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Lottasbuecher

Lottas Buecher

Er meint, er wolle sie nicht stören...

...Sie liest und sagt: 'Die Realität stört immer.'

 

aus 'Der Fotograf' von John Katzenbach

Ein sehr ergreifendes, emotionales Buch

Ein letzter Brief von dir - Juliet Ashton

Mit eigenen Worten..
In diesem Buch geht es um Orla und um ihr Leben, nachdem ihr Lebenspartner Sim auf den Straßen Londons, am Valentinstag, aufgrund einer Lungenembolie stirbt. Um ihre Trauer zu bewältigen entscheidet Orla sich nach London zu gehen. Damit lernt sie ihren Sim von einer ganz neuen Seite kennen..

 

Wirkung
Dieses Buch ist wirklich ein absoluter Augenschmaus! Ich kann es nicht anders beschreiben. Ich liebe diese kleinen verspielten Zeichnungen, die alle irgendwie in Verbindung mit dem Buch stehen. Der Titel und der Autorenname passt wunderbar in das Gesamtbild des Covers und hebt sich durch die weiße Farbe schön ab. Leider muss ich zugeben, dass ich den Titel zwar wirklich schön finde, aber eigentlich ist es ja eine letzte Karte von ihm! Die innere Gestaltung des Buches fand ich auch sehr ansprechend, da die Kapitel mit kleinen Briefen dargestellt wurden und Sim's Tagebucheinträge auch immer ein kleines Buch Symbol vor dem jeweiligen Abschnitt hatten. Da hat das Lesen gleich doppelt Freunde gemacht.

 

Positives
Ich fange einfach mal mit Orla an. Orla ist die Protagonistin in diesem Buch und ich finde sie einfach hinreißend sympathisch. Die Autorin hat Orla und die anderen Charaktere, wie Juno, Maude und Marek, aber auch Sim für mich sehr klar gezeichnet und ihnen Leben eingehaucht. Schon auf den ersten Seiten lernt man Orla kennen und von da an, habe ich sie in mein Herz geschlossen. Im Laufe der Geschichte lernt man auch ihre Familie besser kennen und ich konnte sie mir so richtig vorstellen, besonders an den Feiertagen. Die Idee zum fand ich wirklich gut, weil ich sehr gerne Bücher lese, bei denen ich schon vorher weiß, dass sie wahrscheinlich traurig sein werden. Und es kam wie vorhergesehen. Schon auf Seite 25 musste ich das erste Mal so richtig losweinen. Die Autorin hat einen sehr fesselnden emotionalen Schreibstil, dem man sich auch in nicht ganz so traurigen Szenen nicht entziehen kann. Man weint und bangt und freut sich mit den Charakteren. Ich hatte das Gefühl, dass ich Orla die ganze Zeit wie ein Schatten begleite. Immer wieder im Buch versträut findet man Tagebucheinträge von Sim, die ihn und seine Ansichten transparenter machen, auch wenn man nicht ganz so viel von ihm erfährt, kann man sich durch Erzählungen von Orla und andere Charakteren schon ein recht genaues Bild von ihm machen. Der Verlauf der Geschichte hat am Anfang ziemlich Tempo, was mir wirklich gut gefällt, weil man viele Emotionen mitbekommt und voll in Fahrt kommt. Dadurch hat man auch einen wirklich guten Einstieg in das Buch. Was mir auch besonders gut gefallen hat sind die recht kurzen Kapitel, weil ich jemand bin, der gerne erst ein Kapitel zu ende liest, bevor ich mal eine Pause mache.
Ich muss ehrlich sagen, dass es mir schwer viel die letzten Seiten zu lesen, weil ich das Buch einfach nicht beenden wollte. Ich wollte nicht weg von Orla und all den anderen und doch .. habe ich es getan. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es einige Aspekte gibt, die hier offen geblieben sind!

 

Negatives
Das Einzige, was ich negativ anzumerken habe, ist dass mir im mittleren Teil des Buches ein bisschen der Schwung gefehlt hat. In diesem Abschnitt hatte ich oftmals ein bisschen das Gefühl auf der Stelle zu trampeln, auch wenn es trotzdem Spaß gemacht hat, das Buch zu lesen.

 

Zitat
""Ich habe seine Bücher ebenfalls auf einen Stapel gelegt. Vielleicht kannst du sie in deinem Laden verkaufen? Aber dies hier behalte ich." Orla griff in ihre Tasche und holte ein Exemplar von Zwei an einem Tag heraus. "Wir haben am Telefon darüber gesprochen. Er hat gesagt, er hätte die männliche Hauptrolle spielen sollen." "Hat er das nicht über jede Hauptrolle in jedem Film gesagt?" "
-Aus "Ein letzter Brief von dir" von Juliet Ashton-

 

Bewertung
Note 1- {sehr gut}
Ich vergebe für dieses Buch eine 1-, weil dieses Buch meine Erwartungen erfüllt und übertroffen hat. Es gab verschiedenen Wendungen im Buch mit einigen von denen hatte ich nicht gerechnet. Die Protagonistin war sehr sympathisch und die Autorin hat einen tollen Schreibstil. Das kleine Minus an die eins habe ich dran gehängt, weil es mir stellenweise nun mal ein bisschen an Tempo gefehlt hat!
Ich würde dieses Buch allen Lesern empfehlen, die gerne emotionale Liebesromane lesen und denen, die mit den Thema Tod umgehen können.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/01/juliet-ashton-ein-letzter-brief-von-dir.html