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Lottasbuecher

Lottas Buecher

Er meint, er wolle sie nicht stören...

...Sie liest und sagt: 'Die Realität stört immer.'

 

aus 'Der Fotograf' von John Katzenbach

Ein wunderbares Buch, wenn man sich die ganze Kunst wegdenkt

David Nicholls: Drei auf Reisen
Kein und Aber | 544 Seiten | Erscheinungsjahr: 2014 | Originaltitel: us

ZITAT:
"Du meinst, die Liebe, die man für sein Kind empfindet, ist nicht echt, sondern etwas rein Biologisches?" "Im Gegenteil. Sie ist echt, weil sie biologisch ist! Wie man für deine Freunde, Partner, ja sogar Geschwister empfindet, hängt von ihrem Verhalten ab. Bei den eigenen Kindern spielt das keine Rolle. Es ist egal, was sie tun. Eltern lieben ihre Kinder nicht weniger, wenn sie Rotzlöffel sind, oder?"

+ EINSTIEG
Ich glaube ich habe selten bei einem Buch schon auf der ersten Seiten so viel gelacht, wie bei diesem. Douglas war mir sofort sympathisch, weil er selbst diesen herben Schlag, den er am Anfang des Buches abbekommt auf eine selbstironische Art und Weise nimmt, die ich absolut bewundere. Man lernt auf den ersten Seiten nicht nur Douglas kennen, sondern erfährt die Lebensustände der Familie und wie Douglas Connie kennengelernt hat. Dieser erste Abschnitt hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich wollte unbedingt weiterlesen.

+ SCHREIBSTIL
Der Stil war gerade am Anfang sehr angenehm zu lesen, dadurch kam ich sehr leicht ins Buch rein und konnte mich in die Geschichte hinein denken. In diesem Buch wurde der Ich-Erzähler verwendet, den ich sehr bevorzuge. Douglas berichtete über die Geschehnisse vor und während der Grandtour und ließ dabei immer Passagen aus früherer Zeit einfließen in der Connie und er noch sehr verliebt waren. Der Schreibstil war für mich sehr natürlich. Keine Unterhaltung oder Szene schien gestellt oder weit hergeholt. Sicherlich wurde hier mit einigen Klischees gearbeitet, aber nicht alle Klischees sind falsch, irgendwo müssen sie schließlich herkommen.

+ CHARAKTERE
Douglas ist für mich wirklich der typische Wissenschaftler und Connie die Künstlerin wie sie im Buche steht. Natürlich wurde auch hier mit vielen Klischees gearbeitet, aber das hat die Protagonisten nur umso lebendiger gemacht. Mir hat es gut gefallen. Das einzige Problem war für mich, dass ich mich weder in Douglas, noch in Connie und auch nicht in "Egg" hineinversetzen konnte. Zumindest nicht so richtig. Douglas hätte ich manchmal schütteln wollen, weil er so eingefahren war in seiner Meinung, aber ich hätte mich kaputt lachen können über seine selbstironische Art und Weise. Connie und ihr gemeinsamer Sohn sind beide künstlerisch angehaucht und sie benehmen sich genauso, wie man sich einen exentrischen Künstler vorstellen würde.

+ SETTING
Das Setting war wunderbar. Egal an welchen Ort die Familie, bzw. Douglas gerade war, ich konnte es mir bis ins kleinste Detail vorstellen. Besonders leicht fiel es mir natürlich bei den Orten, die ich selbst schon einmal bereist habe, aber auch Venedig und Amsterdam beispielsweise waren für mich greifbar und real. Übrigens hat mich dadurch ziemlich das Fernweh gepackt.

- VERLAUF
Ja, der Verlauf. Mein Sorgenkind bei diesem Buch. Es fing so gut an und ich dachte, dieses Buch und ich, wir werden dickste Freunde, aber dann wurde es irgendwie langsam und sehr kunstbehaftet. Das ist eigentlich so meine Kritik. Immer wenn sie irgendwo waren ging es praktisch nur um Kunst, Bilder, Gegenständen und seine Gedanken dazu wurden mir zu auszuführlich beschrieben. Ich habe nun mit Kunst leider gar nichts am Hut und konnte mit diesen Ausführungen so gar nichts anfangen. Bis zu einem bestimmten Punkt habe ich mich oftmals arg gelangweilt, auch wenn es zwischendurch natürlich witzige Szenen gab.

+ ENDE
Es ist vielleicht nicht das Ende, das ich erwartet habe, aber es ist perfekt. Es ist genau das richtige  Ende für dieses Buch. Ich glaube, wenn es zu meinem erdachten Ende gekommen wäre, wäre die Geschichte wahrscheinlich ziemlich unglaubwürdig. So, wie es endet, so ist das Leben. Das Leben hält sich nicht immer an das Drehbuch. Das Ende konnte mich wirklich überraschen.

FAZIT: Note 3
Das Buch war nicht durchweg schlecht. Auf gar keinen Fall. Die Geschichte glänzt durch einen herrlich humorvollen Einstieg, klischeebesetzte aber tolle Charaktere und einen sehr natürlichen Schreibstil. Auch die verschiedenen Settings konnten mich von sich überzeugen und löst bei mir den Wunsch zu reisen aus. Allein der Verlauf der Geschichte hat mich leider enttäuscht. Es ging mir zu langsam voran und alles in dieser Geschichte war einfach zu kunstlastig. Für mich als Kunstmuffel war das leider nichts.Trotzdem habe ich mich doch dazu entschieden, dem Buch eine zwei zu geben, weil es eine wunderbare Geschichte ist, wenn man sich die Kunst einmal wegdenkt. Ich habe das nochmal ein wenig sacken lassen und mit meiner Ma darüber gesprochen und kann sagen: "Ja, es ist ein gutes Buch."

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2015/03/david-nicholls-drei-auf-reisen.html

ein sehr gutes Buch bzgl. Mobbing

Rachel McIntyre: Sternschnuppenstunden
Magellan Verlag | 301 Seiten | Erscheinungsjahr: 2015 | Teil einer Reihe: Nein | Originaltitel: Me and Mr J | Note 1

 

+ Einstieg
Schon der Anfang des Buches bringt mich auf unglaublich sympathische  Weise zum Lachen, denn ich kann es Lara so gut nachempfinden. Lara, die Protagonistin des Buches schreibt in ihrem ersten Tagebucheintrag von wem und warum sie das Tagebuch hat. Ihre trockene Art war mir sofort sympathisch. Mir fiel der Einstieg in Laras Leben sehr leicht.

 

+ Schreibstil
Der Schreibstil war so passend, dass ich wirklich dachte, dass das Buch von einer sechzehnjährigen geschrieben wurde. Ich konnte mich so gut in Lara und ihre Situation hineinversetzen. Konnte ihre Gefühle nachempfinden und wollte sie manchmal einfach nur in den Arm nehmen, um ihr zu sagen, dass irgendwann wieder alles gut wird. Lara ist der Ich-Erzähler der Geschichte und führt den Leser durch ihren Alltag. Dadurch, dass der Leser ihr Tagebuch liest, fühlt man sich ihr sehr nah und vertraut. Ein bisschen so, als wäre man ihre beste Freundin. So oft musste ich beim Lesen lachen, weil der Humor in diesem Buch so zu mir passt.

 

+ Charaktere
Ich mochte Lara von Anfang an. Lara ist, wie ich schon erwähnt habe, die Protagonstin des Buches und sie ist das Mobbingopfer ihrer Schule und der Jungsschule. Sie hat rote Haare, ist dünn und hat auch noch den, für sie, schlimmsten Nachnamen der Welt: Tittle. Und als wenn das nicht schon genug wäre, lebt ihre Familie in einer Arme-Leute-Gegend und ihre Eltern streiten sich ständig wegen ein und dem selben Thema: Geld. Lara hat es wirklich nicht leicht. Sie muss Zeitungen austragen, um ein bisschen was für sich zu verdienen damit, sie sich etwas leisten kann. Lara war mir beim Lesen sehr nah. Ich konnte ihr nachempfinden in was für einer schrecklichen aussichtslosen Situation sie sich befindet und ich wollte sie einfach nur daraus holen. Dann gibt es natürlich noch Mr. Jagger, ihr Prinz auf dem weißen Pferd, der nicht nur gut aussieht, sondern auch noch verdammt nett ist, zu der kleinen Außenseiterin. Was ich an Mr. Jagger besonders mag, ist dass er nicht übertrieben wirkt. Und zu guter Letzt: Die Mobbing-Clique. Genau so stellt man sich miese fiese Mädchen/Jungs vor, die jemandem nur etwas Schlechtes wollen, weil derjenige weniger Geld hat, keine Oberweite oder ähnliches. Ich habe sie gehasst.

 

+ Setting
Laras Zuhause, ihre Schule und Umgebung wurden gut beschrieben. Ich hatte zwar keine genaue Vorstellung von der Stadt, konnte mir aber Laras Umfeld sehr gut vorstellen. Es wirkt immer ein bisschen düster, was auch zu Laras Beschreibungen ihres Alltags gepasst hat.

 

+ Verlauf
Der Verlauf hat mir sehr gut gefallen. Anfänglich war ich zwar ein bisschen genervt von ihrer immer wieder gleichen Beschreibung ihrer Tagesabläufe, aber das Ganze hatte einen Sinn. Das ist nun mal Laras Leben, so und nicht anders muss sie damit zurecht kommen. Sie muss jeden Tag zur Schule, die Hänseleien und Mobbingattacken ertragen, sie muss immer zu ihrer Granny, sie muss Zeitungen austragen und sie muss jeden Abend den Streit ihrer Eltern mit anhören, oder selber hineingeraten. Das ist ihr Leben und das wird mit der Zeit beim Lesen auch sehr deutlich. Der Verlauf ist insgesamt spannend und bleibt dies auch bis zum Schluss. Es gibt einige Ereignisse und Wendungen, die mich mit Lara zittern lassen haben, manchmal wollte ich sie schütteln und sagen: "Mädchen wehr dich."

 

+ Ende
Das Ende war gut gewählt, denn wenn es noch weiter gegangen wäre, wäre es wahrscheinlich zu sehr in die Länge gezogen gewesen. Ich konnte das Buch mit dem Ende sehr gut abschließen. Man hatte so einen klaren Cut, der verständlich ist, weil das Buch in Tagebuchform geschrieben wurde. Trotzdem hätte ich sehr gerne gewusst, was aus einigen Personen wurde.

 

+ Gestaltung
Das Buch ist wirklich wunderschön gestaltet. Ich liebe es unheimlich, dass es tatsächlich aussieht, wie ein benutztes, beschriebenes Tagebuch. Das war wirklich eine tolle Idee. Nur der Titel hat mir nicht so gut gefallen. Habe ich es überlesen oder kommt nämlich so gar nichts mit "Sternschnuppen" in diesem Buch vor?

