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Lottasbuecher

Lottas Buecher

Er meint, er wolle sie nicht stören...

...Sie liest und sagt: 'Die Realität stört immer.'

 

aus 'Der Fotograf' von John Katzenbach

leider nicht so emotional wie ich gehofft hatte

Flamingos im Schnee - Wendy Wunder

Produktinformation
Campbell Cooper würde gern ein normales Leben führen, aber die Diagnose Krebs hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ihre Chancen stehen schlecht, das weiß sie, und an Wunder glaubt sie nicht. Ihre Mutter ist da anders. Sie verschleppt Campbell kurzerhand in das Städtchen Promise in Maine, denn dort sollen auch die unmöglichsten Dinge wahr werden. Doch selbst der Schnee im Sommer oder die stundenlang andauernden Sonnenuntergänge können Campbell nicht überzeugen. Erst als sie Asher kennenlernt und langsam beginnt, ihr Leben wieder zu genießen, scheint fast alles möglich ...

 

Wirkung
Das Buch hat mich mit seinem Cover und seinem Titel einfach magisch in seinen Bann gezogen. Ich weiß nicht wie oft ich es in der Buchhandlung in der Hand hatte, bevor es endlich den Weg zur Kasse mit mir geschafft hat. Die Farben sind einfach super und das Motiv passt perfekt zum Titel. Außerdem passt der Titel zum Inhalt des Buches. Äußerlich: alles stimmig.

 

Positives
Der Einstieg war ganz in Ordnung. Es war erst nicht so leicht in das Geschehen rein zu kommen, aber nach einer Weile ging es.Ich kann nicht sagen ob es besonders gut oder schlecht war. Der Schreibstil war leicht und angenehm zu lesen. Die Charaktere waren recht gut beschrieben, vor allem natürlich Cam. Das Ende war für meinen Geschmack dann auf einmal ein bisschen zu schnell, aber endlich kamen die Emotionen raus und es hat mich auch tatsächlich zum Weinen gebracht.

 

Negatives
Leider war mir der Schreibstil für das Thema des Buches oftmals zu unemotional, zu lapidar und unbedeutend. Außerdem bin ich mit Cam, der Protagonistin, nicht richtig warm geworden. Manchmal konnte ich ihre Handlungen einfach nicht nachvollziehen und fand es furchtbar, dass sie so stur war. Asher blieb für mich zu blass, was sehr schade war, weil er doch eine tragende Rolle in dieser Geschichte spielte. Ein Verlauf war für mich kaum ersichtlich, außer dass sie nach Promise gefahren sind, das ganze war mir zu unbedeutend, mehr Emotionen und bedeutendere Erlebnisse hätten der Geschichte gut getan. Was mich wirklich sehr geärgert hat, war dass die Autorin schrieb, Delfine seien glatt und ein wenig glitschig. Das ist leider komplett gelogen. Wenn man noch nie einen Delfin angefasst hat, sollte man solche Sachverhalte nicht in ein Buch schreiben. Ich habe bereits Delfine angefasst und die waren extrem weich, das hat sich angefühlt wie samt unter meinen Fingern.

 

Zitat
Alicia war eine Bauchschläferin, was viel über eine Person aussagt. Nur sieben Prozent aller Menschen auf dieser Erde schlafen auf dem Bauch, und Bauchschläfer sind eitel, gesellig und übersensibel. Und kleinbusig offensichtlich, denn diese Position kann mit großen Brüsten nicht bequem sein.

 

Bewertung
Note 3 {befriedigend}
Ich war zwar nicht besonders begeistert von dem Buch und habe viel gemeckert, aber das Buch bekommt trotzdem eine drei von mir. Es ist alles in allem sehr durchschnittlich gewesen. Es passierte irgendwie nichts herausragendes besonderes außer der Wunder von Promise auf denen immer herumgeritten wurde. Das wurde mit der Zeit leider auch langweilig. Am Ende wurde dann nochmal mit großen Emotionen aufgetrumpft, aber die hätte ich mir schon weit vorher gewünscht.
Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die gerne ein Mal ein Buch über ein an Krebs erkranktes Mädchen lesen wollen, was nicht auf die Tränendrüse drückt.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/10/wendy-wunder-flamingos-im-schnee.html

spannend, aber mit kleinen Schwachstellen

Produktinformation
Achtunddreißig verschwundene Frauen innerhalb weniger Jahre. Ohne jede Spur. Kein Motiv, kein Muster, keine Leichen. Detective Sergeant Mark "Heck" Heckenburg ist überzeugt, dass das kein Zufall sein kann, doch außer ihm glaubt niemand an einen Zusammenhang. Als Heck auf eigene Faust ermittelt, kommt ihm eine Frau zuhilfe: Lauren Wraxford, die verzweifelt auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester ist. Gemeinsam riskieren sie alles in einem Kampf auf Leben und Tod gegen eine unsichtbare Macht ...

 

Wirkung
Äußerlich ist dieses Buch wirklich ein Kracher. Ein absoluter Hingucker. Und damit meine ich nicht nur das Cover, was ich wirklich toll finde für einen Thriller. Es wirkt schon auf den ersten Blick beklemmend, dann noch der Titel dazu, wirklich perfekt für einen Thriller. Das absolute Highlight jedoch ist der gelbe Buchschnitt. Der Titel passt nicht nur perfekt zu einem Thriller, er passt auch zum Inhalt des Buches, was gerade bei einem Thriller meiner Meinung nach sehr wichtig ist.

