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Lottasbuecher

Lottas Buecher

Er meint, er wolle sie nicht stören...

...Sie liest und sagt: 'Die Realität stört immer.'

 

aus 'Der Fotograf' von John Katzenbach

ein niedliches Buch für zwischendurch

Je länger, je lieber - Alexa Hennig von Lange

Mit eigenen Worten
In diesem Buch geht es um Mimi und ihre Großmutter Clara. Beide machen gerade eine schwierige Zeit durch, denn Mimi merkt, dass in ihrer Ehe nicht alles so funktioniert, wie es funktionieren sollte und Clara liegt mit einem gebrochenen Herzen im Krankenhaus. Mimi macht es sich zur Aufgabe herauszufinden, wer ihrer Großmutter das Herz gebrochen hat und beginnt sich auf eine Reise, die auch ihr den Weg zur Lieben zeigen kann.

 

Wirkung
Das Cover ist ansich nicht unbedingt das, was mich gleich als erstes anspricht, wenn ich in einen Buchladen gehe, aber es passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte, was mich dann schon wieder begeistert. Der Titel ist sehr gut gewählt, weil er im Zusammenhang mit der Geschichte steht. Ich liebe es, wenn man den Titel im Buch wieder finden kann.

 

Positives
Das Buch beginnt im Jahre 1928, dort lernt man als Leser als erstes Clara kennen, wie sie als junges Mädchen Cadaqués war. Mir hat dieser erste Abschnitt sehr gut gefallen, auch wenn ich es ein bisschen schade fand, dass das Kapitel so kurz war und es dann in nächsten Kapitel gleich einen Zeitsprung gab. Der Scheibstil konnte mich nicht hundert prozentig von sich überzeugen, weil es mir teilweise ein wenig zu kindlich geschrieben war, aber trotzdem möchte ich ihn unter "Positives" erwähnen, weil er dadurch wenigstens sehr leicht zu lesen war. Mich hat der Schreibstil ein bisschen an Nicolas Sparks erinnert, der schreibt manchmal auch so, dass ich denke "Mein Gott so redet doch kein Mensch". Das Buch ist im auktorialen Erzählstil geschrieben und ich bin damit sehr gut zurecht gekommen, obwohl ich dieses Stil eigentlich nicht so mag. Zu diesem Buch hat es sehr gut gepasst. Der Verlauf konnte mich überzeugen, weil es immer voran ging und ich nicht, das Gefühl hatte auf der Stelle zu treten. Es gab einen insgesamt sinnvollen Handlungsverlauf und auch das Tempo war vollkommen in Ordnung. Was mich wirklich verzaubern konnte, war das Setting. Die Orte an denen die Geschichte spielt waren sehr bildhaft beschrieben und ich konnte mir wirklich vorstellen dort zu sein, zu gerne hätte ich den Waldblütenhain besucht oder wäre nach Cadaqués gefahren. Das Ende war zwar vorraussehbar und ziemlich kitschig, aber trotzdem ist es ein Ende mit dem ich das Buch gut abschließen konnte und mit dem ich zufrieden war.

 

Negatives
Leider konnten mich die Charaktere nicht so sehr von sich überzeugen. Vor allem Mimi war mir zu blass und zu oberflächlich beschrieben. Ich konnte keinen so richtig fassen und mir vorstellen, auch Clara und Jaques nicht. Mimi hat mich auch mit ihrer unentschlossenen Art und Weise oftmals genervt.

 

Zitat
Jaques! Mein Garten ist verwildert. Ungestüm. Er ist wie meine Liebe zu dir! Sie summt und surrt und plätschert und gurrt. Sie rankt sich um alles, sie streckt ihre Äste, Zweige und Triebe nach dir aus, sie dehnt sie Tag für Tag ins Unermessliche, um Dich zu mir, über die Meere, in mein Paradies zu holen. Ich wünschte, Du könntest es sehen! Ich liebe Dich! Ich vermisse Dich, Geliebter!

 

Bewertung
Note 3 {befriedigend}
Für mich war dieses Buch absolut durchschnittlich. Es ist leider kein Buch was mir im Kopf bleiben wird. Es war eine angenehme Geschichte für zwischendurch, aber meiner Meinung nach darf man keine großen Gefühlsstürme erwarten. Der Verlauf war gut und auch wenn die Charaktere ein wenig mehr Fülle hätten vertragen können, denke ich, dass dieses Buch sicher Leser findet, die ganz begeistert davon sind.
Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die gerne "eine handvoll Worte" oder "Solange am Himmel Sterne stehen" gelesen haben.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/07/alexa-hennig-von-lange-je-langer-je.html