 

Zitat
* Stell dir eine Mischung auf Edward Cullen und Mr Darcy vor, liebes Tagebuch. Aber glaub mir, selbst dann hast du noch keine Ahnung, wie unglaublich fantastilliös Ben Jagger aussieht. Und ich bin bei Weitem nicht die Einzige, der  das aufgefallen ist: Das kollektive Wimperngeklimper der 11G hätte den armen Kerl fast aus den Schuhen geweht..

 

Bewertung:  Note 1
Ich muss diesem Buch eine eins geben. Wie ich schon erwähnt hatte, war ich anfänglich kurze Zeit zum Verlauf genervt, habe aber schnell den Sinn damit verstanden. Die Geschichte ist einfach wie gemacht für Jugendendliche. Es gibt einen leichten Einstieg, eine sympathische Protagonistin, einen spannenden Verlauf und ein lehrreiches Ende. Ich würde mir wünschen, dass diese Geschichte vor allem von den Mobbingtätern gelesen wird. Vielleicht können sie daraus lernen, wie Opfer sich in solcher Situation fühlen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2015/02/rachel-mcintyre-sternschnuppenstunden.html

ein wunderbares Buch, dass seinen Leser verzaubert und überrascht

Liebe mit zwei Unbekannten - Antoine Laurain, Claudia Kalscheuer

Antoine Laurain: Liebe mit zwei Unbekannten
Atlantik Verlag | 239 Seiten | Erscheinungsjahr: 2015 | Originaltitel: La femme au carnet rouge

 

ZITAT

Wenn es eine Sache gab, die die Pubertät ausmachte, dann die Lachanfälle. Später lacht man nie mehr auf diese Art. Die jähe Erkenntnis, dass die Welt und das Leben vollkommen absurd sind, löst diese Lachkrämpfe bis zur völligen Atemlosigkeit aus, während der gleiche Gedanke einem zwanzig Jahre später nur noch einen ergebenen Seufzer abringen kann.

 

+ EINSTIEG
Als erstes wird man als Leser Zeuge des Überfalls auf Laure. Das hat mir als Anfangsszene gut gefallen, weil nicht lange herumgeschwafelt wurde, sondern das Buch gleich mit der auslösenden Situation anfängt. Laure steht auf einmal ohne ihre Handtasche da und muss nun überlegen was sie machen soll, denn in ihrer Handtasche befand sich nicht nur ihre Geldbörse und ihre Haustürschlüssel, sondern praktisch ihr ganzes Leben.

 

+ SCHREIBSTIL
Der Autor hat einen sehr angenehmen leichten Schreibstil. Er verwendet kurze und einfache Sätze. Ich bin praktisch nur so durch die Seiten geflogen und habe Laurents und Laures Geschichte inhaliert. Antoine Laurain versteht sich darauf die Geschichte gefühl-, und humorvoll zu gestalten ohne auf bestimmte Stereotype oder Klischees zurückzugreifen. Der auktorialen Erzähler passt wie angegossen, so konnte man nicht nur in Laures und Laurents Gefühlswelt blicken, sondern zum Beispiel auch in die des Schriftstellers Frédéric Pichier, ohne einem ständigen Perspektivenwechsel ausgesetzt zu sein.

 

+ CHARAKTERE
Ich bin selber ein bisschen verliebt in Laurent. Laurent ist kein männlicher Protagonist, wie man ihn aus jedem zweiten Liebesroman kennt. Laurent ist anders. Er wird weder als herausragend attraktiv beschrieben, noch ist er wahnsinnig erfolgreich. Laurent konnte mich von sich überzeugen, weil er einfach so normal wirkt. Er war nicht immer zufrieden mit seinem Leben und hat daran etwas geändert, jetzt ist er Buchhändler mit einer kleinen Wohnung über dem Geschäft. Er scheint zufrieden zu sein. Bis er Laures Handtasche findet. Über die weibliche Protagonistin Laure erfährt der Leser nicht so viel wie über Laurent. Man weiß am Anfang nicht viel mehr als er und beginnt sich mit Laurent auf die Suche nach ihr und kommt ihr somit immer näher. Auch am Ende des Buches weiß der Leser nicht sehr viel über sie, aber für mich hat das sehr gut gepasst.

 

+ SETTING
Eigentlich waren die Örtlichkeiten in der Geschichte nicht wirklich wichtig, aber es kam doch sehr deutlich heraus, dass die Geschichte in Frankreich spielt. Vor allem dadurch, dass Worte wie "Lycée" (dt. Gymnasium) nicht mit übersetzt wurden, habe ich mich gefühlt als wäre ich gerade mitten in Frankreich. Die Beschreibung der kleinen Cafés und Buchhandlungen war so schön, ich habe mich sehr wohl gefühlt.

 

+ VERLAUF
Was soll ich sagen, ich liebe dieses Buch. Zu Beginn des Buches erfährt man, wie ich schon sagte, auf welche Art und Weise Laures Handtasche abhanden kommt. Danach geht es viel mehr um Laurent, der ihre Handtasche findet und sich auf die Suche nach der Unbekannten macht. Das sympathische daran ist, dass er sie nicht einfach so findet, er muss sich wirklich Mühe geben und ja, vielleicht hat er einen Geistesblitz, aber ich finde der ist nicht abwägig. Insgesamt fand ich den Verlauf einfach nur schön. Man begleitet Laurent nicht nur auf die Suche nach der Frau sondern durch sein ganzes Leben mit allen Schwierigkeiten, beispielweise seine Tochter, die ganz schön pfiffig ist oder sein Leben als Buchhändler, das mich fasziniert hat.

 

+ ENDE
Was für ein schönes Ende. Ich glaube, ich habe selten so ein passendes, rundes, alles zusammenfassendes Ende gelesen. Ich fand das einfach nur gut. Ich will gar nicht so viel darüber verraten. Ihr solltet es selber lesen und euch genau darüber freuen wie ich. Ich würde mir mehr solches Ende für Bücher wünschen.

 

BEWERTUNG: Note 1!
Ich liebe dieses Buch! Jeder, der gerne Liebesgeschichten liest, sollte diese auf jeden Fall lesen. Das Buch glänzt durch sympathische klischeefreie Charaktere, einen leichten, gefühl-, und humorvollen Schreibstil, eine mehr als passende Umgebung, einen Verlauf der mein Herz höher schlagen ließ und ein wunderbares, ich möchte sagen perfektes Ende. Absolute Leseempfehlung.

 

KOMMENTARFRAGE
Wie wichtig ist euch das Setting?
Ich muss gestehen, dass mir das Setting meistens vor allem bei Liebesromanen und Thrillern nicht so sehr wichtig ist, anders sieht das natürlich in Dystopien oder Fantasy Romanen, wie Harry Potter aus. Der Liebesroman kann für mich in Stadt xyz spielen, das ist mir eigentlich nicht besonders wichtig, auch wenn eine Stadt wie Paris natürlich sehr passend ist für dieses Genre.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2015/02/antoine-laurain-liebe-mit-zwei.html

Meine Hochachtung für dieses Buch

Euer Traum war meine Hölle: Als Kind misshandelt und missbraucht in einer Sekte - Natacha Tormey, Nadene Ghouri, Magdalena Breitenbach

Natacha Tormey: Euer Traum war meine Hölle
Bastei Luebbe | 284 Seiten | Erscheinungsjahr: 2015 | Originaltitel: Born into the Children of God

 

ZITAT
Heftig sauste die Fliegenklatsche auf meinen Hintern hinunter und brannte auf meiner Kinderhaut. Ich schrei auf, mehr vor Schreck und Empörung als vor Schmerz, biss die Zähne fester zusammen, entschlossen, ihm die Befriedigung zu versagen, er habe mich zum Weinen gebracht. "Ungezogenes, nichtsnutziges Ding!" brüllte er und schlug erneut zu. Und dann noch ein drittes Mal. "Ich hoffe, du begreifst, warum ich das tun muss, Natacha. Es ist nur zu deinem eigenen Besten, weil ich dich liebhabe. Und jetzt geh ins Bett und bitte den Herrn, dir zu vergeben", sagte er mit schnellem Atem.

 

MEINE MEINUNG
Das Buch beginnt mit der Geschichte von Natachas Vater. Sie berichtet, wie es dazu kam, dass ihr Vater der Sekte beigetreten ist, die damals noch "Children of God" hieß. Sie berichtet unter welchen Umständen ihr Vater, Marcel, ihre Mutter kennenlernen und wie sie heirateten. Bis dahin waren die Erzählungen schon absolut befremdlich für mich, aber noch in einem ertragbaren Maße. Mir fiel es sehr schwer mich in die Situation hineinzuversetzen, weil ich für diesen Glauben nicht empfänglich bin.

 

Die Autorin berichtet von ihrem Leben und ihrem Leiden innerhalb der Sekte, die sich mit der Zeit umbenannt hat in "Family". Dies sollte klar machen, dass sie alle zusammengehören. Für mich war es besonders schwer zu verstehen, wie erwachsene Menschen diesem 'King David' (dem Oberhaupt der Sekte) wirklich glauben konnten, auf ihn gehört haben und seine 'Lehren' verbreitet haben. Jedes erwachsene Mitglied der Sekte durfte jedes Kind der Sekte maßregeln und erziehen, schließlich waren sie eine 'Family'. Im Lauf der Geschichte wurde die Lehren und Regeln immer absurder und Natacha musste mehr als einmal mit ihrer Familie in andere Länder umziehen, sich immer wieder neuen Gegebenheiten anpassen, sich wieder neuen Erwachsenen (Onkeln und Tanten) aussetzen und dabei blieben nicht selten diejenigen auf der Strecke, die ihr wichtig waren.

 

Es ist für mich wirklich unbegreiflich, wie man sich über Jahre derartig manipulieren lassen kann und das als Erwachsener. Sicherlich hatte das ein und andere Mitglied einfach schlichtweg seinen Spaß an der Ideologie dieser Sekte, aber das schien bei den Eltern von Natacha nicht der Fall gewesen zu sein. Ich könnte jetzt noch stundenlang darüber berichten, was Natacha geschrieben hat und wie ich zu diesen Sachverhalten stehe, aber ich empfehle: lest es.

 

Ich habe das Buch sehr gerne und mit Interesse gelesen. Es ist gut geschrieben und ganz ohne Effekthascherei. Natacha berichtet natürlich auch von Missbrauch, aber es liegt nicht das Hauptaugenmerk auf diesen Themen. Manche Passagen waren sehr kühl und analysierend beschrieben, bei denen ich dachte, das dort einfach mehr Gefühl drinstecken müsste, aber wahrscheinlich hat die Autorin einfach zu viel durchmachen müssen oder wollte bei ihren Erzählungen nicht auf die Tränendrüse drücken, was ich vollkommen verstehen kann. Für mich war es spannend zu lesen, wie Natacha ihre Kindheit und Jugend in dieser Sekte empfunden hat, wie sie schon immer ihre Zweifel an der Ideologie hatte und was im Endeffekt aus ihrer Familie geworden ist.