 

Positives
Das Buch beginnt mit einem Prolog in dem verschiedene Männer etwas vorbereiten. Von Anfang an wird somit Spannung aufgebaut und ich wollte unbedingt wissen, was die Männer vorhaben und natürlich ob es ihnen wirklich gelingen wird. Nach dem Prolog lernt man Heck, den Ermittler des Buches, kennen und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und bliebt trotz dem auktorialem Erzähler immer spannend. Der Autor war aber auch durchaus in der Lage Gefühle der Charaktere stark herüberzubringen, vor allem in emotionalen Situationen musste ich manchmal ganz schön schlucken. Ich konnte mich sehr gut in die Situationen und Charaktere hineinversetzen. Sowohl in die Schurken, als auch in die Ermittler bzw. Inoffiziellen Ermittler, wie Lauren. Heck und Lauren waren für mich ein sehr gutes Team. Ich mochte es wie die Beiden zusammen gearbeitet haben. Piper fand ich auch recht sympathisch, aber oftmals kam sie ein wenig aufgesetzt rüber. Ich für meinen Teil glaube, dass Heck immernoch in Piper (die Hecks Chefin ist) verliebt ist. Aber nun gut. Der Verlauf hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn es meiner Meinung nach manchmal ein wenig übertrieben war, trotzdem blieb es spannend. Ich fand es gut, dass es eine Auflösung gab, die nicht zu klischeehaft war. Das Ende hat mir auf jeden Fall Lust auf den nächsten Fall mit Heck gemacht.
Was mir besonders gut gefallen hat an dem Buch, war die Idee, die dahinter steckt. Leider, muss man wohl sagen, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es Menschen gibt, die so eine Dienstleistung anbieten würden und wahrscheinlich noch viel mehr, die diese auch nutzen würden.

 

Negatives
Ich fand es für den Leser ein bisschen Schade, dass man schon wusste wer die Nice Guys sind, bzw. was sie machen/ welche Dienstleistung sie anbieten.

 

Zitat
Die Männer rings um den Tisch lachten. Sie waren zehn an der Zahl, und wie so oft in derlei Kreisen waren mehrere Typen vertreten: die Nervensägen - typische Gossenjungs mit Cockneyslang, schmalen Gesichtern, zurückgegeltem Haar und Anzügen, die nach secondhand aussahen, obwohl sie es wahrscheinlich gar nicht waren. Dann die Raubeine - rasierter Schädel, vernarbte Züge und immer mit klobigem, geschmacklosem Schmuck protzend. Außerdem gab es die Unbestimmten, Ruhigen - oft schnittig gekleidet oder lässig, und alle zwischen dreißig und sechzig. Sie mochten zum Fußvolk gehören oder Stellvertreter sein, waren aber stets diejenigen, auf die man am meisten achten musste. Sie spielten einem nichts vor, weil sie es nicht nötig hatten.

 

Bewertung
Note 2 {gut}
Das Buch bekommt eine zwei von mir, weil die Geschichte meine Erwartungen zwar erfüllt hat, mich aber nicht vom Hocker reißen konnte. Es war ein guter und auch spannender Thriller, den ich auch allen empfehlen würde, die gerne Thriller lesen, aber für mich gab es ein bisschen zu viel Action, manche Situationen waren mir zu übertrieben, aber ich möchte darüber hinweg sehen. Ich denke, dass das Buch bei Lesern, die es gerne etwas mehr Action haben gut ankommen wird.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/10/paul-finch-madchenjager.html

ohne übernatürliche Elemente hätte es mir vielleicht sogar gefallen.

Klammroth - Isa Grimm

Produktinformation
Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinderstimmen wispern im Dunkel, und etwas regt sich in den Schatten. Einst war Klammroth ein stiller Weinort am Fluss - bis eine Katastrophe die Idylle zerstörte. Dutzende Kinder starben bei einem verheerenden Unfall im Tunnel, viele weitere wurden entstellt. Nun, sechzehn Jahre später, kehrt eine der Überlebenden nach Klammroth zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft. Etwas Unerklärliches erscheint des Nachts vor den Fenstern. Gespenstisches geschieht - und jemand fordert neue Opfer. Der Tunnel hat Anais nicht vergessen ...

 

Wirkung
Äußerlich ist das Buch für mich nicht unbedingt ein Hingucker, aber es passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Die Farben sind in den Nuancen des Feuers gehalten und man erkennt eine Person in einem Tunnel. Der Titel bezieht sich auf den Ort, in dem das Buch spielt, finde ich eigentlich recht gut.

 

Positives
Der Schreibstil der Autorin war, abgesehen von dem Prolog, sehr leicht verständlich und gut zu lesen, auch wenn ich mir für dieses Buch einen Ich-Erzähler gewünscht hätte, anstelle von einem auktorialen Erzähler. Anfänglich habe ich mich immer gefragt worauf diese Geschichte hinauslaufen soll und ich muss sagen, dass es auch das gesamte Buch über spannend geblieben ist. Ich wollte unbedingt wissen, warum alle so böse auf Anais sind und was es nun wirklich mit dem Tunnel auf sich hat. Stellenweise war das Buch für mich sogar richtig gruselig.

 

Negatives
Der Einstieg in das Buch fand ich leider ziemlich schwierig. Der Schreibstil war dort nicht wie im Rest des Buches und meiner Meinung nach ein wenig zu kompliziert für den Anfang eines Buches. Es wurde beschrieben was im Tunnel passiert ist und man hat erfahren, dass ein Mädchen mit brennenden Haaren aus dem Tunnel gelaufen ist. Das war unsere Protagonisten Anais, mit der ich leider nicht so richtig war geworden bin. Sie schien mir von Anfang an irgendwie sonderbar zu sein und blieb mir auch im Verlauf des Buches zu blass, um mich in sie hineinzuversetzen. Die Nebencharaktere waren leider nur noch blasser, dadurch konnte ich mich nicht so richtig in die Geschichte hineinfühle. Alles schien so "schnell schnell". Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen. Ich fand die Auflösung sehr merkwürdig und habe mich gefragt, warum man hier übernatürliche Elemente mit einbringen musste. Ich finde, es wäre auch ohne gegangen. Zusätzlich war der Epilog ebenso merkwürdig wie die Auflösung. Worauf hat Lilly dort gewartet? Ach merkwürdig.

