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Lottasbuecher

Lottas Buecher

Er meint, er wolle sie nicht stören...

...Sie liest und sagt: 'Die Realität stört immer.'

 

aus 'Der Fotograf' von John Katzenbach

Es hat meine Erwartungen vollstens erfüllt

Produktinformation
"Die Tage auf der Krebsstation kommen Megan wie das Leben auf einem fremden Planeten vor. Abgekapselt von ihrer Familie und ihren Freunden, umgeben von Patienten, die alle deutlich jünger sind als sie. Alle bis auf Jackson dem sie zunächst mit Ablehnung begegnet. Jackson ist verwirrend anders . Er kennt keine Regeln und hat, obwohl selbst schwerkrank, immer ein Lächeln auf den Lippen. Im abgeschiedenen Kosmos des Krankenhauses entsteht schon bald ein zartes Band zwischen Megan und Jackson, das jeden Tag stärker wird. Ein Band, dem die Krankheit nichts anhaben kann, das für beide zum Anker wird - und das selbst den Tod überwindet."

 

Wirkung
Die Gestaltung dieses Buch sagt eigentlich schon wirklich alles über das Buch aus. Das Cover ist wirklich liebevoll gestaltet und hat mich gleich in seinen Bann gezogen. Auch der Titel ist schön gewählt und kommt auch im Buch vor. Die Produktinformation verrät viel, aber meiner Meinung nach nicht zu viel. Es bleibt für mich noch im Rahmen.

 

Positives
Der Schreibstil der Autorin ist wirklich wunderschön! Sie hat die Protagonisten Megan und Jackson wirklich wunderbar charakterisiert, sodass ich wirklich jede ihrer Handlungen nachvollziehen kann. Nicht einmal habe ich gedacht "Mein Gott, wieso tut sie/er das denn?". Es wurde in der Geschichte ein auktorialer Erzähler gewählt und ich muss sagen, obwohl ich den Ich-Erzähler bevorzuge fand ich die Wahl sehr passend. Trotzdem der auktoriale Erzähler gewählt wurde lag der Fokus mehr auf Megan als auf Jackson. Man hat am Anfang einen guten Einstieg in die Story, bei dem Megan mit ihrem Großvater telefoniert und mit ihm über Krankenhäuser redet, während sie sich bereits auf der Station befindet. Man startet also gleich am Ort des Geschehens.
Der Verlauf der Geschichte ist gut und nicht zu sehr in die Länge gezogen, weshalb das Buch auch nur 218 Seiten lang ist. Somit hat mir bei diesem Buch auch das Tempo sehr gut gefallen, es ist nicht voran gedrescht, aber es hat mich ein Glück auch nicht gelangweilt. Das Ende war, dank Cover, zwar sehr vorhersehbar, aber dennoch schön geschrieben und gut gestaltet. Ich konnte mich so gut in Megan und ihre Gefühle hinein versetzen. Wirklich toll.
Was ich besonders gut fand, war dass zwischen den beiden nicht gleich die große Liebe sich abgespielt hat im Krankenhaus, sondern sie eigentlich eher sehr gut befreundet waren und sie dann zum Ende hin halt schon bemerkt hat, dass sie verliebt war. Das fand ich sehr authentisch und nicht so übertrieben, wie in anderen Büchern.

 

Negatives
Ich weiß nicht. So wirklich etwas Negatives kann ich bei diesem Buch irgendwie gar nicht benennen. Aber ich habe das Gefühl, dass so das i-Tüpfelchen gefehlt hat.

 

Zitat
""Danke", sagte Megan später. Ihr Augen fühlten sich dick geschwollen und wund an vom vielen Weinen. "Wofür?" "Ich weiß nicht genau. Dafür, dass du einfach da bist, wahrscheinlich." Aber es war mehr als nur das. Es war auch alles andere. Sie dankte ihm dafür, dass er ihr das Gefühl gab, sie dürfe weinen."
-Aus 'heller als ein Stern' von Celia Bryce-

 

Bewertung
Note 2+ {gut}
Ich vergebe für dieses Buch eine 2 +, weil es wirklich ein wunderbares Buch war, was meine Erwartungen vollkommen erfüllen konnte. .. nur leider nicht übertreffen. Es war sehr emotional (& ja, ich musste auch weinen!) und es war sehr gut geschrieben, aber irgendwie hat noch sein kleiner Punkt, so ein Tupfen gefehlt um es einfach perfekt zu machen. Ich fand das Buch jedenfalls sehr schön und ich mochte Megan als Protagonistin sehr sehr gerne.
Ich würde dieses Buch allen Lesern empfehlen, die gerne emotionale Bücher lesen und die gerne auch mal eine Geschichte lesen in der sich die beiden Protagonisten nicht gleich Hals über Kopf verlieben!

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/01/celia-bryce-heller-als-ein-stern.html