 

FAZIT: Meine Hochachtung
Ich kann für Natacha einfach nur größten Respekt empfinden. Ich finde es toll, dass sie dieses Buch geschrieben hat und die Umstände, die in dieser Sekte herrschen, dargelegt hat. Ich habe mich vorher noch nie wirklich mit diesem Thema beschäftigt, auch wenn man natürlich einiges darüber hört, sei es in der Schule oder aus dem Fernsehn. Ich bin froh, dass ich das Buch gelesen habe,  denn niemals hätte ich mir das Ausmaß der Grausamkeit und des Zwangs einer Sekte vorstellen können. Ich würde dieses Buch allen empfehlen: Lesern, die keine Kenntnisse über Sekten und ihre Vorgehensweisen haben und auch Lesern, die sich für das Thema interessieren und vielleicht noch nie was von "Family" gehört/gelesen haben. Dieses Buch gehört gelesen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2015/02/natacha-tormey-euer-traum-war-meine.html

eine nette Geschichte, die etwas anders war, als ich es erwartet habe

Zwei Worte vor und eins zurück - Rainbow Rowell

Rainbow Rowell: Zwei Worte vor und eins zurück
INK Egmont | 409 Seiten | Erscheinungsjahr: 2014 | Originaltitel: Landline

 

 

ZITAT
Georgie ärgerte ihn immer gern, indem sie sagte, dass seine Grübchen an ihn verschwendet wären. "Dein Gesicht könnte in einer Erzählung von O. Henry die Hauptrolle spielen. Die liebreizendsten Grübchen der Welt und der Junge, der niemals lachte." "Ich lache sehr wohl." "Wann? Wenn du alleine bist?" "Ja", erwiderte er, "Jede Nacht, wenn ich sicher bin, dass alle Welt schläft, sitze ich auf meinem Bett und lache mich halb tot."

 

+ EINSTIEG
Als ich angefangen habe dieses Buch zu lesen, konnte ich mich sofort in Georgie hineinversetzen, auch wenn ich kurzzeitg von ihrem, für mich männlichen, Vornamen irritiert war. Ich konnte mir haargenau vorstellen, wie sie nach Hause kommt, das Fahrrad in der Einfahrt liegt und die Tür nicht abgeschlossen ist. Ich glaube jede Frau kann nachempfinden, was man fühlt, wenn man nach Hause kommt und es ist nicht so, wie man es erwartet. Ich habe gleich zum Einstieg schon mal einen guten ersten Eindruck von Georgie und Neal bekommen.

 

+ SCHREIBSTIL
Sehr gut. Ich weiß gar nicht, was ich anderes dazu sagen soll. Selten schaffen Autoren es, dass ich mich so gut in die Charaktere hineinversetzen kann, wenn sie den auktorialen Erzähler verwenden. Es hat mir gut gefallen, dass die Autorin nicht zu langen komplizierten Sätzen neigt. Kurze einfache Sätze ließen sich sehr leicht und flüssig lesen. Besonderer Bonus: Es wurde immer wieder auf Harry Potter angespielt. Das ist ein Hochgenuss für jeden Potterfan. Das Einzige, das mir am Schreibstil nicht so gut gefallen hat, waren die ganzen Klammern. Warum standen da, zum Beispiel, mehrere Klammern hintereinander? Das war für den Lesefluss nicht so angenehm.

 

+ CHARAKTERE
Wie ich schon beim Einstieg erwähnt habe, mochte ich Georgie sehr gerne. Zwar hätte ich wahrscheinlich niemals die Arbeit über meine Familie gestellt - wobei man niemals nie sagen soll - aber ansonsten konnte ich mich gut in sie hineinversetzen. Ich konnte ihre Situation verstehen und ich wollte, dass einfach alles gut werden wird. Neal war mir nicht ganz so sympathisch, ich weiß aber nicht genau woran es liegt. Er ist mir schon bei ihrer ersten Begegnung mit ihm nicht sympathisch, auch wenn er mir leid tut, denn ich könnte nicht damit umgehen, wenn mein Mann eine zweite Frau in seinem Leben hätte, so wie Georgie Seth hat. Seth ist Georgies bester Freund und ihr Kollege. Sie kennt ihn schon länger als Neal, aber es war nie mehr als Freundschaft zwischen ihnen. Seth ist mir unglaublich sympathisch, wahrscheinlich weil er auf mich unkompliziert und loyal gewirkt hat. Auch die Nebencharaktere waren sehr gut gewählt und charakterisiert. Ich habe sowohl Georgies Mutter, als auch Heather ins Herz geschlossen.

 

+ SETTING
Das Setting war anfänglich nicht besonders spektakulär, das hätte wirklich jeder beliebige Ort sein können, aber dann wurde es besser. Georgie verbrachte viel Zeit im Haus ihrer Mutter, mit dem neuen Freund ihrer Mutter, ihrer kleinen Schwester und dem ein oder anderen Mops. Ich konnte mir das Haus und seine Bewohner lebhaft vorstellen und fand es unheimlich gemütlich. Gerne hätte ich mich mit Georgie auf ihr Bett im alten Kinderzimmer gesetzt. Noch besser wurde es dann zum Ende hin, als Georgie ihre Erlebnisse mit Schnee schilderte. Ich habe mich gefühlt als wäre ich in einem völlig verschneiten Örtchen gelandet.

 

- VERLAUF
Leider, war der Verlauf nicht so ganz mein Fall. Ich habe die ganze Zeit gedacht, dass es bestimmt noch zu einer Auflösung kommen wird, aber es kam nicht dazu. Das Buch enthält fantastische Elemente, die nicht einfach so zu erklären sind. Es hat mich nicht über die Maßen stark gestört, aber ich hatte nicht damit gerechnet, weshalb ich dann ein bisschen enttäuscht war. Trotzdem war es schön Georgies Gedanken zu folgen, ihre Entwicklung zu beobachten und zu sehen wie sie sich praktisch neu verliebt. Der  Verlauf ist wirklich schwer zu beschreiben, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Aber ich kann euch so viel sagen: Ich habe mit Georgie gebangt und gehofft.

 

+ ENDE
Ja, das Ende war einfach schön. Genau wie so ein Ende sein muss für ein Buch, das während der Weihnachtszeit spielt. Ich war sehr zufrieden mit dem Ende, auch wenn ich gerne eine plausible Erklärung für die fantastischen Elemente gehabt hätte.

 

BEWERTUNG: Note 2
Ja, das Buch bekommt eine zwei von mir und hätte vielleicht sogar eine eins bekommen können, wenn es die fantastischen Elemente nicht gegeben hätte, oder zumindest eine plausible Erklärung dafür. Trotzdem war das Buch wirklich unterhaltsam, gefühlvoll und voller schöner Momente, in denen ich mich selber auch wieder gefunden habe. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil und versteht sich darauf den Leser zu fesseln. Ich würde dieses Buch allen Lesern empfehlen, die gerne eine nicht ganz so typische Liebesgeschichte lesen wollen und die sich an kleinen fantastischen Elementen nicht stören.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2015/02/rainbow-rowell-zwei-worte-vor-und-eins.html

ein spannender, gut durchdachter Thriller mit alten Bekannten

Das Haus des Todes (Taschenbuch) - Paul Cleave

Paul Cleave: Das Haus des Todes
Heyne Verlag | 576 Seiten | Erscheinungsjahr: 2012 | Originaltitel: The Laughterhouse

 

Zitat
Das Wohnzimmer ist mit jener Art von Erinnerungsstücken vollgestopft, die ein Familienangehöriger in ein oder zwei Wochen in Kisten packen wird, um sie bei sich für eine Weile wieder aufzustellen, bevor sie dann in irgendeiner Ecke landen. Fotos von Kindern und Enkelkindern, im Park, am Strand, bei Sportveranstaltungen. Wenn wir in einem Harry-Potter-Roman wären, würden die Menschen auf den Fotos jetzt losheulen und uns erzählen, was heute Abend in diesem Zimmer passiert ist.

 

+ EINSTIEG
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog der 15 Jahre in der Vergangenheit spielt. Der Anfang war schon sehr interessant und ich war ein bisschen traurig, als der Prolog vorbei war und es mit "15 Jahre später" weiterging. Es hat mir gut gefallen, dass man als Leser schon einmal informiert wurde, wer in diesem Buch wieder eine Rolle spielen wird. Als eingefleischter Paul Cleave Leser, habe ich mich natürlich darüber gefreut wieder auf Schroder und Tate zu treffen. 

 

+ SCHREIBSTIL
Mir gefällt der Schreibstil von Paul Cleave gut. Ich mag es besonders, dass er in seine Bücher oftmals einen Persperktivenwechsel einbaut und dabei nicht nur die Perspektive, sondern auch den Erzählstil ändert. Das bedeutet im Klartext, dass immer wenn es um Caleb Cole ging der auktoriale Erzähler genutzt wurde und immer wenn es um Theodore Tate ging der Ich-Erzähler genutzt wurde. Anfänglich habe ich mich über diesen Stilwechsel gewundert, aber im Endeffekt fand ich es sehr gut. Durch seine beschreibende, bildliche Art und Weise die Geschehnisse zu beschreiben kann man dem Gänsehautfeeling nicht entgehen.

 

+ CHARAKTERE
Als Leserin, die schon mehrere Paul Cleave Thriller gelesen hat, habe ich hier alte Bekannte wiedergetroffen. Schroder beispielsweise begleitet mich schon seit meinem ersten Buch von Paul Cleave. Auch mit Theodore Tate habe ich schon öfter die Bekanntschaft gemacht. Beide sind mir sehr sympathisch, sie sind nicht einfach nur knallharte Ermittler, sie sind menschlich. Wirklich faszinierend aber ist, dass Paul Cleave es bisher immer geschafft hat, dass ich den Täter sympathisch fand. Ich wollte, dass es ihm gelingt seinen Plan durchzuführen. Ich habe mich sowohl in die Situation der Polizei, als auch in die Situation des Täters hineinversetzen können. Vor allem Tate war mir sehr nah, wahrscheinlich aufgrund des Ich-Erzählers, ich konnte gut nachempfinden, wie er sich in bestimmten Situationen fühlt und wie sehr ihn das alles belastet und damit meine ich nicht nur den Fall, sondern auch die Situation seiner Frau.

 

+ THEMA
Diesmal muss ich diese Rubrik mit in meine Rezension nehmen, denn das Thema des Buches ist wirklich keine leichte Kost. Ich finde es gut, dass es mal in einem Buch aufgegriffen wird. Oftmals fange ich genau deswegen an über solche Themen (nochmal) nachzudenken. Es geht in diesem Buch um eine zweite Chance für Straftäter, vor allem psychisch kranke Straftäter. Sollte man ihnen diese Chance gewähren oder eben nicht. Die Menschen, die das beurteilen müssen haben eine unheimlich große Verantwortung und dürfen diese Entscheidungen nicht leichtsinnig treffen, aber auch wenn sie es nicht wollen, kann es immer wieder zu Fehleinschätzungen kommen.