 

Zitat
"Einen Euro für ihre Gespräche beim Sonntagsfrühstück." "Wir frühstücken nicht." "Gott, Sie sind so ein Klischee!" Er schob sich die Strähnen aus dem Gesicht. "Sagte die Thrillerautorin, der nachts plötzlich einfällt, in einem verlassenen Herrenhaus Detektiv zu spielen."

 

Bewertung
Note 4 {ausreichend}
Mal ganz ehrlich: Was für ein merkwürdiges Buch. Eigentlich könnte das sogar ein richtig gutes Buch sein, wenn da nicht diese übernatürlichen Aspekte mit hineinfließen würden. Ich finde, die Autorin hätte das alles auch logisch erklären könne, dann hätte ich es wahrscheinlich richtig gut gefunden, denn Schreibstil war eines der wenigen Dinge die mich absolut überzeugen konnten. Was die Charaktere, der Verlauf und das Ende leider nicht geschafft haben.
Wer sich nicht an übernatürlichen Aspekten stört und mal eine ganz andere Art von Geschichte lesen will, der ist mit Klammroth wahrscheinlich gut beraten.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/10/isa-grimm-klammroth.html

eine Reihe die süchtig macht

Bullenpeitsche: Kriminalroman (Droemer) - Simone Buchholz

Produktinformation
Kein guter Sommer für Staatsanwältin Chas Riley: Regen, Regen, Regen - und ein brutaler Polizistenmord in den Elbvororten. Die Ermittlungen schieben Chas und ihre Kripokollegen in ein schmieriges Karussell aus Korruption, Gefälligkeiten und Männerfreundschaft. Am Ende ist ein weiterer Kollege am Ende, eine Frau verschwunden, eine Freundin verheiratet. Und der große Gangster lernt, dass gegen die große Einsamkeit keine Knarre gewachsen ist.

 

Wirkung
Das Cover ist absolut interessant. Es ist einfach grau und sieht aus wie eine Knasttür. Passt auf jeden Fall zu der Art der Bücher. Den Titel konnte ich diesmal nicht so ganz nachvollziehen.

 

Positives
Der Prolog des Buches war mal nicht aus der Sicht von Chasity geschrieben, sondern aus der Sicht von zwei anderen Polizisten die sich gerade für ihren Dienst fertigt machten. Man hat etwas über ihre Familien erfahren und darüber worauf sich die Beiden freuen. Ich habe schon eine emotionale Bindung zu den beiden Streifenpolizisten aufgebaut und dann das. Ein, meiner Meinung nach, sehr gut gewählter Einstieg in die Geschichte. Der Leser ist genauso wütend über das was den Polizisten zugestoßen ist, wie Chas und ihr Team. Ich wollte einfach nur, dass der/die Täter gefasst werden. Der Schreibstil war mal wieder gewohnt gut. Die Hamburger Schnauze, Humor und Emotionen machen die Charaktere lebendig. Charaktere sind diesmal übrigens keine neuen dazu gekommen, außer die, die mit dem Fall zu tun haben. Alte Charaktere sind unverändert gut und entwickeln sich weiter. Carla zum Beispiel. Ich fand nur Schade, dass Carla und Klatsche diesmal keine so große Rolle gespielt haben. Der Verlauf der Geschichte war sehr angenehm, weil er nicht so schnell war und nicht so anstrengend. Diesmal ging es wieder mehr um die Ermittlungen, als um Chas' Privatleben, aber die Ermittlungen waren leicht zu verfolgen und liefen diesmal ja auch nicht so ganz offiziell.

 

Negatives
Am Ende bleibt man, meiner Meinung nach ein wenig in der Luft hängen. Ich wusste schon wer dort im Flieger sitzt, aber das Ganze wirkte auf mich so unabgeschlossen, so unfertig. Es wird ja hoffentlich irgendwann noch weitergehen.

 

Zitat
Sie bekommt einen eigentümlichen Gesichtsausdruck. Versucht wohl, ihre Stirn in Falten zu legen. Geht aber nicht so gut. Die Stirn sieht aus, als stünde sie schon seit sehr langer Zeit unter dem Einfluss von Nervengift.

 

Bewertung
Note 2 {gut}
Dieser bisher letzte Teil der Reihe um Chasity Riley bekommt von mir eine zwei, wegen dem Ende. Irgendwie hat mich das absolut unbefriedigt zurückgelassen. Das kann es doch nicht gewesen sein. Ich hoffe einfach mal, dass Simone Buchholz mal wieder eine Idee für einen Fall hat, den Chas dann bearbeiten darf. Ich war regelrecht traurig, als ich dieses Buch beendet hatte, weil ich wusste, dass ich Chas nun erstmal nicht mehr wieder sehen werde. Alles andere an diesem Buch war wie gewohnt wunderbar. Wer Krimis liebt sollte diese Reihe um keinen Preis missen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/10/simone-buchholz-bullenpeitsche.html

interessant, aber manchmal auch merkwürdig

Nur eine Stimme entfernt: Roman - Nancy Salchow

Produktinformation
Was, wenn das andere Ende deines Telefons zum Dreh- und Angelpunkt deines Lebens wird – und niemand davon erfahren darf? Verheirateter Mann trifft verheiratete Frau. Sie sind fasziniert voneinander, können aber nicht zueinander. Trotz der ständigen Gefahr aufzufliegen und der Angst, Grenzen unwiderruflich zu überschreiten, entwickelt sich ein reger Telefonkontakt zwischen ihnen. Es entstehen faszinierende Dialoge, interessante Innensichten - so viel mehr, als man hinter den "harten Fakten" vermuten würde... Eine intensive Geschichte über Sehnsucht und die Liebe, die es nur am Telefon geben kann.

