert mich an meinen Liebsten und deswegen mochte ich ihn noch mehr. Für mich waren Emma und Ben die wichtigsten Charaktere, aber auch Emmas Mutter, ihre Schwester und ihr Vater haben eine sehr tragende Rolle in diesem Buch. Alle sind für den Leser transparent und nachvollziehbar. Die Charaktere konnten mich mitreißen in ihre Geschichten und Gefühle. Apropos Gefühle, denn davon ist dieses Buch wirklich randvoll. Emma passiert es immer wieder, dass sie nicht zwischen der Realität und ihrem Buch unterscheiden kann und so ging es auch mir als Leser. Ich fand es sehr berührend (ich habe Sturzbäche geweint - vor allem zum Ende hin), wie Emma sich ihr Leben vorstellt und was sie alles gerne gemacht hätte. Eigentlich weiß man als Leser schon von Anfang an, wie das Buch ausgehen wird und trotzdem hat es mich sehr mitgenommen, ich war emotional geschüttelt und gerührt und habe sehr viel geweint.

 

Negatives
Nun ich habe es schon erwähnt, anfänglich musste ich mich erst einmal an den Schreibstil der Autorin gewöhnen. Ich kann gar nicht genau sagen, warum ich ihn schwierig fand, aber irgendwie lief es anfangs nicht ganz rund. Auch der Verlauf hatte Anlaufschwierigkeiten, es ging alles erst sehr langsam voran, es hätte ruhig mehr Tempo haben können. Erst ab der Mitte hat die Geschichte dann an Fahrt gewonnen.

 

Zitat
"Warum? Wo gehst du hin?" Emmas Kopf sank herab, die Frage hatte sie sich selbst schon oft gestellt. Sie bemerkte eine weiße Flaumfeder auf dem Boden, hob sie auf und drehte sie zwischen den Fingern herum. "Ich gehe fort, um ein Engel zu werden.", flüsterte sie, als wäre es ein Geheimnis, das sie nur den beiden Mädchen anvertraute. "Wenn ihr mal wieder eine weiße Feder, wie die hier seht, dann wisst ihr, dass ich auf euch aufpasse."

 

Bewertung
Note 2 {gut}
Dieses Buch war eine Überraschung für mich. Ich habe mir schon gedacht, dass das Buch gut sein würde, aber ich habe nicht gedacht, dass es mich so sehr berühren wird. Ich habe aufgrund des Klappentextes etwas anderes vermutet und war sehr erleichtert und begeistert, als meine Vermutungen nicht bestätigt worden. Emmas Geschichte kann durch ganz viele Emotionen punkten, die glaube ich kein Auge trocken lassen. Ich war wirklich  berührt und kann das Buch jedem empfehlen, der gerne tränenreiche Geschichten liest.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/07/amanda-brooke-fur-immer-und-einen-tag.html

Zubehör Tolino Vision

Meine Erfahrungen mit Tolino Zubehör

#TolinoVision #Zubehör #ZubehörTolino
#eReaderTaschen #Displayschutzfolien :)

http://www.lottasbuecher.de/2014/07/meine-erfahrungen-mit-tolino-vision.html?spref=tw

+ Schreibstil | + Charaktere | + Setting | - Verlauf

Silber: Das zweite Buch der Träume - Kerstin Gier

Information zum Buch
Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?
Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts …

 

Wirkung
Äußerlich ist dieses Buch natürlich mal wieder ein Traum (wie passend)! Die Farbe gefällt mir unheimlich gut und die Verzierungen ebenfalls. Wunderschöne Verzierungen findet man auch wieder im Buch an manchen Seiten. Dieses Buch zu lesen ist wirklich etwas besonderes schon allein vom optischen her! Der Titel passt gut für die Fortsetzung, da kann man nichts anderes sagen.