 

+ SETTING
Ich liebe Christchurch und ich finde es einfach genial, dass alle Thriller von Paul Cleave in Christcurch spielen. Ich fühle mich dort schon richtig Zuhause, auch wenn ich da auf gar keinen Fall wohnen wollen würde. Dafür ist es mir schlichtweg zu gefährlich. Ich kann es mir immer gut vorstellen, wie es dort aussieht und was für eine Mentalität die Menschen haben, obwohl ich noch nie dort gewesen bin.

 

+ VERLAUF
Wenn man diesen Buch anfängt, weiß man von Anfang an wer der Täter ist, denn man begleitet ihn auf seinem Streifzug. Zu Anfang habe ich noch gedacht, dass es langweilig werden könnte, weil man den Täter und sein Vorhaben schon kennt, aber man wusste lange Zeit gar nicht, warum der Täter das alles tut. Es schien teilweise sogar unlogisch. Im Laufe der Geschichte erklärt es sich dann und ich habe begonnen immer mehr Verständnis für seine Situation zu entwickeln. Einerseits wollte ich, dass er gefasst wird und andereseits wollte ich es nicht. Ich war oftmals hin und her gerissen. Der Verlauf war die meiste Zeit über spannend. Es gab einzelne Passagen, die ich ein wenig langatmig empfunden habe, aber es kann auch nicht immer nur Action geben.

 

+ ENDE
Ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, was Caleb nun genau vor hat. Immer wieder habe ich darüber nachgedacht und meine Gedanken wieder verworfen. Was er als wirkliches Ende geplant hatte, fand ich dann ziemlich raffiniert. Ob er dazu kommt es durchzuführen oder nicht, verrate ich euch natürlich nicht. Das Gesamtende des Buches hat mich ein bisschen ratlos zurückgelassen. Ist wirklich passiert, was ich denke, dass es passiert ist? Oder nicht?

 

FAZIT: Note 2
Mir hat das Buch gut gefallen. Es hat genau meine Erwartungen erfüllt. Ich habe einen Thriller erwartet, der mich fesselt, der mich überrascht und der mich im ein oder anderen Moment auch sentimental werden lässt. Genau das hat Paul Cleave hier abgeliefert. Ich konnte an dem Buch nichts negatives feststellen, aber eine eins kann es von mir nicht bekommen, weil meine Erwartungen nicht übertroffen wurden. Ich bin wirklich froh, dass ich auch dieses Buch von Paul Cleave endlich gelesen habe und freue mich auch schon auf sein neues Werk. Aber eine eins kann ich nicht vergeben, dafür hat mir noch etwas mehr Spannung etwas mehr Überraschung und etwas mehr Kick gefehlt, um es wirklich zu einem überragend guten Buch zu machen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2015/01/paul-cleave-das-haus-des-todes.html

Meiner Meinung nach leider der schwächste Teil

Die Auserwählten - In der Todeszone (Maze Runner, #3) - James Dashner

James Dashner: Die Auserwählten in der Todeszone + Die Geheimakten
Chickenhouse Verlag | 464 Seiten | Erscheinungsjahr: 2011 | Originaltitel: The Death Cure

 

Zitat
In der allerletzten Sekunde sagte er: "Ich hasse diese Neppdeppen."

 

+ Einstieg
Der Wiedereinstieg in die Geschichte hat mir, wie auch schon beim zweiten Teil, sehr gut gefallen. Ich mag diesen nahtlosen Übergang, ohne, dass der Leser etwas vom Geschehen verpasst. Ich wollte außerdem natürlich wissen, was mit Thomas passiert und fand den Anfang sehr spannend. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was sie damit bezwecken wollen.

 

+ Schreibstil
Der Schreibstil hat mir im dritten Band auch wieder gut gefallen. Die Sätze waren leicht lesbar und verständlich. Die Geschichte wurde im auktorialen Erzählstil geschrieben, aber das Hauptaugenmerk liegt auf Thomas und den Geschehnissen rund um ihn.

 

+ Charaktere
Es sind keine neuen Charaktere zu den uns bereits bekannten Hauptcharakteren hinzugekommen. Ich mochte Thomas wieder sehr gerne und kann mich irgendwie immer noch nicht mit Theresa anfreunden, auch jetzt, da ich weiß, dass ich die Trilogie beendet habe. Brenda ist neben Newt zu meinem neuen Lieblingscharakter geworden. Sie ist mutig und stark, aber trotzdem ist sie verletzlich und einfach menschlich. Ich mag sie gerade wegen ihrer kleinen Schwächen, die sie nur ungerne zu zeigen scheint.

 

- Setting
Leider konnte ich mir diesmal das Setting nicht immer besonders gut vorstellen, was im zweiten Band viel besser gelungen war und im ersten sowieso. Die Räumlichkeiten und Gegenstände im Hauptquartier von Angst konnte ich mir noch sehr gut vorstellen und auch den Crank Palast konnte ich mir wunderbar vorstellen, aber mit allen Örtlichkeiten die dazwischen lagen, hatte ich oftmals meine Probleme.

 

- Verlauf
Ich habe wirklich viel von diesem Schlussteil erwartet und dann kam das. Der Verlauf hat mir leider gar nicht zugesagt. Ich finde, dass die Geschichte sich unnötig in die Länge gezogen hat. Zu Anfang habe ich noch gedacht, dass es spannend wird, aber im Laufe der Geschichte konnte ich schon erahnen, dass es nicht besonders nervenaufreibend werden wird. Natürlich gab es zum Ende hin wieder viel Action, aber das war gar nicht so sehr, worauf ich gehofft hatte. Ich hatte mehr auf emotionale Spannung gewartet, auf das Mitfiebern. Leider hat es sich nicht eingestellt.

 

+ Ende
Das Ende widerum fand ich gelungen. Es war für mich zwar nicht die erwartete Auflösung, aber ich fand das Ende trotzdem sehr gut gewählt, weil es für mich auch vorstellbar war. Ich war beim Beenden des Buches ziemlich traurig darüber Thomas und die ganzen Anderes verlassen zu müssen. Ich habe gar nicht so richtig gemerkt gehabt, wie sehr sie mir ans Herz gewachsen sind.

 

+ Geheimakten
Das war eine wirklich gute Idee. Ich habe die Geheimakten in einem Rutsch durchgelesen, weil ich einfach unbedingt wissen wollte, wie alles angefangen hat, warum es dazu kam und welche Rolle Thomas und Teresa wirklich gespielt haben. Die Geheimakten konnte mich absolut fesseln. Ich hätte am liebsten noch viel mehr erfahren, auch von den anderen Charakteren.

 

Bewertung: Note 3
Da ich den anderen beiden Teilen eine zwei gegeben habe, bleibt mir nichts anderes über als für dieses Werk eine drei zu vergeben. Es war für mich eindeutig nicht so gut wie Teil eins und zwei, daher muss die Abstufung vorgenommen werden. Mir fehlte es hier viel an Spannung, der Verlauf konnte mich diesmal kaum mitreißen. Auch das Setting konnte mich diesmal nicht ganz von sich überzeugen, dafür glänzten aber die Charaktere wieder und auch das Ende war für mich absolut zufriedenstellend. Insgesamt gebe ich der Trilogie eine zwei, weil ich gut unterhalten wurde. Ich würde diese Reihe jedem Dystopiefan empfehlen. Ich habe sie sehr gerne gelesen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2015/01/james-dashner-die-auserwahlten-in-der_15.html

ein guter, spannender zweiter Teil

Die Auserwählten - In der Brandwüste (Maze Runner, #2) - James Dashner, Anke Caroline Burger

James Dashner: Die Auserwählten in der Brandwüste
Chickenhouse Verlag | 496 Seiten | Erscheinungsjahr 2010 | Originaltitel: The Scorch Trials

 

Zitat
"Wer's glaubt, wird selig", sagte Minoh. "Und Bratpfanne kriegt Babys, Winston wird seine Monsterakne los, und unser lieber Thomas wird zum ersten Mal lächeln." Thomas dreht sich zu Minoh um und grinste ihn mit einem aufgesetzten breiten Lächeln an. "Zufrieden?" "Alter", sagte Minoh, "bist du hässlich." "Na wenn du's sagst."

 

+ Einstieg
Besser ging der Einstieg in den zweiten Teil dieser Trilogie eigentlich gar nicht, weil er nahtlos an den ersten Band angeknüpft hat. Ich, als Leser, hatte nicht das Gefühl, dass mir ein Teil fehlt. Man konnte praktisch genau da weiterlesen, wo das erste Buch aufgehört hat. Das fand ich besonders gut, weil ich alle drei Bücher hintereinander lese. Ich habe mich gleich wieder wohlgefühlt bei Thomas und den anderen.

 

+ Schreibstil
Diesmal hat mir der Schreibstil besser gefallen, ich kann aber nicht genau sagen, ob es daran lag, dass ich diesmal nur leise gelesen habe, oder ob sich wirklich etwas geändert hat. Es viel mir sehr leicht die Geschichte zu lesen, auch hat mir der auktoriale Erzähler wieder sehr gut gefallen. Ich hatte das Gefühl die Sätze sind diesmal nicht so ganz so kompliziert und verschachtelt geschrieben.

 

+ Charaktere
Natürlich habe ich die Charaktere geliebt und war schon sehr gespannt auf neue Charaktere, auf die man auch gar nicht lange warten musste. Aris haben wir neu kennengelernt, der mir nicht so sympathisch war, aber man hat auch recht wenig von ihm gelesen. Wen ich von den neuen Charakteren wirklich sehr mochte war Brenda. Ich glaube ich wäre ihr in vielerlei Hinsicht ziemlich ähnlich gewesen, auch wenn ich lange nicht so mutig wäre wie sie. Leider hat man von Gruppe B noch nicht all zu viel gelesen, aber ich hoffe, dass sich das im dritten Teil dann ändert.

 

+ Setting
Die Brandwüste war wirklich gut beschrieben. Vor allem der Anfang, als die Jungs erst einmal dort hingelangen mussten und auch im weiteren Verlauf, war die Umgebung sehr gut und manchmal sehr bedrückend beschrieben. Ich konnte mir vorstellen, wie es wäre, an der Stelle der Jungs zu sein und jetzt dort nicht weg zu können. Die Orte in diesem Buch sprühen quasi vor Angst und Tod.

 

+ Verlauf
Ich sage mal der Verlauf war positiv, denn das war er auch überwiegend, aber nicht alles war gut. Am Anfang war es richtig spannend und das blieb es auch wirklich bis circa zur Mitte oder einem dreiviertel zumindest, aber dann ließ die Spannung für mich ein bisschen nach. Der Ausgang vieler Situationen war für mich vorhersehbar und deswegen nicht ganz so spannend. Aber ich gebe zu, einmal haben mir ganz schön die Knie geschlottert. Ich hatte solche Angst, dass ich tatsächlich dachte, dass ich nicht mehr einschlafen würde in dieser Nacht. Insgesamt war es ein guter Verlauf, der zwar nicht immer hochspannend war, mich aber zumindest nicht gelangweilt hat.