 

Wirkung
Das Cover finde ich super niedlich, weil es total zum Thema des Buches passt, aber ich muss sagen, dass mir der Titel irgendwie nicht so gut gefällt. Ich habe eben gelesen, dass es zuvor schon mal als "Herzliche Restgrüße" erschienen ist, was mir persönlich sehr viel besser gefällt. Irgendwie komm ich mit dem eine "Stimme" entfernt nicht zurecht, besser wäre ein "Anruf" entfernt gewesen, klingt irgendwie logischer.

 

Positives
Schon am Anfang des Buches war ich gleich unentschlossen, ob ich das gut finde oder eher nicht. Die Art in die Geschichte einzusteigen fand ich prima, weil man von Anfang an dabei war, aber der Schreibstil. Es schien mir so, als wäre der Schreibstil am Anfang ein wenig unbeholfen gewesen, ein bisschen gestelzt und unnatürlich. Im Nachhinein habe ich überlegt, ob das vielleicht sogar gewollt war, denn im Verlauf des Buches änderte sich dies. Die Gespräche der Beiden wirkten realistischer und waren somit auch leichter zu lesen. Ich habe die Vermutung, dass die Autorin diese befangene Stimmung hervorrufen wollte. Mit den Charakteren ging es mir ähnlich. Obwohl Isobel und Daniel fremd auf mich gewirkt haben und mir nicht so wirklich vertraut waren, waren sie mir doch bekannt und ihre Probleme. Wahrscheinlich ging es den Beiden ähnlich. Es war ein Gefühl von sich kennen und irgendwie doch nicht kennen. Der Verlauf des Buches konnte mich von sich überzeugen. Es gab keine langweiligen Passagen und es gab kein großes Hin und Her, was ich wirklich sehr entspannend fand. Es gab im Buch immer wieder Passagen, in denen es um eine Radioshow ging. Das ist wieder so etwas, wo ich nicht so richtig weiß ob ich das gut oder schlecht finden soll. Einerseits war es ein bisschen so als würde die Autorin einen Songtrack zum Buch liefern, was ich mir wirklich toll vorstellen konnte, aber andererseits war diese Radioshow irgendwie vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen. Es wurde nicht mal erwähnt, dass vielleicht einer der Beiden diese Radioshow immer hört. Sehr merkwürdig. Das Ende hat absolut zum Rest des Buches gepasst. Auf der einen Seite habe ich mich darüber gefreut, auf der anderen Seite fand ich es auch irgendwie gemein. Selbst ich als Leser hatte beim Lesen manchmal irgendwie Gewissensbisse.

 

Negatives
Es gibt nichts, was ich wirklich negativ fand. Es gab immer so Kleinigkeiten von denen ich nicht ganz überzeugt war, oftmals war ich mal unentschlossen, aber nichts war wirklich richtig schlecht.

 

Zitat
Isobel: Aber nicht um jeden Preis. Manchmal ist es besser, die Illusion von etwas aufrechtzuerhalten, anstatt sie mit der Realität zu zerstören.

 

Bewertung
Note 2 {gut}
Wer meine Rezension komplett gelesen hat, der hat sicherlich gemerkt, dass ich oftmals sehr unentschlossen war, was verschiedene Punkte des Buches getrifft und doch fand ich es gut. Nicht rausreißend mega gut, aber gut. Deswegen bekommt das Buch von mir eine zwei. Ich hatte viel Spaß mit dem Buch und ich denke ich kann es mit gutem Gewissen allen empfehlen, die auch "Gut gegen Nordwind" gerne gelesen haben.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/10/nancy-salchow-nur-eine-stimme-entfernt.html

der Anfang war schwierig, aber der Rest überzeugend

Produktbeschreibung
Adam ist jedes Mal nervös, wenn er die schöne Unbekannte an Tisch zehn bedienen muss. Die junge Frau kommt täglich in sein Café, bestellt einen koffeinfreien Latte mit einem Stück Zucker, sitzt stundenlang dort und sieht mit unfassbarer Traurigkeit zu, wie die Welt an ihr vorbeizieht. Was Adam nicht weiß: Bryony hat einen schlimmen Verlust erlitten, denn sie hat Max, den Menschen, den sie am meisten liebte, durch einen tragischen Unfall verloren. Ein einziger Augenblick an einem milden Frühlingsabend im März hat ihr Leben für immer verändert. Um ins Leben zurückzufinden, braucht sie die Kraft, verzeihen zu können - und die Liebe eines Menschen ...

 

Wirkung
Das Cover ist wirklich wunderschön. Nicht nur, dass ich die Farben wirklich toll zusammen finde, auch die Motive gefallen mir sehr gut, weil sie was mit der Geschichte zu tun haben. Der Titel gefällt mir auch sehr, weil es einen direkten Bezug zum Inhalt des Buches gibt. Ein einziger Tag im März verändert das Leben von vielen Menschen.

