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Lottasbuecher

Lottas Buecher

Er meint, er wolle sie nicht stören...

...Sie liest und sagt: 'Die Realität stört immer.'

 

aus 'Der Fotograf' von John Katzenbach

hat mich gut unterhalten und meiner Erwartungen erfüllt

Mind Ripper: Cybergame-Thriller (FatefulFuture) - Nadine Erdmann

Mit eigenen Worten

Ich habe die Orginalbeschreibung übernommen und einen Teil weggelassen.

London 2038: Das Cybernetz ist der größte Freizeitspaß, besonders unter Jugendlichen. Egal, ob man als Avatar in sozialen Netzwerken neue Leute treffen oder in interaktiven Rollenspielen virtuelle Abenteuer erleben möchte, die schöne neue Technikwelt bietet Unterhaltung für jeden Geschmack. Auch Jemma, Jamie und Zack verbringen dort jede Menge Zeit mit ihren Freunden. Doch plötzlich fallen drei Jungen während ihres Aufenthalts in der virtuellen Welt ins Koma. Ihre Körper sind unversehrt, doch ihr Bewusstsein ist in der CyberWorld verschwunden. Wer oder was steckt dahinter?

 

Wirkung

Rein äußerlich ist das Buch für mich wirklich Null ansprechend. Das Cover mit binären Zahlen zu gestalten ist schon eine ganz gute Idee, aber insgesamt ist mir das Bild zu dunkel und zu nichts sagend. Ich finde außerdem die Schrift und die Farbe für den Titel ganz grausam. Hingegen mag ich den Titel ansich sehr gerne, weil er Bezug zum Buch hat und hängen bleibt - es ist kein 0815 Titel.

 

Positives

Der Einstieg gestaltete sich, in dem man genau in ein Spiel von Jemma, Jamie, Zack und Sam hineingerät. Man ist sofort im Geschehen und befindet sich in der Cyberwelt, somit kann man schon erste Erfahrungen damit sammeln. Ich fand den Einstieg sehr angenehm, vor allem weil man sich einen Überblick verschaffen konnte und sich in die Protagonisten hineindenken konnte. Der Schreibstil der Autorin hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, auch wenn ich noch eine kleine negative Anmerkung dazu habe. Ich musste mich nicht sehr anstrengen beim Lesen, weil sie kurze einfache Sätze verwendet und gebräuchliche Wörter. Die Protagonisten konnten mich von sich überzeugen, auch wenn ich ehrlich sagen muss, dass mir die Wahl der Namen überhaupt nicht gepasst hat, weil ich am Anfang immer durcheinander gekommen bin mit Jemma und Jamie und Zack und Sam. Ich finde es toll, dass es in dieser Geschichte ein schwules Paar gab, weil ich finde, dass es etwas ist was vollkommen normal sein sollte und somit ruhig öfter thematisiert werden könnte. Jamie, Jemma und Zack hatten eine sehr interessante Geschichte zusammen und vor allem Jamies Faszination im Bezug auf die Cyberwelt konnte ich gut nachvollziehen. Insgesamt sind mir die Charaktere alle sehr sympathisch und die Handlungen nachvollziehbar. Was ich besonders gut finde, ist dass die Geschichte einen logischen Verlauf hat und nicht vollkommen aus der Luft gegriffen wirkt, natürlich gibt es futuristische Elemente, aber davon lebt dieses Buch. Ich konnte für mich den Verlauf gut nachvollziehen. Die Vorstellung einer Cyberwelt und elektronischen Hausmännern, die einen überall hinfahren und die Hausarbeit erledigten fand ich persönlich ziemlich reizvoll, das Setting hat mir absolut zu gesagt, gerne würde ich da einmal testleben sozusagen, obwohl ich wahrscheinlich die Cyberwelt meiden würde, weil ich die Vorstellung einfach so gruselig finde, dass mein Körper gelähmt wird, damit ich mich in der Cyberwelt bewegen kann. Im Verlauf gab es eine spannende Wendung mit der ich nicht gerechnet hatte und somit auch eine interessante Auflösung für das Ende. Ich konnte mir zwar schon recht früh denken, wer der Mind Ripper ist, aber trotzdem blieb es interessant. Das Buch ist der Auftakt zu einer Serien, obwohl ich finde, dass es auch ein guter Einzelband sein könnte.

 

Negatives

Ich habe ja schon gesagt, dass ich nochmal was zum Schreibstil sagen muss, denn an manchen Stellen, gerade in der Cyberwelt, fand ich den Schreibstil einfach zu detailliert und ein wenig zu langsam, was sich natürlich auch auf das Tempo der Geschichte ausgewirkt hat. Außerdem gab es einige Dialoge und Szenen, die meiner Meinung nach viel zu gestellt, bzw. unnatürlich gewirkt haben, bei denen ich dachte "So redet doch kein Mensch.".

 

Zitat

Ich wünsche mir aus tiefstem Herzen, dass das Leben nur aus schwarz und weiß bestehen würde. Dass es eine Garantie auf ein hübsches sauberes weißes Leben gäbe, wenn man einfach nur ein guter Mensch ist. Aber so ist das Leben nicht.

 

Bewertung

Note 2 {gut}

Ich kann diesem Buch guten Gewissens eine zwei geben, weil es meine Erwartungen erfüllt hat. Ich wurde gut unterhalten und ich habe eine wirklich tolle Lesezeit gehabt. Jemma, Zack und vor allem Jamie mit seinen Problemen sind mir ans Herz gewachsen. Meine kleine Kritik am Schreibstil bricht dem Buch nicht wirklich einen Zacken aus der Krone, hat aber dennoch meine Bewertung durchaus beeinflusst. Ich würde dieses Buch allen Lesern empfehlen, die auch das Buch "Erebos" von Ursula Poznanski toll fanden.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/05/nadine-erdmann-mind-ripper.html