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Lottasbuecher

Lottas Buecher

Er meint, er wolle sie nicht stören...

...Sie liest und sagt: 'Die Realität stört immer.'

 

aus 'Der Fotograf' von John Katzenbach

Ein langatmiger Thriller mit einem scheinbar unfähigen Ermittlerteam

Wer Böses Tut  - Elena Forbes, Caroline Einhäupl

Informationen zum Buch
Nackt und gefesselt kniet sie im verschneiten Holland Park, eine Frau, schön wie eine Skulptur. Und kalt wie der Tod. Spielende Kinder hatten die Leiche entdeckt, die Detective Mark Tartaglia zunächst wie ein Kunstwerk erscheint. Auch dass man in ihrem Mund einen Zettel mit dem Gedicht „Madonna der Schmerzen“ findet, ist bizarr. Bald befürchten Tartaglia und seine Kollegin Sam Donovan, dass die Frau einem Serienkiller zum Opfer fiel. Denn bereits ein Jahr zuvor war eine Frau ermordet und ihre Leiche in der gleichen Position aufgefunden worden. Allerdings sind die Opfer sonst völlig verschieden – Tartaglia steht vor einem Rätsel …
[Quelle]

 

Wirkung
Äußerlich macht das Buch erstmal einen recht passablen Eindruck. Der Titel verspricht einen guten Thriller und auch das Cover hat mich dazu animiert mir dieses Buch näher anzusehen. Leider hat der Titel gar keinen Bezug zum Inhalt das Buches und mit dem Cover steht es genauso. Eigentlich ziemlich schade.

 

Positives
Der Prolog des Buches hat mir sehr gut gefallen, weil man die letzten Momente des Opfers miterlebt und sich somit ein Bild von dieser Situation machen kann. Als nächstes lernt man Tartaglia (der Ermittler mit dem bescheuertsten Namen überhaupt - ich habe da immer "Tagliatelle" gelesen) kennen, wie er bei seiner Schwester ist um mit ihrer Familie gemeinsam zum Mittag zu essen. Mir war er gleich erstmal sympathisch. Tartaglia und Sam sind gut ausgearbeitet und vorstellbar. Auch Randcharaktere wurden gut beschrieben und ich konnte ihre Handlungen (meist) nachvollziehen. Das Einzige was mich an den Charaktere gestört hat, war dass sie mir alle ein wenig zu liebestoll waren.

 

Negatives
An dieser Stelle hört es leider auch schon auf mit den positiven Aspekten. Der Schreibstil der Autorin war für mich zu detailliert und zu beschreibend. Wirklich jede Kleinigkeit wurde im Einzelnen beschrieben, dadurch wurde die Geschichte insgesamt weniger spannend. Der Verlauf war meiner Meinung nach praktisch gar nicht vorhanden. Von Anfang bis Ende standen die Armen auf dem Schlauch und kamen einfach nicht voran.. und dann ein einziger Hinweis löst alles in Wohlgefallen auf. Das soll das Ende sein? Wirklich? Das Ende war mir dann ein bisschen zu viel Zufall und zu viel Gemauschel. Ich bin absolut nicht zufrieden.

 

Zitat
Wahrscheinlich war ihm dieses Selbstvertrauen in die Wiege gelegt worden. Nicht zum ersten Mal ertappt sie sich bei dem Wunsch, das Leben möge ihm ein paar harte Schläge verpassen; irgendwas, das ihm den einen oder anderen Dämpfer erteilt, obwohl Menschen seines Schlages, wie mit Teflon beschichtet waren. Sie beneidete ihn darum, dass ihm jegliche Selbstzweifel fremd waren.

 

Bewertung
Note 5 {mangelhaft}
Ich weiß wirklich nicht, was ich zu diesem Buch noch sagen soll. Ich wurde wirklich maßlos enttäuscht von diesem Buch. Der Einstieg hat mir noch gut gefallen und die Charaktere waren gut charakterisiert, wenn auch etwas liebestoll. Der Rest war sagenhaft enttäuschend. Der Schreibstil war sehr detailliert, der Verlauf hat mich gelangweilt und das Ende war mir viel zu wirr und plötzlich.
Insgesamt kann ich sagen, dass ich dieses Buch nur Lesern empfehlen würde, die gerne Thriller lesen, bei denen das Ermittlerteam auf der Stelle tritt.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/07/elena-forbes-wer-boses-tut.html