 

Positives
Der Einstieg ins Buch ist mir richtig leicht gefallen. Als erstes lernt man Adam und Bryony kennen und ich konnte mich schon richtig gut in Adam hineinfühlen, in seine Situation und sein Denken, alles hat irgendwie gepasst. Dann kam das nächste Kapitel und auf einmal waren dort ganz andere Personen, in ganz anderen Lebenssituationen und im darauffolgenden Kapitel wieder und so weiter. Ein Glück hat mir der wunderbare Schreibstil der Autorin geholfen mich in jede Situation hineinversetzen zu können. Ich war wahrlich mitten in der Geschichte und das trotz auktorialem Erzähler - ein anderer Erzählstil hätte bei diesem Buch wahrscheinlich auch gar keinen Sinn gehabt. Der Schreibstil hat mir außerdem geholfen, mich in jeden Charakter hineinversetzen zu können. Es gab zwar recht viele Charaktere, aber sie waren nicht zu detailliert beschrieben, gerade so, dass man sich ein Bild von ihnen in ihrer Situation machen konnte. Am besten konnte ich mich in Bryony hineinversetzen, teilweise war ihre Trauen sehr beklemmend und ansteckend. Der Verlauf der Geschichte war anfänglich ein wenig anstrengend, doch als alle Personen zeitlich im April angekommen waren, wurde es leichter. (Die Kapitel sind mit Datum versehen und beginnen im März) Es wurde nicht nur leichter, es wurde auch immer spannender, natürlich wollte ich wissen, wie die Figuren zusammenhängen und was sie alle verbindet. Das Ende war irgendwie genauso wie ich es mir gewünscht habe. Alles hat sich gefügt und ich konnte das Buch wirklich gut damit abschließen. Ich fand das Thema des Buches sehr besonders, denn ich hatte bisher noch kein Buch mit dem Thema "Vergebung" gelesen. Meiner Meinung nach wurde das Thema hier sehr gut besprochen, denn es ist auch ein recht sensibles Thema.

 

Negatives
Es war anfänglich wirklich schwierig einen richtigen Lesefluss zu entwickeln, weil immer wieder neue Personen und Situationen dazu gekommen sind. Jedes neue Kapitel hat sich angefühlt, als würde ich ein komplett neues Buch beginnen.

 

Zitat
Ihr war klar, dass Liebe etwas Vorübergehendes war, nichts von Dauer, ein empfindliches Flämmchen, das allzu leicht vorschnell gelöscht werden konnte.

 

Bewertung
Note 2 {gut}
Ich gebe dem Buch eine zwei, weil es meine Erwartungen erfüllt und teilweise sogar übertroffen hat. Wenn der Anfang nicht so schwierig  gewesen wäre, hätte das Buch definitiv eine eins verdient. Ich fand die Charaktere und Geschichten wirklich toll gewählt. Das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich denke jeder von uns war schon mal in einer solchen Situation.
Ich würde das Buch allen empfehlen, die sich gerne mal mit dem Thema Vergebung beschäftigen wollen. Es ist keine schwere Kost und regt trotzdem zum Nachdenken an. Außerdem gibt es natürlich eine gewaltige Portion Liebe und Herzschmerz - auf die eine oder andere Art und Weise.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/10/jessica-thompson-ein-tag-im-marz.html

konnt mich leider nicht von sich überzeugen

Die Liebe ist eine heimtückische Herausforderung: Roman - Andrew Clover, Katja Weidenfeld

Produktinformation
"Die Liebe ist ein Reifen, der Luft verliert, mein Freund. Du musst ihn immer wieder aufpumpen und zwischendurch auch mal flicken." Für Polly ist Arthur der Ikea-Schrank unter den Männern - auf Fotos sieht er gut aus, aber wenn man ihn bittet, etwas zu halten, bricht er zusammen. Die beiden sind seit zehn Jahren verheiratet und haben drei reizende, aber nervenaufreibende Kinder. Ihre Gefühle füreinander wurden längst im Alltag und unter Wäschebergen erstickt, in Geschirrspülmaschinen ertränkt und in Familienkalendern totorganisiert. Als Arthur für ein Magazin über den Online-Kurs "Learn Love In A Week" schreibt, fragt er sich, ob seine Ehe noch eine Chance hat. Und wenn man die Liebe tatsächlich in einer Woche lernen kann, verliebt man sich dann auch noch einmal in den eigenen Partner?

Wirkung
Das Cover ist einfach nur toll. Die Farben gefallen mir unglaublich gut und die Idee mit den Sprechblasen hat mich ebenfalls sofort in seinen Bann gezogen. Der Titel gefällt mir, weil es nun mal war ist. Liebe ist nicht immer einfach und das merkt man auch in diesem Buch. Daher äußerlich schon mal sehr gut.

Positives
Der Einstieg hat mir gut gefallen und ist aus Pollys Sicht geschrieben. Man bekommt einen ersten Einblick in ihre aktuelle Situation. Der Schreibstil hat seine gute und schlechten Seiten. Gut fand ich, dass ich das Gefühl hatte, dass nicht viel darüber nachgedacht wurde und einfach so "Freischnauze" geschrieben wurde, wie es dem Autor gerade so eingefallen ist. Dadurch wirkte das Buch authentisch und ich konnte mich gut in die drei Ich-Erzähler hineinversetzen. Em, Arthur und Polly waren sehr gut beschrieben und man konnte sich durch den Ich-Erzähler auch immer noch ein eigenes Bild von den Dreien aufbauen. Die Nebencharaktere blieben eher blass, was für mich aber nicht schlimm ist. Lieber so, als wenn sie zu viel beschrieben werden, obwohl sie nicht so wichtig sind für die  Geschichte.