 

Positives
Der Einstieg in den zweiten Teil ist mir sehr leicht gefallen, auch wenn ich erstmal verstehen musste, dass Liv sich am Anfang des Buches in einem Traum befindet. Es war ein bisschen so, als wäre das Buch einfach weitergelaufen ohne uns Leser und man hat genau an dieser Stelle wieder mitgelesen. Der Schreibstil war gewohnt leicht und locker, obwohl ich die Fremdworte vom Bocker immer wieder nachschlagen musste - man will ja nicht dumm sterben. Die Fremdwörter haben den Charaktere Bocker sehr glaubwürdig erscheinen lassen. Ich konnte sie mir so richtig gut vorstellen und ja auch ich habe sie gehasst. Außerdem konnte ich Emily und Florence ebenfalls nicht leiden, aber ich denke es gibt keinen Leser, der diese beiden "Damen" leiden kann. Wer mir diesmal aber besonders sympathisch geworden ist, ist Grayson. Ich finde ihn einfach so richtig niedlich, er ist wie ein großer, heißer Bruder - sowas will man im echten Leben gar nicht, aber im Buch lässt sich das verdammt gut lesen und vorstellen. Die Traumwelt konnte mich mal wieder für sich gewinnen. Ich mag die Vorstellung sehr gerne in anderer Menschen Träume zu wandeln und finde die Beschreibung auch so toll mit den Türen. Die Türen ordnen sich nach den Beziehungen der Menschen untereinander und sehen aus, wie die Besitzer der Türen es sich vorstellen - eine wirklich nette Vorstellung. Der Blog von Secrecy ist natürlich auch diesmal wieder mit dabei und wieder mal ein Highlight. Irgendwie macht es besonders Spaß diese Blogeinträge zu lesen, ich habe regelrecht darauf hingefiebert beim Lesen! Ich wüsste nur zu gerne, wer sie/er nun eigentlich ist, ich habe ürbigens absolut keine Ahnung wer dahinter stecken könnte, und bin schon total gespannt auf die Auflösung. Das Ende war angenehm und es kam eine ziemlich witzige Wiederholung aus dem ersten Teil vor, wer genau liest, der weiß was ich meine. Eine Besonderheit war die Anleitung zu Traumwandeln und das Rezept für Lotties ganzjahrestaugliche Trost-Vanillekipferl! Die werde ich auch auf jeden Fall mal ausprobieren.

 

Negatives
Leider ist es ausgerechnet der Verlauf, den ich an dieser Stelle benennen muss. Es ist meiner Meinung nach leider nicht wirklich etwas wichtiges passiert und das wenige, was vielleicht wirklich wichtig war hätte man auch auf den ersten und den zweiten verteilten könne, sodass man dann eine Diologie hat. Es kam mir ein wenig vor als wäre dieser zweite Band nur Füllmaterial, damit das Ganze wieder ein Trilogie ergibt. Das finde ich ein bisschen Schade.. ich wäre auch mit einer Dilogie zufrieden gewesen.

 

Zitat
"Kann ich dein iPhone haben?" Mia hatte es Grayson schon aus der Hosentasche gezogen. "Ich muss Mätresse googlen. Und Wally von den Simpsons. Und dann muss ich alles lesen, was ich über Mord im Affekt finden kann."

 

Bewertung
Note 2 {gut}
Der zweite Teil der Silber Trilogie bekommt von mir eine zwei, weil ich ihn im großen und ganzen wirklich gut fand, aber ich ein bisschen das Gefühl hatte, dass dieser Teil nur Füllmaterial war. Meiner Meinung nach hätte man das Ganze ein bisschen kürzen können und dann auf den ersten und letzten Band verteilen und fertig ist die Dilogie, aber ich hab ja keine Ahnung. Finds nur Schade, dass ich das Gefühl hatte. Trotzdem ein sehr schönes Buch, bei dem der Schreibstil der Autorin, die Charaktere und auch das Setting mich wieder voll und ganz für sich gewinnen konnten.
Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die auch schon den ersten Teil "Silber - das erste Buch der Träume" gelesen haben!