 

+ Ende
Das Ende war mal wieder grandios. Es erwartet den Leser mal wieder ein fieser Cliffhanger, sodass man sofort weiterlesen möchte. Ich bin ganz aufgeregt und muss jetzt auf jeden Fall den dritten und damit letzten Band lesen. Einiges am Ende hat mich ein bisschen verwirrt und ich erhoffe mir Antworten im letzten Teil. Besonders gut fand, ich dass die Chefin von ANGST sich am Ende wieder zu Wort meldet.

 

Bewertung: Note 2
Auch dieser Teil der Maze Runner Trilogie bekommt von mir eine zwei, was hier nur am Verlauf gelegen hat, der meiner Meinung nach ab ca. der Hälfte ein bisschen an Spannung nachgelassen hat. Es war nicht langweilig, aber der Ausgang vieler Situationen war für mich vorhersehbar. Die Charaktere waren gewohnt gut und auch die, die neu dazugekommen sind waren sehr gut charakterisiert. Abgesehen vom Verlauf konnte auch dieser Teil mich voll und ganz von sich überzeugen. Diesmal war es für mich auch leichter mich auf die Geschichte einzulassen, da ich keine Filmvorgabe hatte.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2015/01/james-dashner-die-auserwahlten-in-der.html

ein toller auftakt für diese Trilogie

Die Auserwählten - Im Labyrinth (Maze Runner, #1) - James Dashner, Anke Caroline Burger

James Dashner: Die Auserwählten im Labyrinth
Chickenhouse Verlag | 496 Seiten | Erscheinungsjahr: 2009 | Originaltitel: Maze Runner

 

+ Einstieg
Der Einstieg in die Trilogie fiel mir sehr leicht, weil ich zu vor den Film im Kino gesehen hatte und daher schon eine ungefähre Vorstellung von den Vorgängen hatte. Ich empfand so etwas wie Wiedersehensfreude als ich begann das Buch zu lesen.

 

- Schreib/Stil
Der auktoriale Erzähler passt gut zur Geschichte, man konnte sich einen guten Eindruck verschaffen. Was mich allerdings gestört hat war der Schreibstil. Vielleicht wäre es mir gar nicht aufgefallen wenn meine Freundin <a href="http://www.immermitbuch.de">Jassi</a> und ich uns nicht immer gegenseitig vorgelesen hätten, aber die Sätze waren oftmals sehr verschachtelt oder zu kompliziert geschrieben. Bei manchen Szenen hatte ich den Eindruck, dass die Gespräche sehr gestellt wirkten.  Außerdem haben mich diese ständigen Wiederholungen genervt, dass Thomas immer wieder dachte, dass er nichts weiß, aber doch was weiß und nicht weiß was und dass Chuck nervt. Ich meine das habe ich auch nach den ersten drei Erwähnungen verstanden. Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, war, dass die Lichter ihre eigene Sprache entwickelt haben und dieses Vokabular auch immer genutzt haben.

 

+ Charaktere
Thomas war mir unheimlich sympathisch, auch wenn ich ihn, vom Film  her, noch ein bisschen freundlicher in Erinnerung hatte. Es hat mich ein bisschen gestört, dass er im Buch immer so genervt von Chuck war. Insgesamt hatte ich die Charaktere wie Newt und Alby, beispielsweise, freundlicher in Erinnerung. Das mochte ich am Film ehrlich gesagt ein wenig lieber, auch wenn es nicht besonders realistisch ist. Chuck hingegen hat sich sowohl im Film als auch im Buch in mein Herz geschlichen. Ich fand ihn einfach nur liebenwürdig. Die Protagonisten waren sehr gut charakterisiert, vorstellbar und realistisch.

 

+ Setting
Ach ich habe das Setting geliebt. Nicht, dass ich da gerne gewesen wäre, aber die Atmosphäre war einfach sehr gut beschrieben. Ich konnte mir wirklich haargenau vorstellen, wie es dort wäre, wie die Aufteilung und wie das Labyrinth auf einen wirkt. Zum Teil deckt es sich mit dem Film, aber in einigen Aspekten ist es unterschiedlich, auch diese konnte ich mir sehr gut vorstellen, wie zum Beispiel das Gehöft oder den Kartenraum.

 

+ Verlauf
Ich kann leider nicht so recht sagen, ob der Verlauf spannend war oder nicht, weil ich aus dem Film schon wusste wie das Ganze enden würde. Dadurch habe ich mir teilweise auch selber die Lesefreude genommen, aber ich würde schon sagen, dass der Verlauf spannend war. Es gab immer wieder Höhepunkte und die Lösung des Labyrinths war im Buch auch ganz anders als im Film. Ich muss sagen, dass mir das im Buch besser gefallen hat und ich nicht weiß, warum sie es im Film geändert haben. Ich habe das Buch mit meiner Freundin zusammen gelesen und die war immer sehr gespannt, also kann ich schon sagen, dass das Buch spannend war und der Verlauf mir gefallen hat.

 

+ Ende
Mir hat das Ende gut gefallen, auch wenn ich einen Aspekt nicht ganz verstanden habe, aber ich habe Hoffnung, dass sich das noch aufklären wird. Wegen einer Sache habe ich fast angefangen zu weinen, ich konnte die Tränen gerade so zurückhalten. Der Epilog hat die Neugier dann noch einmal angestachelt und ich wollte natürlich unbedingt wissen wie es weitergeht.

 

Zitat

Thomas wusste, dass er sich stolz oder mutig oder etwas in der Art fühlen sollte, aber da war nichts. Nur Müdigkeit und Erleichterung. "Was haben wir anders gemacht?" "Keine Ahnung. Einen Toten kann man schlecht fragen, was er falsch gemacht hat."

 

Bewertung: Note 2
Insgesamt bekommt "Die Auserwählten im Labyrinth" eine zwei von mir. Ich fand die Geschichte interessant, die Charaktere waren toll beschrieben und auch der Verlauf ist als spannend zu beschreiben, auch wenn mir der Film die Spannung eigentlich genommen hatte. Es war keine freiwillige Entscheidung gewesen, den Film zu schauen bevor ich das Buch gelesen habe, da der Film in der Sneak Preview kam, trotzdem hat mir das Buch gefallen. Wer eine spannende und gut durchdachte Dystopie anfangen will, der ist bei diesem Buch genau an der richtigen Stelle.

 

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2015/01/james-dashner-die-auserwahlten-im.html

selten wurde dieser Plott so voller Humor und Liebe umgesetzt

Das Beste, das mir nie passiert ist: Roman - Jimmy Rice, Laura Tait, Marion Herbert

Jimmy Rice & Laura Tait: Das Beste, das mir nie passiert ist
Dumont Verlag | 384 Seiten | Erscheinungsjahr: 2014 | Originaltitel: The Best Thing that never happened to me

 

+ Einstieg
Schon bei den ersten Worten in diesem Buch hat mein Herz höher geschlagen. Alex ist mir auf Anhieb sympathisch. Er ist einfach zum Knuddeln, weil er eine Freundschaft mit aus der Mode gekommenen Sachen und Yes-Törtchen vergleicht - alles hat eine zweite Chance verdient. Ich hatte sofort ein gutes Gefühl, ich konnte schon dort ahnen, dass mir die Geschichte gefallen wird. Es wird in wenigen Sätzen, wenigen Augenblicken klar, dass das was Besonderes ist, was Alex und Holly verbindet.

 

+ Schreibstil
Das Buch wurde von zwei Autoren geschrieben. Laure Tait schrieb den Part von Holly und Jimmy Rice schrieb den Part von Alex. Ich liebe den Schreibstil beider Autoren. Ich liebe, liebe, liebe ihn. Ich habe erst im Nachhinein richtig gemerkt, dass es kleine Unterschiede zwischen ihren Schreibstilen gab. Alex und Holly sind beide Ich-Erzähler der Geschichte. Alex' Part war immer eher ein bisschen knuffig und Hollys Part schien ein bisschen erwachsener, aber nicht minder chaotisch.

 

+ Charaktere
Alex und Holly sind die Protagonisten der Geschichte und ich liebe sie beide. Ich hätte Alex wirklich gerne als besten Freund und Holly als Freundin. Die Beiden würden verdammt gut zu mir passen. Sie scheinen äußerlich beide absolut unkompliziert zu sein und sind innerlich das totale Chaos. Beide Charaktere sind zu hundert Prozent überzeugend und authentisch, wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, sie sind real. Die Nebencharaktere sind ebenfalls gut charakterisiert und vorstellbar. Kev hat mir besonders gut gefallen, weil es immer so einen Typ Kumpel gibt, der einem eigentlich tierisch auf die Nerven fällt, den man aber trotzdem unheimlich lieb hat. Melissa war mir als Einzige absolut unsympathisch, aber das wird jeder verstehen, der dieses Buch gelesen hat. Wie ich sie schütteln wollte.

 

+ Setting
Ich fand London toll als Hauptschauplatz des Buches, weil ich selber schon mal in London war und man sich die Gegebenheiten dort auch gut vorstellen kann, wenn man noch nie da war. Es ist eine aufregende, chaotische, lebhafte Großstadt, die ihre Sonnen- und Schattenseiten hat. Im krassen Gegensatz zu London steht Mothston, die Stadt in der Holly und Alex aufgewachsen sind. Mothston wirkt wie ein kleines Dorf in dem jeder jeden kennt und irgendwie hat das auch etwas für sich.

 

+ Verlauf
Der Verlauf hat mir sehr gut gefallen. Am liebsten hätte ich Holly und Alex geschüttelt. Ich habe mich schon am Anfang gefragt, warum sie es dem anderen nicht sagen, aber ich konnte es auch nachvollziehen. Ich habe mit ihnen mitgefiebert und habe gehofft, dass einer von Beiden mal den Mut zusammenfassen wird, um es dem Anderen zu sagen. Es hat mir besonders gefallen, dass die Geschichte nicht nur in der Gegenwart gespielt hat, sondern es auch immer mal wieder Rückblicke in die Vergangenheit von Alex und Holly gab. So hat man einen besseren Eindruck davon bekommen, wie die Beiden sich den Weg zueinander verbaut haben.

 

+ Ende
Zuerst war ich regelrecht ein bisschen geschockt. Es gab nochmal einen richtigen Spannungshöhepunkt, doch dann war ich wirklich zufrieden mit diesem Ende. Am liebsten hätte ich noch 100 Seiten mehr von Alex und Holly gelesen, aber mit dem Ende konnte man die Geschichte gut abschließen.

 

Zitate:
* Ich schnappe mir meinen Block und beginne mit meiner To-do-Liste. Ich liebe To-do-Listen. Andere Leute stehen auf Schuhekaufen, Schokodonuts oder Facebook. Ich stehe darauf Dinge aufzuschreiben, die ich erledigen muss, und sie dann durchzustreichen, sobald sie erledigt sind.