Negatives
Was mir am Schreibstil leider nicht so gut gefallen hat, ist dass beispielsweise immer "verfickt und zugenähte" geschrieben wurde, anstelle von "verflixt und zugenäht". Ich kann verstehen, wenn Arthur das immer gesagt und gedacht hätte, aber ich kann nicht nachvollziehen, warum auch die Frauen das immer so sagen mussten. Sowas stört mich dann doch extrem. Leider war der Schreibstil mir in den entscheidenen Momenten auch zu unemotional und stellenweise wurden Situationen eindeutig übertrieben. Ich habe nicht verstanden warum Em ein Ich-Erzähler war, obwohl es eigentlich nur um Arthur und Polly ging. Meiner Meinung nach hätte Em kein Ich-Erzähler sein müssen. Der Verlauf hat mir leider nicht gefallen. Das Hauptaugenmerk hätte für mich auf "learn love in a week" und den dazu gehörigen Aufgaben liegen müssen, doch das war eigentlich eher nur Randthema. Wirklich schade, denn ich hätte gerne gesehen, ob es Arthurs Einstellung zu Polly geändert hätte. Es gab mir insgesamt zu viele Verknotungen und ein großes Hin und Her. Schade. Dabei fand ich die Aufgaben von "learn love in a week" wirklich interessant. Das Ende war mir zu leicht. Auf einmal wars dann okay und alles ist für den Moment wieder gut, aber man weiß nicht was danach passiert? Vielleicht ist es wieder genau das Gleiche? Denn für mich wurde da jetzt nicht sonderlich viel geklärt.

Zitat
Wie drücke ich das nett aus? "Liebling", beginne ich. "Mit Jugendromanen kann man kein Geld verdienen." "Stimmt", sagt er. "J.K. Rowling ist mittlerweile so knapp bei Kasse, dass sie ihren Körper online anbietet. Für hundert Mäuse darfst du in die Winkelgasse. Und für zweihundert in den Tropfenden Kessel."

Bewertung
Note 4 {ausreichend)
Ja, das Buch konnte mich leider in mehreren Punkten nicht von sich überzeugen. Es ist leider wahr. Ich hatte mir von diesem Buch wirklich viel versprochen, aber meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Es ist ein Jammer. Die Charaktere waren gut und die Idee hinter der Geschichte hat mir auch wirklich gefallen, aber an der Umsetzung hat es gehapert. Der Schreibstil konnte mich nur teilweise von sich überzeugen und auch der Verlauf war nicht so, wie ich es mir erhofft hatte.
Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die keine großen Erwartungen haben und sich einfach berieseln lassen wollen. Hier darf man wirklich keine große Liebesgeschichte erwarten und auch an Emotionen wird eher gespart.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/10/andrew-clover-die-liebe-ist-eine.html

ein schönes Buch, aber mehr Tempo wäre gut gewesen

Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat - Gavin Extence, Alexandra Ernst

Produktinformation
Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können - er trägt Narben, die das beweisen. Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte. Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat ...

 

Wirkung
Anfänglich hat mir nur die Farbe von dem Cover besonders gut gefallen, doch nachdem ich das Buch gelesen habe, finde ich das Cover einfach nur absolut passend. Es hat etwas besonderes, genau wie Alex. Der Titel passt natürlich auch prima, schließlich geht es in dem Buch um Alex Woods und sein unerhörtes Leben.

 

Positives
Wenn man beginnt das Buch zu lesen, ist man eigentlich schon mittendrin. Beziehungsweise, man erfährt, wie die Geschichte ausgehen wird. Ist zwar erst ein bisschen verwirrend, aber ich musste einfach weiterlesen. Ich wollte wissen, wie es weitergeht und was Alex in diese Situation gebracht hat. Der Schreibstil ist unglaublich angenehm und hat mir über ausschweifende Textstellen hinweggeholfen. Alex Monologe konnten manchmal ganz schön lang werden. Die Geschichte ließ sich sehr leicht lesen und verstehen. Was mir am Schreibstil besonders gut gefallen hat, war dass der Autor zwar emotional schreibt, aber nicht zu sehr auf die Tränendrüse drückt. Alex konnte ich mir sehr gut vorstellen, vor allem natürlich, weil er der Ich-Erzähler war. Alle anderen Charaktere wie seine Ma und Mr. Peterson hat man durch Alex kennengelernt. Trotzdem konnte ich mir auch sie gut vorstellen. Ich konnte Mr. Peterson und seine Handlungen nachvollziehen, seine Gedanken wahrscheinlich manchmal besser verstehen als Alex. Und dann gabs da auch noch Elli, die ich wirklich toll fand, die aber insgesamt gesehen nicht so wichtig war. Der Verlauf der Geschichte an sich hat mir gut gefallen. Ich fand es toll zu lesen wie Alex und Mr. Peterson sich kennengelernt haben und welchen Lauf diese Beziehung dann genommen hat, aber leider war mir das alles viel zu langsam. Vieles hätte man meiner Meinung nach kürzen können, dann wäre es interessanter geblieben. Natürlich hatte man mit dem Ende des Buches schon gerechnet, denn immerhin bekommt man zum Einstieg schon grundlegende Hinweise darauf. Insgesamt war es ein angenehmes rundes Ende.

 

Negatives
Das Einzige was mich wirklich gestört hat, war das fehlenden Tempo. Alex lange Monologe und Ausschweifungen haben das Buch in die Länge gezogen.

 

Zitat
Aber meistens war ich allein, und wenn ich im Schlafanzug vor dem Fernseher hockte, kam ich mir vor wie ein Invalide. Lesen andererseits gab mir niemals dieses Gefühl. Und ich merkte, dass die stille Konzentration, die dazu erforderlich ist, tatsächlich die Anzahl der Anfälle pro Tag reduzieren half. Lesen versetzte mich in einen Geisteszustand, der gut für mich war.