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/07/kerstin-gier-silber-das-zweite-buch-der.html

ein grandioser Thriller mit Suchtfaktor

Erlöse mich: Psychothriller - Michael Robotham

Information zum Buch
Er ist dein Beschützer. Er ist dein Erlöser. Und er will dich vernichten.
Ich habe mich verliebt, und ich bin ihr gefolgt. Sie sah mich nicht. Sie wusste nicht einmal von meiner Existenz. Jetzt bin ich die wichtigste Figur in Marnies Leben, doch sie weiß es noch nicht. Ich bin der, der aufpasst. Seit ihr Mann Daniel vor einem Jahr spurlos verschwand, liegt ein schwarzer Schatten über dem Leben von Marnie Logan. Aber sie leidet nicht nur unter der quälenden Ungewissheit über sein Schicksal - immer wieder übermannen sie plötzlich Ängste, immer wieder beschleicht sie das Gefühl, beobachtet zu werden.
[Quelle - Text gekürzt]

 

Wirkung
Allein der Name "Michael Robotham" macht dieses Buch sehr ansehnlich. Das Cover ist ziemlich toll gestaltet, vor allem weil es sehr schlicht gehalten ist. Die Seile sehen so aus, als würde sie das Buch festhalten und der Titel passt dazu natürlich perfekt, aber nicht nur zum Cover sondern auch zum Inhalt des Buches.

 

Positives
Anfänglich wird Marnies Leben und ihre Lebensumstände beschrieben, sodass man sich als Leser gleich erstmal ein Bild von ihr machen kann. Ehrlich gesagt, kam sie mir anfänglich wie eine ziemliche Versagerin vor und das hat sich auch im Verlauf das Buches nicht sonderlich geändert, sie war mir irgendwie nicht sehr sympathisch. Aber der Einstieg hat mir sehr gut gefallen, weil man auch gleich erfahren hat, in welcher Verbindung sie zu dem Psychologen Joe O'Loughlin steht. Der Hauptteil der Geschichte wurde durch den auktorialen Erzähler berichtet, den ich sehr angenehm zu lesen fand. (Sonst mag ich den Stil eigentlich nicht so gerne) In unregelmäßigen Abständen gibt es jedoch nach den "normalen" Kapiteln Abschnitte, in denen ein Ich-Erzähler seine Sicht auf die Dinge beschreibt. Das macht die Geschichte noch einmal spannender, als sie ohnehin schon ist. Ich habe ja schon erwähnt, dass Marnie mir nicht besonders sympathisch ist, weil sie ein wenig weinerlich wirkt, trotzdem ist sie vorstellbar beschrieben, ebenso wie ihre Kinder (In die ich mich beide verguckt habe) und andere Randpersonen. Mein besonderer Liebling war natürlich wieder dieser äußerst sympathische, an Parkinson Erkrankte Psychologe Joe O'Loughlin. Joe kommt mir immer vor wie ein alter Bekannter (man kennt ihn aus Vorgängerbüchern wie "Sag es tut dir leid" und die meiste Zeit habe ich das Bedürfnis ihn in den Arm zu nehmen. Anfänglich habe ich mich mit dem Verlauf und dem Tempo etwas schwer getan, weil es mir zu langsam voran ging, aber ich glaube das war nötig, damit die Geschichte richtig in Fahrt kommen konnte. Als dann erstmal Tempo aufgenommen wurde, ging es rasant weiter, sodass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. Besonders genial fand ich, dass der Ausgang der Geschichte für mich absolut nicht offensichtlich war. Immer wieder habe ich geschwankt in meinen Vermutungen, sowas liebe ich besonders an Thrillern. Was ich mindestens genauso sehr liebe, sind Anspielungen auf Sachverhalte aus zuvor erschienen Büchern. Diesmal war es Joes immer wiederkehrender Albtraum. Das Ende war für mich sehr zufriedenstellend, der Fall wurde gelöst und die Schlussszene war ziemlich emotional. Trotzdem ist nicht alles vollkommen geklärt und ich bin gespannt, ob man Marnie in einem der nächsten Bücher vielleicht noch einmal begegnet.

 

Negatives
Ich habe nichts negatives zu sagen.