 

* Hinter dem Schein der Straßenlaternen kann ich den wolkenlosen Nachthimmel sehen, und ich erinnere mich, dass mir einmal jemand erzählt hat, dass die meisten der für das menschliche Auge sichtbaren Sterne gar nicht mehr existieren; sie sind verloschen, aber weil das Licht so lange braucht, um bei uns anzukommen, kann man sie immer noch sehen. Und so weiß man eigentlich nie, ob das , was man gerade vor sich hat, tatsächlich echt ist oder nicht. 

 

* Uns als Mum vor ein paar Jahres erwähnte, dass sie Ellies Tante getroffen habe, die ihr erzählte, bei Ellie sei eine chronische Darminkontinenz festgestellt worden, bereitete es mir auch ein WINZIGES bisschen Freude zu wissen, dass sie sich manchmal in der Öffentlichkeit vollscheißt.

 

Bewertung: Note 1
Da brauche ich wirklich gar nicht lange überlegen. Ich bin so froh, dass ich dieses Buch gelesen habe. Die Geschichte ist zwar nicht vollkommen neu, aber ich habe sie noch nie auf eine so humorvolle, nette Art gelesen. Ich war verliebt in Holly und Alex und wollte einfach nur, dass sie zusammenfinden. Und ob sie wirklich zusammengefunden haben? Lest es! Das Buch ist etwas für jeden Leser, der gerne Bücher mit viel Liebe, Freundschaft und Humor liest.

 

Kommentarfrage
Wie seht ihr die Situation in seine/n beste/n Freund/in verliebt zu sein?
Kann das was werden oder ist es zum Scheitern verurteilt?

 

Ich persönlich war noch nie in der Situation mich in meinen besten Freund zu verlieben, vielleicht mal eine Schwärmerei früher, aber nicht wirklich verliebt. Ich weiß nicht ob es bei allen funktionieren kann, wenn sich aus Freundschaft Liebe entwickelt, aber ich glaube, dass es schon einige gibt, bei denen es sicherlich funktioniert. Bei mir hat es sich dazu entwickelt, dass mein Liebster auch mein bester Freund ist. Es gibt nichts, was ich ihm nicht erzählen würde und er ist immer meine erste Anlaufstelle für alles in meinem Leben. Ohne ihn würde bei mir gar nichts mehr funktionieren. Ich bin froh, dass ich ihn habe, als festen und als besten Freund.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/12/jimmy-rice-laura-tait-das-beste-das-mir.html

eine berührende Familiengeschichte

Einfach unvergesslich: Roman - Rowan Coleman

Rowan Coleman: Einfach unvergesslich
Piper | 416 Seiten | Note | Erscheinungsjahr: 2014 | Teil einer Reihe: Nein

 

+ Einstieg
Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Man wird langsam an Claires Geschichte herangeführt. Im Prolog des Buches erfährt der Leser wie Claire und Greg sich kennengelernt haben und wie es dazu kam, dass sie nun zusammen leben, verheiratet sind und gemeinsam eine kleine Tochter groß ziehen. Außerdem wird der Leser das erste Mal mit Claires Krankheit konfrontiert. Zu diesem Zeitpunkt wird noch nicht klar und deutlich ausgesprochen an welcher Krankheit Claire leidet, aber auf mich hat es schon da sehr bedrohlich gewirkt.

 

+ Schreibstil
Ich muss ehrlich sagen, dass ich sehr beeindruckt bin von diesem Schreibstil, denn ich glaube noch nie konnte ich mich so gut in einen an Alzheimer Demenz erkrankten Menschen hineinversetzen. Der Ich-Erzähler und dass die Geschichte im Präsens geschrieben ist, passt sehr gut zum Buch, da es gerade für dieses Thema sehr wichtig ist, sich in die einzelnen Personen hineinversetzen zu können. Das Buch wird aus der Sicht von Claire und ihrer Tochter Caitlin erzählt und beide haben ihren ganz eignen Stil und sich doch sehr ähnlich. Ich habe oftmals mit Claire mitgefiebert, dass sie sich merkt, wo sie ist, was sie machen wollte und ich hatte mit ihr Angst, als sie es nicht mehr wusste. Der Schreibstil von Rowan Coleman ist wirklich mitreißend.

 

+ Charaktere
Dieses Buch strotzt nur so vor starken Charakteren. Natürlich ist da als aller erstes Claire, die an Alzheimer Demenz erkrankt ist und mit dem Verfall ihres Körpers, ihrem Gedächtnisses kämpft. Claire hat auf mich vollkommen natürlich und vorstellbar gewirkt. Wie ich schon erwähnt habe, konnte ich mich in sie hineinversetzen, konnte mir ihre Situation vorstellen und wollte sie einfach nur in den Arm nehmen und ihr Sicherheit geben. Ein Glück haben das andere für mich erledigt, nämlich zum Beispiel Claires Tochter Caitlin, die eigentlich auch mit sich selber zu tun hat, denn es gibt etwas, was Caitlin sehr belastet. Trotzdem kümmert sie sich um ihre Mutter und versucht ihr das Leben zu erleichtern, was widerum gar nicht so leicht ist. Außerdem sind da noch Claires Mom, Greg und Esther. Greg und Esther haben eher Nebenrollen in diesem Buch, denn Claire scheint als erstes zu vergessen wer Greg ist und was er für sie bedeutet. Greg tut mir oftmals leid. Ich wollte mich gar nicht so richtig in ihn hineinversetzen, weil es mich sehr traurig gemacht hätte. Insgesamt waren alle Charaktere sehr gut und vorstellbar beschrieben, ich hatte ein gutes Bild von dieser Familie vor Augen.

 

+ Verlauf
Das Buch spielt in der Gegenwart und wird immer mal wieder durch Eintragungen aus dem Erinnerungsbuch aufgelockert. In das Erinnerungsbuch dürfen alle aus ihrer Familie hineinschreiben, oder auch in Esthers Fall malen. Alles was mit Erinnerungen an Claire zu tun hat, oder mit Claires Erinnerungen, im Fall ihrer eigenen Eintragungen, darf in dieses Buch geschrieben werden. Ich finde die Idee unglaublich schön, weil man so nochmal einen anderen Blick auf Claire und ihre Familie werfen kann. Außerdem lockert es die manchmal sehr anstrengende Gegenwart auf. Der Verlauf der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, weil es immer wieder etwas neues gab, manchmal wiederholten sich Vorgänge und Gedanken, aber gerade das ist vollkommen normal bei einem Alzheimer Kranken. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte und ihr Geschehen hineinversetzen. Ich war wirklich gebannt und wollte wissen was als nächstes passieren wird.

 

+ Ende
Eigentlich mag ich keine offenen Ende. Das Buch endet mit einem Eintrag von Claires Mom und man erfährt nicht, was aus Claire geworden ist, wie viel Zeit sie noch mit ihren Liebsten verbringen konnte, was aus Caitlin wird und so weiter. Aber genau das finde ich bei diesem Buch gerade richtig. Es ist ein offenes Ende mit dem ich das Buch trotzdem wirklich gut beenden kann. Ich finde die Autorin hat sich auch genau den richtigen Moment ausgesucht um es zu beenden.

 

Zitate

* "Was ist passiert?" Er sieht aus, als würde er sich amüsieren. ich habe Lust, mich ihm entgegenzulehnen, das man heißen, dass er magnetisch ist.

 

* Ich höre ihr dabei zu, wie sie Caitlin anruft. Nach der anfänglichen Begrüßung steht sie auf und geht mit dem Telefon hinaus. Ich sehe sie durchs Fenster unter einer Straßenlaterne stehen, die eine Hand am Ohr, die andere frei gestikulierend. Sie nickt, dann legt sie auf und atmet einmal kräftig durch, bevor sie wieder hereinkommt und sich an meinen Tisch setzt. "Sie kommt gleich", sagt sie. Sie wirkt so nett, dass ich mich gar nicht traue, sie zu fragen, von wem sie spricht."

 

* Ich habe Angst vor dem Tag, an dem ich vor ihr stehe und sie nicht weiß, wer ich bin. An dem sie vergessen hat, wozu ich eigentlich da bin, genau wie das Lenkrad im Auto. Doch als ich das Lehrerzimmer betrete, lächelt sie mich an. Sie hält einen großen Strauß Supermarktblumen im Arm. "Guck mal!" Fröhlich winkt sie mit den Blumen. "Duftdinger! Sind die nicht schön?" Ich frage mich, ob es ihr selbst auffällt, dass sie das Wort "Blumen" vergessen hat, sage aber nichts.

 

* "Ich glaube Liebe vergeht nicht. Liebe ist die wahre Erinnerung. Liebe ist das, was bleibt, wenn wir nicht mehr sind. Ich glaube, diese Gefühle sind viel echter, viel realer als unsere Körper und alles, was mit unseren Körpern schieflaufen kann. Das hier" - sie kneift sich in den Arm - "ist nur die Verpackung."

 

Bewertung: Note
Ich weiß gar nicht so richtig, was ich diesem Buch für eine Note geben soll. Einerseits hat die Geschichte mich wirklich berührt und ich habe selten etwas Vergleichbares gelesen, andererseits hat es meine Erwartungen nicht übertroffen. Es wurde mir genau das geboten, was ich von diesem Buch erwartet habe. Eine berührende, manchmal aufwühlende Geschichte über eine Frau mit Alzheimer Demenz und ihre Familie. Ich gebe dem Buch eine zwei plus. Ich würde dieses Buch alle Lesern empfehlen, die in ihrem Alltag mit dementen Menschen zu tun haben und allen, die sich für dieses Thema interessieren. Ich denke, man kann nur davon profitieren, dieses Buch zu lesen.

 

Kommentarfrage
Habt ihr schon einmal etwas mit an (Alzheimer-)Demenz erkrankten Menschen zu tun gehabt?

Ich arbeite in einem Altenheim in Bremen und habe jeden Tag etwas mit alten und manchmal auch dementen Menschen zu tun. Als ich mit diesem Job angefangen habe, dachte ich zuerst, dass alte Menschen nichts für mich sind, aber umso länger ich mit ihnen arbeite, umso lieber mache ich es. Ich bin keine Pflegekraft, sondern arbeite als Ergotherapeutin im Team der sozialen Betreuung mit und  kümmere mich um das psychische und emotionale Wohlbefinden der Bewohner. Dieses Buch bietet auch mir noch einmal eine ganz andere Perpektive.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/12/rowan-coleman-einfach-unvergesslich.html

es war okay, aber mehr leider nicht.

Der ungewöhnliche Held aus Zimmer 13B - Teresa Toten, Ann Lecker

Mit eigenen Worten
Als Adam das Mädchen Robyn trifft, weiß er nach einer Sekunde, dass sie die Liebe seines Lebens ist. Ihre kohlschwarzen Wimpern und himmelblauen Augen hauen ihn einfach aus seinen farbabgestimmten Socken. Doch wie soll er je eine normale Beziehung mit Robyn haben, wenn sein Leben alles andere als normal verläuft? Zum einen gibt es seine geschiedenen Eltern und den kleinen Halbbruder, der wie eine Klette an Adam klebt zum anderen kämpft Adam mit dem Ungeheuer namens Zwangsneurose. Noch dazu bekommt seine Mutter seit kurzem Drohbriefe. Doch Adam will Robyns Batman sein und gemeinsam können sie vielleicht alles Böse der Welt besiegen.