 

Bewertung
Note 2 {gut}
Alex Woods und die Geschichte seines Lebens bekommt von mir eine zwei, weil ich mit diesen in die Länge gezogenen Monologen und Ausschweifungen einfach nicht zurecht kam. Ich bin wirklich froh, dass der Schreibstil so toll war und ich mich so gut in das Buch fallen lassen konnte, denn sonst wäre ich wahrscheinlich irgendwann stecken geblieben. Die Idee hinter der Geschichte ist einzigartig und konnte mich verzaubern und berühren.
Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die gerne mal eine etwas andere Geschichte über Freundschaft und das Thema Sterbehilfe lesen wollen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/09/gavin-extence-das-unerhorte-leben-des.html

ein gutes Buch, was einem ein sehr aktuelles Thema erschreckend nahe bringt

Weil es nie aufhört - Manfred Theisen

Produktbeschreibung
Alissa geht in die achte Klasse und träumt davon, ihr nächstes Schuljahr in Neuseeland zu verbringen. Alles ist gut. Da lernt sie auf Facebook Leon Mask kennen, einen Typen in ihrem Alter, der sie versteht. Bald chatten beide häufig miteinander. Immer intimere Details tauscht Alissa mit dem Unbekannten schließlich auch via Skype aus. Was sie nicht weiß: Leon Mask filmt mit, als Alissa ihren Oberkörper enthüllt. In der Folge erpresst Leon Mask Alissa, wenn sie nicht das macht, was er will. Als Alissa sich wehrt, tritt Leon Mask eine Cybermobbingkampagne los. Bald nennen sie Alissa an der Schule die "Facebook-Schlampe"

 

Wirkung
Das Cover ist in schwarz-weiß gehalten und gefällt mir richtig gut. Die Frau auf dem Cover wirkt auf mich als wolle sie sich einfach nur noch irgendwo verstecken und machen das es aufhört. Was ja auch zum Titel passt. Der Titel und der Inhalt des Buches stehen im Zusammenhang, auch wenn es nicht wortwörtlich erwähnt wird. Äußerlich also schon mal sehr gut.

 

Positives
Der Einstieg in das Buch ist sofort sehr interessant. Als erstes lernt man Leon und seine Lebensumstände kennen, danach wird Alissa näher durchleuchtet und man erfährt die Umstände unter denen die Beiden aufeinander treffen. Ich fand diese Form angenehm für dein Einstieg in das Buch. Außerdem hat es mich natürlich neugierig gemacht. Ich wollte wissen, ob die Beiden sich wieder sehen werden und wenn ja unter welchen Umständen. Der Schreibstil war mitreißend. Die Gefühle der Charaktere kamen für mich sehr gut rüber, teilweise war es wirklich bedrückend zu lesen, wie es Alissa ging. Es war aufregend zu verfolgen, was Leon mit Alissa macht und was er als nächstes mit ihr vor hatte. Obwohl ich natürlich kein Verständnis dafür hatte, was Leon mit Alissa gemacht hat, war es doch faszinierend. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, vor allem Alissa, Leon, Johanna und Felix. Johanna und Felix sind gut vorstellbare Nebencharaktere, die aber wichtig für die Geschichte sind, sie sind detaillierter beschrieben als z.B.: Maxim oder die Eltern von Alissa. Der Verlauf der Geschichte war sehr angenehm. Es ging voran, ohne zu hetzen oder den Leser zu langweilen. Es gab im Verlauf immer mal wieder Höhepunkte, die mich richtig fesseln konnten und bei denen ich das Buch auch nicht aus der Hand legen konnte. Das Ende war zwar recht offen, aber Alissas Geschichte ist abgeschlossen. Es war für mich sehr beklemmend, wie sich ihre Lebensweise geändert hat. Im Bezug auf andere Personen hatte ich nur ein bisschen das Gefühl von "geschieht ihr recht".

 

Negatives
Ich habe nichts Negatives zu sagen.

 

Zitat
Sie schreibt:"Muss das Date leider ein bisschen verschieben. Kann erst eine halbe Stunde später :(" Was für eine Unverschämtheit. Warum macht sie einen traurigen Smiley? Will sie ihn etwa trösten? Was bildet die sich ein? Glaubt Alissa, er habe immer Zeit für sie? Er schreibt nichts. Soll sie doch warten.

 

Bewertung
Note 2 {gut}
"Weil es nie aufhört" bekommt von mir eine zwei, weil es meine Erwartungen erfüllen, aber nicht übertreffen konnte. Diese Geschichte bietet einem genau das was man von ihr erwartet und ist wirklich lesenswert. Wer sich gerne mit dem Thema Stalking bzw. Cybermobbing beschäftigen will, ist bei diesem Buch genau an der richtigen Adresse. Ich denke, dass dieses Buch vor allem was für Jugendliche ist, die vielleicht nicht wissen, was sie damit anrichten können, wenn sie jemanden mobben. Ich kann es nur empfehlen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/09/manfred-theisen-weil-es-nie-aufhort.html

leider nicht so emotional wie ich gehofft hatte

Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe - Heidi Betts

Produktinformation
LIEBE IST STÄRKER ALS JEDE STATISTIK Zwei Ich-Erzähler zum Verlieben erzählen ihre Geschichte einer unwahrscheinlichen Liebe Kopf an Kopf liegen Zac und Mia in ihren Krankenhausbetten, nur durch eine dünne Wand getrennt. Alter: 16. Diagnose: Krebs. Gefühlszustand: isoliert und allein. Und aus ersten Klopfzeichen erwächst eine Liebe, die unter normalen Umständen niemals möglich gewesen wäre ...