 

Zitat
Sie ist introvertiert, sensibel, still, aufmerksam. Sie hört mehr zu, als dass sie redet. Sie buhlt nicht um Aufmerksamkeit und wüsste nicht, wie man einen Raum voller Menschen in den Bann schlägt. In einem Laden voller Bücher fühlt sie sich wohler.

 

Bewertung
Note 1 {sehr gut}
Endlich mal wieder ein wirklich grandioser Thriller. Ich liebe es, wenn ich nicht von Anfang an sagen kann, was eigentlich Phase ist, das ist für mich echt ein Thriller mit hoher Qualität. Den Leser an der Nase herumzuführen will gelernt sein und ich bin davon überzeugt, dass Michael Robotham neben Sebastian Fitzek einer der Besten auf diesem Gebiet ist. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und ich kann es jedem Thrillerfan nur wärmstens empfehlen. Lest Michael Robotham!

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/07/michael-robotham-erlose-mich.html

tolle Idee, guter Schreibstil, aber der "Drift" hat mich etwas gestört

NACHTSONNE - Flucht ins Feuerland (Die Nachtsonne Chroniken) - Laura Newman

Mit eigenen Worten
Ein Leben an der Oberfläche unserer Welt scheint nicht mehr möglich zu sein. An der Erdoberfläche sind 50°C und diese beherrschen das Feuerland. Nova und ihre Freunde sind an ein Leben unter der Erde gewöhnt, sie leben in ihrem HUB im Glauben, sie wären die einzigen Überlebenden, bis Jemand die Behauptung streut, dass es noch anderen geben könnte, die genauso leben wie sie.

 

Wirkung
Ich mag das Cover sehr gerne vorallem, weil ich mir dadurch das Feuerland noch besser vorstellen konnte. Die Farben sind ebenfalls gut gewählt. Ich mag es bei diesem Buch, dass das Cover schlicht gehalten wurde. Der Titel erschließt sich erst ganz am Ende des Buches, aber passt gut.

 

Positives
Anfangs lernt mal Nova kennen, die auf Jakob trifft und mit ihm über die Aussage diskutiert, ob es noch andere HUB's geben könnte. Danach erklärt sie dem Leser nach und nach das Leben im HUB, wie ein HUB aufgebaut ist, wer was zu sagen hat und welche sozialen Strukturen herrschen. Dadurch, dass das Buch im Ich-Erzähler geschrieben wurde, hatte ich das Gefühl, dass Nova nur mir erklärt, wie man in einem HUB lebt. Ich fand den Einstieg in das Buch sehr angenehmen, weil man mit genügend Informationen in das Buch starten konnte und sich nicht alles zusammen reimen musste. Durch den sehr angenehmen Schreibstil bin ich praktisch durch das Buch geflogen. Ich konnte mich sehr gut in Nova hineinversetzen, weil sie ein sehr starker Charakter war und kein naives Püppchen. Nume (Novas beste Freundin) konnte mir manchmal ganz schön auf den Wecker gehen mit ihrer weinerlichen Art. Durch den Ich-Erzähler hatte ich das Gefühl, dass ich die Charaktere schon jahrelang kenne, außer solche, die Nova auch gerade erst kennenlernt. Ich war von Anfang an an dieses Buch gefesselt. Der Verlauf konnte mich im großen und ganzen von sich überzeugen, aber es gab ein paar kleine Aspekte, die mich gestört haben. Die Autorin hat einen für mich zufriedenstellenden Abschluss für den ersten Teil dieser Reihe gefunden. Es gab keine fiesen Cliffhanger, aber ich bin trotzdem sehr neugierig wie es nun weitergehen wird. Für mich ein gutes Ende, weil ich mit so gemeinen Cliffhangern nicht umgehen kann.