 

Wirkung
Das Cover ist einfach süß. Ich fand das wirklich niedlich, weil im Bezug auf den Klappentext so mutig und außergewöhnlich wirkt. Der Titel hat mir auch gleich gut gefallen, er hat mich neugierig gemacht und passt sehr schön zum Inhalt des Buches. Äußerlich also schon mal sehr gut.

 

Positives
Der Einstieg in das Buch war super, ich war von Anfang an genauso verzaubert von Robyn, wie Adam. Ich fand es sehr nett die Gruppe gleich am Anfang kennenzulernen. Es hat mich ein bisschen an den Anfang von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" erinnert. Es gab gleich zu Beginn viele verschiedene Charaktere kennenzulernen, was mir aber recht leicht gelungen ist. Der Verlauf der Geschichte war in Ordnung. Es war für mich die meiste Zeit leider nicht besonders spannend, es lief mehr so vor sich her und vieles wurde wiederholt, doch dann kam der Kracher. Es gab in der Geschichte eine Wendung so ziemlich zum Ende, die mich quasi von den Socken gehauen hat. Endlich mal etwas mit dem ich bei dieser Geschichte nicht gerechnet hatte. Alles andere lief irgendwie seicht vor sich hin. Das Ende dann wiederum fand ich richtig gut. Die Erklärungen waren für mich logisch nachvollziehbar und man hat einen gewissen Zusammenhalt erkennen können, Adam ist über sich hinausgewachsen. In gewisser Hinsicht tat er mir ein bisschen Leid, aberseine Entscheidung bezüglich Robyn fand ich einfach nur doof und klischeehaft. Das hat mir so gar nicht gepasst.

 

Negatives
Leider gab es bei diesem Buch ein paar mehr Punkte, die mich nicht so richtig von sich überzeugen konnten. Angefangen mit dem Schreibstil. Oftmals war der Schreibstil mir zu anstrengend. Sätze wurden mir zu kompliziert formuliert und der auktoriale Erzähler hat meiner Meinung nach nicht zu der Geschichte gepasst. Mir hätte ein Ich-Erzähler deutlich besser gefallen. Weiter ging es gleich mit den Charakteren, die ich zwar, soweit wie sie beschrieben waren, ganz gut fand, aber das ging mir insgesamt nicht genug in die Tiefe. Ich hätte Adam gerne noch besser kennengelernt, oftmals habe ich Ausführungen im Bezug auf ihn nicht verstanden. Auch Robyn blieb für die Gewichtung ihrer Rolle in der Geschichte recht blass, ebenso wie andere Charaktere, wie beispielsweise Sweetie. Ich frage mich immer noch, was mit dem eigentlich verkehrt war. Den Verlauf der Geschichte habe ich zwar bei Positives auch erwähnt, aber er war nicht so gut, dass man ihn hier nicht erwähnen sollte. Ich sagte ja schon, dass das Ganze für mich zu seicht war, mir haben die Ereignisse gefehlt, die großen Emotionen.

 

Zitat
Sie redete über die Arbeit, er redete über die Schule. Carmella erwähnte, dass man sie am Ende des Jahres vielleicht befördern würde, und Adam sagte, dass die Gruppe eigentlich doch etwas bringen würde. Und während dieser ganzen Zeit erzählen sie sich alles, außer den Dingen, die sie sich nicht erzählten. Mutter und Sohn waren so ehrlich zu einander, wie es zwei Leute, die sich gegenseitig belogen, sein konnten.

 

Bewertung
Note 3 {befriedigend}
Meiner Meinung nach hat die Geschichte echtes Potential gehabt, aber leider wurde es verschenkt. Die Charaktere blieben blass und auch der Erzählstil hat für mich nicht wirklich zum Buch gepasst. Der Schreibstil war für mich zu anstrengend für ein Jugendbuch. Trotzdem ist es nicht so schlecht wie es sich jetzt anhört. Ich hatte einfach zu hohe Erwartungen an dieses Buch. Glänzen konnte die Geschichte durch den Einstieg, durch die Gruppe, die mir als Leser auch wirklich viel gegeben hat und die Entwicklung die Adam im Laufe der Geschichte durch macht, ebenso wie durch das Ende. Das Buch bekommt von mir eine drei, weil es ein nettes Buch für zwischendurch ist, von dem man aber nicht zu viel erwarten sollte.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/10/teresa-toten-der-ungewohnliche-held-aus.html

ein zweiter Teil mit einem Sinn! Sehr gut.

NACHTSONNE - Der Weg des Widerstands (Die Nachtsonne Chroniken) - Laura Newman

Produktinformation
Nachdem sich Nova und ihre Freunde der Division angeschlossen haben, stehen sie erst am Anfang eines kräftezehrenden Kampfes gegen die Führung der HUBs. Während sie weiterhin einen Weg suchen, um den Menschen endlich die Wahrheit zu bringen, bekommt die Erde den Todeskampf der Sonne immer deutlicher zu spüren. Der Weg des Widerstands birgt viele Risiken und stellt den Mut unserer Flüchtlinge erneut auf eine harte Probe.

 

Wirkung
Das Cover gefällt mir super, weil es dem Cover des ersten Bandes ähnlich ist, aber schon einen Verlauf der Geschichte zeigt. Das heißt, man erkennt, Nova ist nicht mehr alleine und irgendwas ist dabei zu passieren. Der Titel bzw. der Untertitel ist ebenfalls sehr passend, denn genau darum geht es in diesem zweiten Teil.

 

Positives
Der Einstieg in den zweiten Teil der Nachtsonne Trilogie hat mir sehr gut gefallen, weil man einfach wieder ins Geschehen der Division und Novas Leben hineinstolpert. Es ist ein bisschen als wäre man verreist gewesen und ist nun wieder mit dabei. Trotzdem wusste ich sofort wo in der Geschichte ich mich befinde. Der Schreibstil der Autorin ist unverändert gut, es ist bei der Ich-Erzählerin geblieben, die durch Nova verkörpert wird. Die Geschichte ist leicht und locker zu lesen. Die Charakteren Konstellation bleibt zum Großteil wie im ersten Band, somit ist man mit ihnen schon vertraut. Vor allem die Protagonisten Nova und Joaquim lernt man in diesem Band nochmal ein bisschen näher kennen. Nova ist für mich immer noch ein sehr sympathisch Charakter, auch wenn sie manchmal ein bisschen unsicher erscheint. Sie zieht ihr Ding durch und trifft meistens auch die richtigen Entscheidungen, ohne damit zu protzen. Das gefällt mir. Ein Charakter ist zu den vordergründig wichtigen Charakteren hinzu gekommen, von dem ich nicht so genau weiß, was ich von ihm halten soll. Ich sag jetzt mal nicht den Namen, denn ich will ja nicht zu viel verraten, aber ich glaube da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Ich weiß noch nicht, wie ich ihn einordnen soll. Ich bin gespannt, welche Entwicklung dieser Charakter noch durchmachen wird. Der Verlauf hat mir sehr gut gefallen, weil es in der gesamten Geschichte keine Durststrecken gibt. Es blieb durchweg interessant, teilweise wurde es wirklich spannend und meistens konnte ich nicht ahnen, was als nächstes passieren wird. Einmal habe ich den Ausgang einer Szene erwartet, war dann aber trotzdem schockiert, als es tatsächlich dazu kam. Bei einer Szene habe ich sogar ein paar Tränchen vergossen. Aber dieser zweite Teil hat für mich einen absoluten Pluspunkt, nämlich dass er nicht einfach nur Füllmaterial ist, weil die Autorin eine Trilogie schreiben wollte. Dieser zweite Band ist gefüllt mit für die Geschichte relevanten Ereignissen, Verläufen und Charakterentwicklungen. Das Ende war meiner Meinung nach sehr gut gewählt, da es mich wirklich wahnsinnig neugierig gemacht hat auf den dritten und damit letzten Teil dieser Reihe.

 

Negatives
Diesmal habe ich nichts zu beanstanden.

 

Zitat
"Dann geht's los, Honey. Versuch mein Gesicht heil zu lassen, ja? Ich will mich vor den Jungs nicht blamieren." Ich schaue ihn überheblich an. "Notfalls sagst du einfach, ein Soldat hat dich übel zugerichtet. Das dürfte wohl mit deiner Männlichkeit vereinbar sein."

 

Bewertung
Note 1 {sehr gut}
Ein wirklich guter zweiter Teil, der mich von sich überzeugen konnte. Ich habe mich nach dem Lesen des ersten Teil damit abgefunden, dass die Charaktere einen Drift haben und konnte mich somit auch voll uns ganz auf den weiteren Verlauf der Trilogie einstellen. Dieser zweite Band ist meiner Meinung nach wirklich gelungen, weil er vor allem durch einen relevanten Verlauf glänzt, der spannend bleibt und dem Leser am Ende einen fiesen Cliffhanger serviert.
Wir gerne Dystopien liest, sollte sich die Nachtsonne-Trilogie nicht entgehen lassen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/10/laura-newman-nachtsonne-der-weg-des.html

eine wirklich süße Geschichte

Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick - Jennifer E. Smith, Ingo Herzke

Produktinformation
Hadley könnte sich wirklich Schöneres vorstellen, als auf der Hochzeit ihres Vaters Brautjungfer zu spielen. Aber dass sie ihr Flugzeug verpasst und auf dem New Yorker Flughafen festsitzt, hat sie doch nicht gewollt. Genauso wenig hatte sie vor, sich hier rettungslos zu verlieben. In den Jungen mit den verwuschelten Haaren, der wie sie nach London muss. Hadley bleibt genau eine Fluglänge Zeit, um Olivers Herz zu gewinnen ...

Wirkung
Das Cover ist ehrlich gesagt nicht so meins. Ich kann gar nicht richtig erkennen, was dort eigentlich abgebildet ist hinter der Schrift. Ein Gesicht sehe ich, aber was ist das ringsherum? Den Titel finde ich wirklich toll und er passt auch fabelhaft zum Buch.
Die Sprecherin fand ich sehr gut. Sie hat eine sehr angenehme Stimme, bei der es nicht anstrengend ist ihr zu zuhören. Ich mochte ihre Sprechweise. Es war immer leicht zu unterscheiden wer gerade sprach, sodass es nicht zu Verwirrungen kam.

