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Lottasbuecher

Lottas Buecher

Er meint, er wolle sie nicht stören...

...Sie liest und sagt: 'Die Realität stört immer.'

 

aus 'Der Fotograf' von John Katzenbach

ein toller auftakt für diese Trilogie

Die Auserwählten - Im Labyrinth (Maze Runner, #1) - James Dashner, Anke Caroline Burger

James Dashner: Die Auserwählten im Labyrinth
Chickenhouse Verlag | 496 Seiten | Erscheinungsjahr: 2009 | Originaltitel: Maze Runner

 

+ Einstieg
Der Einstieg in die Trilogie fiel mir sehr leicht, weil ich zu vor den Film im Kino gesehen hatte und daher schon eine ungefähre Vorstellung von den Vorgängen hatte. Ich empfand so etwas wie Wiedersehensfreude als ich begann das Buch zu lesen.

 

- Schreib/Stil
Der auktoriale Erzähler passt gut zur Geschichte, man konnte sich einen guten Eindruck verschaffen. Was mich allerdings gestört hat war der Schreibstil. Vielleicht wäre es mir gar nicht aufgefallen wenn meine Freundin <a href="http://www.immermitbuch.de">Jassi</a> und ich uns nicht immer gegenseitig vorgelesen hätten, aber die Sätze waren oftmals sehr verschachtelt oder zu kompliziert geschrieben. Bei manchen Szenen hatte ich den Eindruck, dass die Gespräche sehr gestellt wirkten.  Außerdem haben mich diese ständigen Wiederholungen genervt, dass Thomas immer wieder dachte, dass er nichts weiß, aber doch was weiß und nicht weiß was und dass Chuck nervt. Ich meine das habe ich auch nach den ersten drei Erwähnungen verstanden. Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, war, dass die Lichter ihre eigene Sprache entwickelt haben und dieses Vokabular auch immer genutzt haben.

 

+ Charaktere
Thomas war mir unheimlich sympathisch, auch wenn ich ihn, vom Film  her, noch ein bisschen freundlicher in Erinnerung hatte. Es hat mich ein bisschen gestört, dass er im Buch immer so genervt von Chuck war. Insgesamt hatte ich die Charaktere wie Newt und Alby, beispielsweise, freundlicher in Erinnerung. Das mochte ich am Film ehrlich gesagt ein wenig lieber, auch wenn es nicht besonders realistisch ist. Chuck hingegen hat sich sowohl im Film als auch im Buch in mein Herz geschlichen. Ich fand ihn einfach nur liebenwürdig. Die Protagonisten waren sehr gut charakterisiert, vorstellbar und realistisch.

 

+ Setting
Ach ich habe das Setting geliebt. Nicht, dass ich da gerne gewesen wäre, aber die Atmosphäre war einfach sehr gut beschrieben. Ich konnte mir wirklich haargenau vorstellen, wie es dort wäre, wie die Aufteilung und wie das Labyrinth auf einen wirkt. Zum Teil deckt es sich mit dem Film, aber in einigen Aspekten ist es unterschiedlich, auch diese konnte ich mir sehr gut vorstellen, wie zum Beispiel das Gehöft oder den Kartenraum.

 

+ Verlauf
Ich kann leider nicht so recht sagen, ob der Verlauf spannend war oder nicht, weil ich aus dem Film schon wusste wie das Ganze enden würde. Dadurch habe ich mir teilweise auch selber die Lesefreude genommen, aber ich würde schon sagen, dass der Verlauf spannend war. Es gab immer wieder Höhepunkte und die Lösung des Labyrinths war im Buch auch ganz anders als im Film. Ich muss sagen, dass mir das im Buch besser gefallen hat und ich nicht weiß, warum sie es im Film geändert haben. Ich habe das Buch mit meiner Freundin zusammen gelesen und die war immer sehr gespannt, also kann ich schon sagen, dass das Buch spannend war und der Verlauf mir gefallen hat.

 

+ Ende
Mir hat das Ende gut gefallen, auch wenn ich einen Aspekt nicht ganz verstanden habe, aber ich habe Hoffnung, dass sich das noch aufklären wird. Wegen einer Sache habe ich fast angefangen zu weinen, ich konnte die Tränen gerade so zurückhalten. Der Epilog hat die Neugier dann noch einmal angestachelt und ich wollte natürlich unbedingt wissen wie es weitergeht.

 

Zitat

Thomas wusste, dass er sich stolz oder mutig oder etwas in der Art fühlen sollte, aber da war nichts. Nur Müdigkeit und Erleichterung. "Was haben wir anders gemacht?" "Keine Ahnung. Einen Toten kann man schlecht fragen, was er falsch gemacht hat."

 

Bewertung: Note 2
Insgesamt bekommt "Die Auserwählten im Labyrinth" eine zwei von mir. Ich fand die Geschichte interessant, die Charaktere waren toll beschrieben und auch der Verlauf ist als spannend zu beschreiben, auch wenn mir der Film die Spannung eigentlich genommen hatte. Es war keine freiwillige Entscheidung gewesen, den Film zu schauen bevor ich das Buch gelesen habe, da der Film in der Sneak Preview kam, trotzdem hat mir das Buch gefallen. Wer eine spannende und gut durchdachte Dystopie anfangen will, der ist bei diesem Buch genau an der richtigen Stelle.

 

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2015/01/james-dashner-die-auserwahlten-im.html