 

Negatives
Ja, mich hat leider ein bisschen was gestört. Ich hoffe, dass ich damit jetzt nicht zu viel Spoiler, aber alle, die das Buch noch nicht gelesen haben sollten das "Negative" vielleicht besser nicht lesen.
Als ich erfahren habe, dass Jo Fähigkeiten hat, habe ich schon gedacht "Muss das sein?". Ich bin für sowas eigentlich gar nicht zu haben, aber ich habe mich dann doch damit abgefunden. Ich hatte nicht gedacht, dass diese Reihe einen übernatürlichen Aspekt hat. Und dann das mit Nova .. es war mir so klar, dass sie auch eine Gabe hat und es war mir auch vollkommen klar, dass sie eine besondere Gabe hat. Das war mir leider ein bisschen zu klischeehaft und vorhersehbar. Da hätte ich mir gewünscht, dass sie vielleicht eben nun mal ein "Common" ist und auch bleibt. Außerdem habe ich mich am Ende gefragt, was nun eigentlich mit dem armen Jakob ist. Ich hoffe er leidet nicht stumm vor sich hin.

 

Zitat
Natürlich weiß sie es. Sie kennt mich. Sie kennt mich schon, seit wie zusammen im Schul-Bezirk waren. Von Anfang an. Jakob kam später. Trotzdem ist er mir der liebste Freund auf der Welt und sie weiß das. Aber sie ist nicht eifersüchtig. Sie glaubt immer noch, dass Jabkob und ich ein Paar werden und heiraten. Ich lasse sie in dem Glauben.

 

Bewertung
Note 2 {gut}
Dieses Buch bekommt von mir eine zwei, weil ich doch ein bisschen überraschst davon war, dass mir diese Dystopie so gut gefallen hat, obwohl ich eigentlich bisher nicht so gute Erfahrungen mit Dystopien gemacht habe. Trotzdem hat es nicht zur eins gereicht, weil es eben ein Paar Aspekte gab, die mich dann doch zu sehr gestört haben, um meine Bestnote zu erteilen. Habe mich gefragt, warum so vieles einen fantastischen Touch haben muss.
Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die gerne Dystopien lesen und sich nicht an fantastischen Aspekten stören.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/07/laura-newman-nachtsonne-flucht-ins.html

der Fall war diesmal nicht so meins und Rileys Husten hat genervt.

Schwedenbitter: Kriminalroman (Knaur TB) - Simone Buchholz

Mit eigenen Worten
Achtung! Dritter Teil einer Reihe - Rezension könnte Spoiler enthalten.
Chastity Riley hat mal wieder einiges zu tun in ihrem Hamburg. In einem nicht sehr beliebten Stadtteil Hamburgs werden zwei alte Amerikaner umgebracht, doch was steckt dahinter? Warum mussten diese beiden alten Menschen auf so brutale Art und Weise sterben? Und dann ist da noch dieses lästige Privatleben. Was ist eigentlich mit Carla los? Irgendwie ist der Inceman doch gar nicht so schlimm wie er aussieht..

 

Wirkung
Leider ist der Titel des Buches mal wieder absolut nicht meins. Ich weiß nicht genau in welchem Zusammenhang es stehen soll. Ich habe eben auch mal gegooglt was Schwedenbitter ist .. nun vielleicht hilfts ja gegen Rileys nervigen Husten. Das Cover sagt mir schon eher zu, weil der Mord in einem alten heruntergekommenen Haus passiert.

 

Positives
Auch bei diesem Buch kommt man in gewohnt guter Weise in das Buch hinein. Gleich am Anfang steht wieder der Mord und Chas Riley befindet sich am Tatort. Ich finde das wirklich entspannend, weil man so gleich mittendrin ist. Der Schreibstil der Autorin konnte mich wieder einmal von sich überzeugen, weil sie eine sehr lockere Schreibweise hat. Kein Satz wirkt gekünstelt oder aufgesetzt und das ist mir beim Lesen immer sehr wichtig. Riley ist mal wieder das knallharte Kiezweib, aber ich glaube so langsam weicht sie ein bisschen auf. Vielleicht liegt es an Carlas Situation oder an dem neuen Kollegen, aber ich glaube sie wird ein bisschen weicher. Der neue Kollege ist mir übrigens äußerst sympathisch, auch wenn er nicht so unheimlich sympathisch dargestellt wird, außerdem hat der neue Kollege es ein bisschen schwer im Team. Alle anderen Charaktere sind genauso gut wie schon in "Revolverherz" und in "Knastpralinen". Der Verlauf war ganz gut, aber ich hab auch noch was anderes zu zu sagen. Ich kann mich diesmal beim Ende nicht so ganz entscheiden, wie ich es finde. Ich finde es irgendwie gut, weil es mal was anderes ist und nicht 0815, aber andererseits ist es für mich so gar nicht befriedigend. Außerdem will ich endlich wissen, was der Faller damals auf dem Kiez angestellt hat.