Positives
Der Einstieg in die Geschichte war sehr angenehm. Hadley erklärt ihre Situation und wo sie sich befindet, dadurch kam ich gut in die Geschichte rein. Hadley ist mir von Anfang an sehr sympathisch gewesen. Der Schreibstil war sehr angenehm zum Hören und ich denke auch zum Lesen. Hadley ist die Ich-Erzählerin des Buches und führt den Leser mit einer Portion Witz, Charme und Emotionen durch die Geschichte. Aber nicht nur Hadley war mir sehr sympathisch, sondern auch Oliver. Oliver ist frech und nett und einfach ein Typ zum Verlieben. Ich habe mich immer wohlgefühlt, wenn es um ihn ging. Fast ein bisschen so, als wenn ich selber ihn kennengelernt hätte. Ja, ich war ein bisschen traurig, als ich das Hörbuch beendet hatte. Der Verlauf der Geschichte hat mir sehr zugesagt. Alles beginnt damit, dass die Beiden sich zufällig am Flughafen kennenlernen und dann nimmt die Geschichte der Beiden ihren Lauf. Man merkt, dass sowohl Hadley, als auch Oliver eine Entwicklung durchmachen. Es ist spannend zu hören, wie die Beiden merken, dass sie sich eigentlich doch ein bisschen mehr als nur nett finden. Das Ende war wirklich süß und war im Bezug auf den Titel ein toller Abschluss für das Buch.

Negatives
Das Einzige was mich ein bisschen gestört hat, waren Hadley Monologe im Kopf in denen sie oftmals Sachverhalte wiederholt hat, die sie schon ein paar Mal gedacht hat. Wie sauer sie auf ihren Dad war und wie wenig sie die neue von ihrem Dad leiden konnte und so weiter. Das wurde mir leider zu oft wiederholt.

Im Kopf geblieben
Was ist denn nun wirklich dein Forschungsprojekt?" "Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick."

Bewertung
Note 2 {gut}
Dieses Hörbuch bekommt von mir eine zwei, weil es meine Erwartungen erfüllt hat. Ich wollte eine entspannende, süße Liebesgeschichte hören und die habe ich auch bekommen. Leider hat Hadley oftmals Sachverhalte in ihrem Kopf mehrmals wiederholt, das war aber wirklich das Einzige was mich ein wenig gestört hat. Alles andere war wirklich top! Ein toller Schreibstil, wunderbare Protagonisten, ein Verlauf ,bei dem man einfach weiterhören musste, und ein Ende, was einem das Herz erwärmt.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/10/jennifer-e-smith-die-statistische.html

positiv und emotional ohen zu übertreiben

Das Glücksbüro - Andreas Izquierdo

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Albert Glück ist ein seltsamer Kauz. Er ist knapp über fünfzig, ein wenig trocken, penibel, und er arbeitet im Amt für Verwaltungsangelegenheiten. Formulare, Stempel, Dienstvorschriften sind seine Welt, in der er sich gut eingerichtet hat. Ganz wörtlich, denn Albert arbeitet nicht nur in dem Amt, er wohnt auch dort. Von allen unbemerkt hat er im Keller einen kleinen Raum bezogen und verbringt zufrieden seine Tage im immer gleichen Rhythmus. Doch eines Tages wird Alberts sorgsam eingehaltene Ordnung durcheinandergebracht. Auf seinem Schreibtisch landet ein Antrag, den es eigentlich gar nicht geben dürfte, denn er beantragt – nichts! Albert tut alles, um diesen unseligen Antrag loszuwerden, doch vergeblich: Immer wieder kehrt er auf seinen Schreibtisch zurück. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich auf den Weg zum Antragsteller zu machen. So trifft Albert auf Anna Sugus, eine ziemlich wilde Künstlerin, die Alberts Welt ganz schön auf den Kopf stellt …

 

Wirkung
Das Cover ist wirklich einfach zuckersüß. Ich gebe zu, es ist auch das, was mich an dem Buch so angezogen hat. Das Cover und der Titel waren für mich wirkliche Magneten. Die Farben sind einfach schön und auch die Gestaltung ist total süß. Am Titel gefällt mir, dass er einfach in mehrfachem Sinne zum Buch passt.

 

Positives
Am Anfang des Buches fällt man einfach so mitten in Alberts Leben hinein und lernt seine Gewohnheiten und seine Abläufe kennen. So konnte ich mir als Leser schon einen ersten Eindruck von Albert und seinem Leben im Amt verschaffen. Ich fand das herrlich unkompliziert, eben so, wie auch Albert auf mich wirkt. Erleichtert wurde das Kennenlernen durch einen sehr leichten Schreibstil, der sehr angenehm zu lesen war. Albert war ein wirklich toller Protagonist, der gar keine großen Worte benötigt um ihn zu beschreiben. Seine ganzen Denkweisen zeigten sich alle in seinem Handeln, was ich wirklich äußert sympathisch fand. Ich konnte ihn mir wirklich gut vorstellen und manchmal habe ich auch im Alltag gedacht: "Was Albert wohl dazu sagen würde?" Anna fand ich ebenfalls wirklich toll, aber sie blieb ein bisschen blasser als Albert. Ich fand Anna gut gewählt, weil sie das komplette Gegenteil von Albert war. Sie hat frischen Wind in sein Leben gebracht und er auch in ihrs. Manchmal stimmt das Sprichwort "Gegensätze ziehen sich an" eben doch. Der Verlauf der Geschichte war toll gestaltet, ich zumindest mochte es sehr. Anfangs war ich erst ein wenig skeptisch, da sich Alberts Tage einfach nur immer wieder wiederholten, aber das sollte seine Routine darstellen und das ist im Endeffekt auch wirklich gut herausgekommen. Albert und auch viele weitere Charaktere des Buches machen im Verlauf eine Entwicklung durch. Manche müssen erkennen, dass andere es nicht böse mit ihnen meinen, andere beweisen Stärke und Albert, der wächst über sich hinaus. Das Ende fand ich für dieses Buch genau passend, alles hat sich irgendwie gefügt und noch dazu war es dabei sehr emotional, ohne aufgesetzt zu wirken. Ein wirklich gutes Ende, um mit diesem Buch abzuschließen.

 

Negatives
Das einzige, was mich am Buch ein bisschen gestört hat, war der auktoriale Erzähler. Ich kam mit diesem Erzählstil bei der Geschichte nicht so richtig zurecht. Oftmals wurde dann von Albert auf Anna gesprungen, manchmal auf mitten in einem Absatz und dann kam bei mir große Verwirrung auf.

 

Zitat
Jetzt hingegen war es kalt, das Wasser lief ihm den Nacken hinab, aber alles war so neu, dass er das Gesicht sogar dann und wann in den Himmel hielt, damit die Tropfen ordentlich auf seine haut trommeln konnten. War er nicht gestern erst der Meinung gewesen, dass er nicht der Typ war, der den Kopf in die Wolken steckte? War das wirklich erst gestern gewesen? Denn es war herrlich, nicht zu sehen, wohin man ging. So befreiend. Er landete im Straßengraben. Fluchend rappelte er sich auf und beschloss, es mit der Freiheit nicht zu übertreiben.

 

Bewertung
Note 2 {gut}
Ich gebe dem "Glücksbüro" eine zwei, weil ich das Buch wirklich toll fand und ich gut unterhalten wurde. Alle meine Erwartungen an diese Geschichte wurden erfüllt, aber nicht übertroffen. Die Geschichte konnte mich nicht so sehr mitreißen, auch wenn sie wirklich toll zu lesen war. Ich habe für dieses Buch auch sehr lange gebraucht. Vielleicht liegt es auch daran.
Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die gerne mal eine etwas andere Liebesgeschichte lesen wollen, in der es nicht nur um Liebe geht, sondern auch darum, dass es manchmal großes Glück sein kann etwas in seinem Leben zu verändern.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/10/andreas-izquierdo-das-glucksburo.html

+ Idee & Thema || -Schreibstil || -Tempo (!!)

Blick in die Angst - Chevy Stevens

Produktinformation
Als die Psychotherapeutin Nadine eine junge Patientin behandelt, die aus einer Sekte geflüchtet ist, muss sie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen: Sie hat als Kind selbst in der "Fluss des Lebens"-Community gelebt. Was ist damals Furchtbares passiert? Und was hat die Sekte mit ihrer eigenen Tochter vor? Zu spät erkennt Nadine, dass sie noch immer in tödlicher Gefahr schwebt ...

 

Wirkung
Das Cover ist einfach unglaublich schön. Die Farben passen perfekt zusammen und der Titel fügt sich wunderbar ein. Ein wirklich schönes Cover. Der Titel passt sehr gut zum Inhalt des Buches, denn es hat sehr viel mit Angst zu tun.

 

Positives
Der Einstieg war sehr interessant und animierte mich sofort zum Weiterlesen. Ich kam gut in die Geschichte hinein. Anfangs dachte ich noch, dass es im Heather gehen wird, bald wurde mir aber klar, dass sie nur eine Nebenfigur darstellte und Nadine die ist, um die es gehen wird. Nadine war der Ich-Erzähler der Geschichte und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Ich konnte ihr Gefühle und Reaktionen nachvollziehen und fand es manchmal absolut beklemmend in ihre Vergangenheit abzutauchen. Es gab sehr viele Nebencharaktere, die alle nicht übermäßig oder unnötig beschrieben waren, was ich sehr gut fand. Sie waren gerade so beschrieben, dass man eine ungefähre Ahnung von ihnen hat. Auch der Verlauf der Geschichte konnte mich von sich überzeugen. Es gab immer wieder sehr spannende Passagen und Momente an denen ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte, weil ich wissen wollte, was Nadine eingefallen war, was damals wirklich passiert ist. Das Ende fand ich gut gewählt. Ich konnte gut mit dem Buch abschließend, alles war irgendwie harmonisch, es blieben keine ungeklärten Fragen über, sowas liebe ich.

 

Negatives
Der Schreibstil war leider nicht so mein Fall, weil er sehr detailliert und beschreibend war, das stört meinen Lesefluss besonders bei einem Thriller. Darunter hat auch das Tempo arg gelitten. Durch das Tempo wurde das Buch stellen weise echt langweilig und ich wollte es einfach nur gegen die Wand werfen.

 

Zitat
"Du lässt dich von irgend so einem Typen hypnotisieren?" Er hob eine Augenbraue, ein Feixen umspielte seinen Mundwinkel. "Es geht darum, vergrabene Erinnerungen aufzudecken, das ist völlig seriös. Der Therapeut glaubt, dass irgendetwas mit mir passiert ist, als wir dort lebten, und dass ich deshalb klaustrophobisch bin und bei Licht schlafen muss." "Du hattest schon immer tierische Angst im Dunkeln. Als du klein warst, musste ich dir zum Schlafen meine Taschenlampe geben."

 

Bewertung
Note 4 {ausreichend}
Das Buch bekommt von mir eine vier. Es gab zwar nicht viele Aspekte die mich an diesem Buch gestört haben, dafür aber zwei sehr gravierende: der Schreibstil und das Tempo. Die Idee hinter der Geschichte war wirklich gut und es war zwischendurch auch echt beklemmend zu lesen, was Nadine in der Kommune alles erlebt hat, aber es hat für mich nicht ausgereicht um Nervenkitzel auszulösen.
Ich würde empfehlen zuerst die Leseprobe zu lesen, um zusehen ob ihr mit dem Schreibstil zurecht kommt, wenn ihr dieses Buch lesen wollt.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/10/chevy-stevens-blick-in-die-angst.html