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Lottasbuecher

Lottas Buecher

Er meint, er wolle sie nicht stören...

...Sie liest und sagt: 'Die Realität stört immer.'

 

aus 'Der Fotograf' von John Katzenbach

das Buch war leider nicht mein Fall

Auf den ersten Blick: Roman - Danny Wallace

Mit eigenen Worten

Im Großen und Ganzen geht es in diesem Buch ausschließlich um Jason und Dev und ihr verkacktes Leben. Ja, der Anstoß für die Geschichte ist eine Kamera, die er zufällig in der Hand hat, als er einer Frau begegnet ist, aber eigentlich geht es nur um Jason und sein verdammtes Leben und wie mies alles ist.

 

Wirkung

Das Cover hat mich wirklich in seinen Bann gezogen, einfach weil es mal wieder ein Scherenschnitt ist und ich - wie ihr wisst - total drauf stehe. Außerdem sieht das Cover aus wie lauter kleine Fotos, was ziemlich gut zum Inhalt passt und mir deswegen doppelt so gut gefällt. Der Titel passt auch zum Inhalt, hebt sich aber meiner Meinung nach nicht all zu sehr von der Masse ab.

 

Positives

Ihr habt sicherlich schon an meiner Buchbeschreibung 'mit eigenen Worten' gemerkt, dass ich wahrscheinlich eher nicht all zu begeistert von dem Buch bin. Ihr liegt richtig. Ich habe aber trotzdem ein paar positive Aspekte anzumerken. Zum Einen fand ich das Setting gut, denn London ist eine Stadt in der ich schon mal war und die ich mir gut vorstellen kann - auch wenn ich nicht an den Orten war die im Buch beschrieben sind, konnte ich mir das Gefühl dort zu sein gut vorstellen. Zum anderen fand ich das letzte Kapitel wirklich toll, weil er immer davon geschwärmt hat, wie gerne er sowas mag und dann das. Einfach irgendwie stylisch. Außerdem stylisch waren die Blogeinträge von Fräulein X - wenn man erstmal verstanden hat, dass das ein Blog sein soll und dass Fräulein X ihn betreibt. Nun, ich möchte auch zu den Charakteren noch ein bisschen was Positives sagen, weil sie ansich gut beschrieben waren und ich sie gut einschätzen konnte. Ich habe sie ehrlich gesagt im weiteren Verlauf der Geschichte irgendwie lieb gewonnen, aber eben nur irgendwie..

 

Negatives

.. denn ich meine - Herr Gott nochmal - was sind das für Versagen. Ich habe die ganze Zeit nur gedacht, dass kann doch nicht sein ernst sein, dass der Autor seine Charaktere wirklich so darstellt. Jason war die meiste Zeit dabei sich zu beklagen und/oder Bier zu trinken, manchmal hat er auch schlechte Artikel geschrieben und Dev hat sich die ganze Zeit in seine Videospiele verträumt und/oder Bier getrunken. Ich muss sagen, dass ich mit anderen Charakteren wie Sarah, Abbey, Garry und wie sie nicht alle heißen, ebenfalls nicht warm geworden bin. Es waren mir schlichtweg alle ein bisschen zu hohl. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht gerade leicht, weil ich dieses Schulszenario und den Amoklauf überhaupt nicht in einen Liebesroman einordnen konnte. Es hat sich zwar geklärt warum das wichtig war und es war auch ein Auslöser für vieles, aber ein anderer Anfang hätte mir doch besser gefallen. Ein Verlauf der Geschichte war leider irgendwie nicht vorhanden, weil ich das Gefühl hatte, dass ich einfach auf der Stelle herumtrample, somit gab es natürlich auch kein Tempo. Am Schreibstil haben mich die vielen Wiederholungen genervt und ich war des öfteren verwirrt, wenn Jason den Leser auf einmal direkt angesprochen hat - da war umdenken gefragt. Im Allgemeinen ging es mir schlichtweg viel zu wenig um das Mädchen, was er nur einen Augenblick gesehen hat und eigentlich unbedingt wieder sehen wollte. Soll ich euch mal sagen, wann das Mädchen so wirklich vorkommt? In den letzten beiden Kapiteln. Bitte? Und das auch in einer sehr sehr kurzen Fassung. Ich kann euch gar nicht sagen wie schnell und reibungslos das alles ging. Unfassbar. Ich kann eigentlich gar nicht sagen, wie merkwürdig ich dieses Ende fand und im Endeffekt das ganze Buch!

 

Zitat

Von mir gibt es Millionen. Ich bin in diesem schwierigen Stadium des Mannes zwischen seinen Zwanzigern und seinen Vierzigern. Ein Stadium, das ich "der Mann in seinen Dreißigern" nennen möchte.

 

Bewertung

Note 5 {mangelhaft}

Ich konnte einfach nicht anders. Ich habe mit mir gehadert und habe auch überlegt, ob ich dem Buch nicht doch eine 4 geben soll, weil ich die Idioten ja irgendwie doch gern hatte zum Schluss, aber nein. Ich war einfach zu enttäuscht von dem Buch. Es hat leider so gar keine meiner Erwartungen erfüllt. Ich finde man hätte einen vollkommen anderen Klappentext schreiben sollen um den Schwerpunkt nicht so sehr auf das unbekannte Mädchen zu lenken, sondern eher auf Jason und sein verkorkstes Leben. Vielleicht wäre es dann lesenwert gewesen. Dann hätte ich andere Erwartungen gehabt, wäre wahrscheinlich anders an die Sache heran gegangen. Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die nicht so hohe Anforderungen haben an das Buch, die nun vielleicht schon wissen, dass es mehr um Jason, als um Jason und Fräulein X geht.