 

Negatives
Der Verlauf war zwar ganz gut, aber eben nicht so gut wie in den beiden Vorgängerbüchern. Das Gleichgewicht zwischen Privatem und Polizeiarbeit war zwar wieder gut, aber diesmal war für mich das Private um weiter interessanter. Der Fall konnte mich nicht so ganz mitreißen, weil ich es mitunter alles ein bisschen zu wirr fand. Zu viele Menschen, die mit darin verstrickt waren und dann auch noch dieses unbefriedigende Ende. Ich hatte diesmal das Gefühl, dass die nicht aus den Puschen kommen. Insgesamt war es ein bisschen zu langsam. Leider kam bei mir diesmal auch das Hamburg-Feeling nicht so richtig rüber. Es hätte nun auch in jeder anderen Stadt spielen können. Und eine Sache, die mich wirklich barbarisch genervt hat, war Chas' Husten. Im ersten Teil ("Revolverherz") war es der Schwindel, im zweiten teil ("Knastpralinen") wurden wir damit verschont und nun hat sie Husten und es wird wieder viel zu oft betont. Am Ende wollte ich sie schon schütteln und sagen: "Geh zum Arzt!", "Hör auf zu rauchen, verdammt!". Ja, sowas kann mich nerven, genauso wie "kucken". Warum schreibt die Autorin "gucken" mit k? Mir wurde immer gesagt, dass das so nicht richtig ist. Das hat mich ziemlich gestört in meinem Lesefluss.

 

Zitat
"Diskotürke", sagt der Brückner und kuckt grimmig in seine Kaffeetasse. "Richtig", sage ich. "Der Inceman ist ein lupenreiner Diskotürke. Euer Chef hier ist noch schlimmer: ein unrasierter Spaghettifresser. Ihr selbst seid brummige Fischköppe. Und ich bin von der ganz unangenehmen Sorte. Eine neurotische Ami-Schnalle."

 

Bewertung
Note 3 {befriedigend}
Ich habe das Gefühl, dass mir die Bücher mit jedem weiteren immer weniger gefallen. Ich hoffe natürlich, dass ich eines besseren belehrt werde und mir der 4. und 5. Teil wieder besser gefallen. Vielleicht lag es auch einfach nur am Fall, denn Chas und ihr Privatleben mag ich ziemlich gerne, wenn sie nicht gerade hustet. Dass ich eine drei "befriedigend" gebe, ist eigentlich sehr paradox, denn das Ende war für mich alles andere als befriedigend.
Wer sich nicht an einem verworrenen Fall und einem nicht ganz so glücklich machenden Ende stört, für den könnte dieses Buch etwas sein!

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/06/simone-buchholz-schwedenbitter.html

ein gewohnt guter Schreibstil der Autorin, aber das Ende hat mich frustriert

5 Tage Liebe - Adriana Popescu

Mit eigenen Worten
Jonas ist nicht der Typ für Beziehungen. Es steht ihm einfach nicht. Ganz anders als seinem besten Freund, der bald heiraten wird und für den er einen Junggesellenabschied planen muss. Was gehört zu einem richtigen Junggesellenabschied? Richtig, eine Stripperin. Also engagiert Jonas Maya, damit sie für seinen besten Kumpel tanzt. Jonas ist sofort hin und weg von ihr, aber Maya ist der Meinung, dass eine richtig gute Beziehung nur 5 Tage hält.

