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Lottasbuecher

Lottas Buecher

Er meint, er wolle sie nicht stören...

...Sie liest und sagt: 'Die Realität stört immer.'

 

aus 'Der Fotograf' von John Katzenbach

+ Idee & Thema || -Schreibstil || -Tempo (!!)

Blick in die Angst - Chevy Stevens

Produktinformation
Als die Psychotherapeutin Nadine eine junge Patientin behandelt, die aus einer Sekte geflüchtet ist, muss sie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen: Sie hat als Kind selbst in der "Fluss des Lebens"-Community gelebt. Was ist damals Furchtbares passiert? Und was hat die Sekte mit ihrer eigenen Tochter vor? Zu spät erkennt Nadine, dass sie noch immer in tödlicher Gefahr schwebt ...

 

Wirkung
Das Cover ist einfach unglaublich schön. Die Farben passen perfekt zusammen und der Titel fügt sich wunderbar ein. Ein wirklich schönes Cover. Der Titel passt sehr gut zum Inhalt des Buches, denn es hat sehr viel mit Angst zu tun.

 

Positives
Der Einstieg war sehr interessant und animierte mich sofort zum Weiterlesen. Ich kam gut in die Geschichte hinein. Anfangs dachte ich noch, dass es im Heather gehen wird, bald wurde mir aber klar, dass sie nur eine Nebenfigur darstellte und Nadine die ist, um die es gehen wird. Nadine war der Ich-Erzähler der Geschichte und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Ich konnte ihr Gefühle und Reaktionen nachvollziehen und fand es manchmal absolut beklemmend in ihre Vergangenheit abzutauchen. Es gab sehr viele Nebencharaktere, die alle nicht übermäßig oder unnötig beschrieben waren, was ich sehr gut fand. Sie waren gerade so beschrieben, dass man eine ungefähre Ahnung von ihnen hat. Auch der Verlauf der Geschichte konnte mich von sich überzeugen. Es gab immer wieder sehr spannende Passagen und Momente an denen ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte, weil ich wissen wollte, was Nadine eingefallen war, was damals wirklich passiert ist. Das Ende fand ich gut gewählt. Ich konnte gut mit dem Buch abschließend, alles war irgendwie harmonisch, es blieben keine ungeklärten Fragen über, sowas liebe ich.

 

Negatives
Der Schreibstil war leider nicht so mein Fall, weil er sehr detailliert und beschreibend war, das stört meinen Lesefluss besonders bei einem Thriller. Darunter hat auch das Tempo arg gelitten. Durch das Tempo wurde das Buch stellen weise echt langweilig und ich wollte es einfach nur gegen die Wand werfen.

 

Zitat
"Du lässt dich von irgend so einem Typen hypnotisieren?" Er hob eine Augenbraue, ein Feixen umspielte seinen Mundwinkel. "Es geht darum, vergrabene Erinnerungen aufzudecken, das ist völlig seriös. Der Therapeut glaubt, dass irgendetwas mit mir passiert ist, als wir dort lebten, und dass ich deshalb klaustrophobisch bin und bei Licht schlafen muss." "Du hattest schon immer tierische Angst im Dunkeln. Als du klein warst, musste ich dir zum Schlafen meine Taschenlampe geben."

 

Bewertung
Note 4 {ausreichend}
Das Buch bekommt von mir eine vier. Es gab zwar nicht viele Aspekte die mich an diesem Buch gestört haben, dafür aber zwei sehr gravierende: der Schreibstil und das Tempo. Die Idee hinter der Geschichte war wirklich gut und es war zwischendurch auch echt beklemmend zu lesen, was Nadine in der Kommune alles erlebt hat, aber es hat für mich nicht ausgereicht um Nervenkitzel auszulösen.
Ich würde empfehlen zuerst die Leseprobe zu lesen, um zusehen ob ihr mit dem Schreibstil zurecht kommt, wenn ihr dieses Buch lesen wollt.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/10/chevy-stevens-blick-in-die-angst.html