 

Wirkung
Die Covergestaltung gefällt mir über die Maßen gut. Die beiden Menschen auf dem Cover sehen genauso aus, wie ich mir Maya und Jonas vorstelle. Endlich mal ein Cover bei dem die Protagonisten richtig dargestellt wurden. Die Aufteilung von Bild und Titel sieht sehr toll aus und der Titel ansich passt natürlich wie die Faust aufs Auge. Ganz ganz toll.

 

Positives
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, weil Jonas gleich zu Beginn seine Situation und sein Umfeld erklärt und man gleich am, meiner Meinung nach, richtigen Punkt in seine Geschichte einsteigt. Jonas ist ein sehr sympathischer Charakter, der einen durch die Geschichte für indem er uns seine Sicht auf die Welt erzählt. Ich finde Adriana Popescu ist das mal wieder mit jeder Menge Charme und Witz gelungen. Ich konnte mich in Jonas hineinversetzen und er ist mir richtig ans Herz gewachsen. Oftmals hätte ich Jonas gerne in den Arm genommen und ihn einfach mal getröstet. Er tat mir so leid. Da verliebt er sich mal und dann in so eine. Ja, das sage ich so, weil Maya mir äußerst unsympathisch war. Sie war mir insgesamt zu wechselhaft und Jonas manchmal ziemlich doof behandelt hat. Trotzdem waren beide Protagonisten sehr gut beschrieben und ich konnte ihre Handlungen und Reaktionen meistens nachvollziehen. Was ich sehr besonders fand, ist Mayas Beruf, weil es natürlich nicht einfach ist mit so einem Beruf eine Beziehung zu führen  mit der beide glücklich sind. Ich konnte mir manchmal auch Mayas Gefühlschaos vorstellen, aber die meiste Zeit war ich auf Jonas' Seite. Anfänglich fand ich den Verlauf des Buches richtig richtig gut. Es war toll zu sehen, wie die Beiden sich kennenlernen und alles weitere.

 

Negatives
Dann ließ es für mich jedoch immer mehr nach. Irgendwann habe ich nur noch gedacht "Schieß sie in den Wind. Sie ist es nicht wert! Los." Er wollte nicht auf mich hören. Das Ende war für meinen Geschmack zu klischeehaft und zu ungeklärt. Was war denn nun mit London? Nun ist das auf einmal egal? Das Ende konnte mich einfach nicht von sich überzeugen. Da hatte ich doch einiges mehr erwartet. Die Lösung war mir zu einfach.

 

Zitat
Die ältere Dame neben mir sieht mich etwas verwundert an und gerne würde ich ihr erklären, wieso ich mich so aufrege. Aber ich trage weder eine Schachtelpralinen, noch die passenden Forrest Gump-Turnschuhe. Ich zucke entschuldigend mit den Achseln.

 

Bewertung
Note 2 {gut}
Für dieses Buch gibt es von mir eine zwei, weil es meine Erwartungen im großen und ganzen erfüllen konnte, sie aber nicht übertreffen konnte. Das Ende hatte mir nicht so gut gefallen, aber das kann ich irgendwie noch verkraften, weil ich den Rest des Buches sehr ansprechend fand. Adriana Popescu hat einen sehr tollen Schreibstil, der es einem leicht macht dieses Buch sehr schnell zu lesen.
Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die gerne Adriana Popescu lesen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/07/adriana-popescu-5-tage-liebe.html

Notizen einer Verlorenen - bedrückend und nah

 

Mit eigenen Worten
Als Sarah gefunden wird, ist das Einzige was von ihr übrig geblieben ist, ihr rotes Notizbuch. Darin beschreibt Sie wie es soweit kommen konnte, wie es dazu kommen konnte, dass sie nun zerquetscht unter einem alten Ofen liegt. Sie beschreibt die letzten Tage und Wochen ihres jungen Lebens.

 

Wirkung
Dieses Buch glänzt mit einem, für mich, sehr interessanten Cover. Es sieht so aus, als würde hinter dem Sofa ein Monster lauern und über denjenigen herfällt, der sich darauf setzt. Besonders toll finde ich es jetzt nachdem ich das Buch gelesen habe, weil es in der Geschichte vorkommt. Das Monster sieht aus als wäre es auf Papier gezeichnet, was die Verbindung zu Sarahs Notizbuch herstellt. Eine wirklich gelungene Covergestaltung. Der Titel gefällt mir auch sehr gut, weil es den Kern des Buches trifft.

 

Positives
Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Das erste und das letzte Kapitel sind im auktorialen Erzähler geschrieben und beschreiben das, was außerhalb von Sarahs Notizbuch passiert. So beginnt das Buch damit, dass jemand Sarah findet und mit ihr, ihr Notizbuch. Die nächsten Kapitel bis kurz vor Ende des Buches liest man in Sarahs Notizbuch und lernt Sarah und ihr Leben näher kennen. Nicht nur dieser gute Aufbau hat mir das Lesen sehr leicht gemacht, sondern auch der flüssige und fesselnde Schreibstil. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich eine Freundin von Sarah und würde in ihrem Notizbuch lesen. In Sarahs Notizbuch wurde natürlich der Ich-Erzähler verwendet, sodass ich mich sehr gut in Sarahs Gedankenwelt hineinversetzen konnte. Alle Charaktere sind unheimlich lebendig beschrieben. Mir kam es vor, als wenn ich zB: Marc schon genauso lange kennen würde wie Sarah. Alle anderen Charaktere hat auch Sarah erst im Verlauf des Buches kennengelernt und für Leser ein gut vorstellbares Bild dieser Personen erschaffen. Besonders sympathisch war mir Alex, auch wenn er ziemlich eigen war und irgendwie auch ein bisschen durchgeknallt. Der Verlauf konnte mich mitreißen, die Seiten sind einfach zu verflogen, ohne dass ich es wirklich gemerkt habe. Atemlos habe ich gelesen, was Sarah passiert ist und auch wenn es nicht immer hundert Prozent spannend war, hat es mich doch gefesselt. Die Idee zur Geschichte fand ich sehr besonders, weil ich so etwas in der Art noch nie gelesen habe. Ich denke, dass Selbstmord gerade heutzutage ein sehr verbreitetes und auch wichtiges Thema ist, vor dem man nicht die Augen verschließen sollte. Die Art und Weise, wie es in diesem Buch umgesetzt wurde hat mich schockiert und ich frage mich, ob es wirklich solche "Clubs" gibt. Das Ende war für mich eine runde Sache, die es mir leicht gemacht hat das Buch zu beenden und trotzdem lässt das Buch mich nicht mehr los.

 

Negatives
Ich habe in diesem Buch keine negativen Aspekte finden können.

 

Zitat
Was mich ebenso erschaudern ließ, war der Gedanke, dass Jens nach meinem eigenen Tod irgendwo im Jenseits auf mich warten könnte. Und das für alle Ewigkeit! Was wenn er alle Geister da oben oder da unten davon überzeugte, wie sehr wir seiner Meinung nach zusammengehörten? Egal wo, selbst der Himmel würde für mich zur Hölle werden, wenn ich Jens in der Endlosigkeit begleiten müsste; mein Geist gefesselt an seinen Geist.

 

Bewertung
Note 1 {sehr gut}
Dieses Buch hat sich die eins wirklich redlich verdient. Von Anfang an konnte mich die Geschichte in seinem Bann ziehen und meine Erwartungen wurden eindeutig übertroffen. Selten habe ich ein so bedrückendes Gefühl beim Lesen gehabt. Ich hatte wirklich Angst um Sarah, auch wenn von Anfang an klar war, dass sie tot ist. Ich muss sagen diese Rezension fiel mir sehr schwer, weil es tatsächlich ein besonderes Buch ist. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so fesselt werde.
 Ich finde alle sollten dieses Buch lesen, um sich einmal mit dem Thema Selbstmord auseinander zusetzen, in welcher Form auch immer. Es regt zum Nachdenken an.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/06/heike-vullriede-notizen-einer-verlorenen.html