 

Wirkung

Dieses Buch ist wirklich unheimlich süß gestaltet. Ich liebe das Cover. Es ist sehr einfach und trotzdem super schön. Es hat mich wirklich magisch in seinen Bann gezogen. Der Titel ist sehr süß und hatte mich gleich neugierig gemacht. Er kommt zwar so im Buch nicht vor, passt aber irgendwie trotzdem zu dem Buch.

 

Positives
Mir fiel der Einstieg in die Geschichte von Zac und Mia wirklich leicht. Am Anfang berichtet Zac aus seiner Sicht. Ich konnte mich gut in seine Situation hineinfinden. Er wirkt anfänglich verletzlich und lustlos. Man merkt ihm deutlich an, dass seine Situation ihm ziemlich auf den Geist geht. Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht zu lesen und somit ideal für jugendliches Publikum. Der Verlauf und das Tempo waren recht angenehmen, aber nicht herausragend. Es gab, meiner Meinung nach, keine wirkliche Spannungskurve. Die Geschichte selbst hat mich nicht dazu animiert weiterzulesen, alles lief eher so vor sich hin. Auch beim Ende hatte ich das Gefühl, dass es eben so läuft. Ich habe mit der Geschichte nicht so richtig abschließen können. Es war okay, aber es war nicht das was ich mir erhofft hatte.

 

Negatives
Trotzdem Zac und Mia Ich-Erzähler waren blieben die Beiden für mich eher blass. Ich konnte mich weder in ihn noch sie wirklich hineinversetzen, auch wenn ich ihre Situationen und auch Gefühle durchaus verstanden habe. Die Beiden waren nicht besonders mitreißend oder übermäßig sympathisch, weshalb mich auch die Geschichte nicht so mitreißen konnte und die Emotionen eher mau blieben. Leider konnte der Schreibstil der Autorin bei mir kaum emotionale Regungen erzeugen und ich finde das bei einem solchen Thema natürlich extrem Schade.

 

Zitat
Aber ich bin es leid so zu tun, als ob. Ein Zac-förmiges Loch kann durch nichts anderes gefüllt werden als durch Zac.

 

Bewertung
Note 3 {befriedigend}
Ich weiß gar nicht so genau, was ich zu Zac und Mia sagen soll. Die Geschichte war nicht schlecht, das will ich auf keinen Fall behaupten, aber es war nicht das, was ich erwartet hatte. Ich hatte eine sehr emotionale Geschichte erwartet, die mich in ihren Bann ziehen, aber bekommen habe ich eine Geschichte, die eher vor sich hinplätscherte, als mich mitzureißen. Das Ganze war durchschnittlich, deswegen gibt es von mir an dieser Stelle auch nur eine drei.
Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die sich mit dem Thema Krebs und Isolation auseinander setzen wollen und dabei keine Tränen vergießen wollen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/09/a-j-betts-die-unwahrscheinlichkeit-von.html

der Cirle von Dave Eggers

Information zum Buch
Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »drei Weisen«, die den Konzern leiten – wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterneköche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles …

 

Wirkung
Ich hab mir als aller erstes das Cover des Buches angesehen und wusste nicht so richtig etwas damit anzufangen. Ich konnte nicht erahnen, was vielleicht für eine Geschichte hinter diesem Buch steckt und wurde in den Bann gezogen von diesem unglaublich strahlenden rot. Der Titel passt natürlich sehr gut zum Buch, den um die Organisation "Circle" geht es in diesem Buch. Also unterm Strich: Das Cover ist sehr interessant und Titel passt wie die Faust aufs Auge. Was für mich beim Aufbau des Buches so gar nicht ging, waren die fehlenden Kapitel. Es gibt in diesem Buch keine Kapitelunterteilung und das hat meinen Lesefluss doch arg verlangsamt und gestört. Ich nämlich eine ausgesprochene Kapitel-Leserin.

 

Positives
Am Anfang des Buches begleitet man Mae auf ihrem Weg von ihrem alten Job bei den Gaswerken zu ihrem neuen Job beim Circle. Ich mochte diesen Einstieg sehr gerne, weil man anfangs Mae ohne den Einfluss des Circles kennenlernt. Mae ist voller Vorfreude und kennt die Regeln des Circle noch nicht. Sie weiß nur, dass es der beste Job ihres Lebens wird. Was in diesem Buch beschrieben wird, hat mir regelmäßig einen kalten Schauer über den Rücken  gejagt. Denn nicht nur der Schreibstil des Autoren konnte mich begeistern, das Thema des Buches ist so brandaktuell wie es nur irgendwie geht. Ich war immer wieder schockiert, wenn Mae sich der Welt und dem Circle offenbart hat, und dem Circle immer mehr gezeigt hat. Die Entwicklung, die sie im Laufe des Buches durchlebt ist erschreckend. Ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen, aber oftmals konnte ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen und habe an ihrem gesunden Menschenverstand gezweifelt. Mae ist anfangs eine sehr starke und sympathische Protagonistin, die sich immer weiter von mir entfernt hat, die ich nur noch nehmen und schütteln wollte, ich wollte ihr vor Augen halten, wie verrückt das ist, was sie dort tut. Besonders gut vorstellen konnte ich mir außerdem: Annie, die ich sehr mochte und die sich meiner Meinung nach in die richtige Richtung entwickelt hat, Eamon, Francis, den ich nicht mochte, und Kalden, obwohl er den gesamten Verlauf über mysteriös bleibt. Der Verlauf der Geschichte bleibt die ganze Zeit über spannend. Ich wollte immer wissen, was als nächstes passieren wird und welche Entwicklung im Circle als nächstes verbreitet wird. Bei dem Ende bin ich ein wenig unentschlossen, weil ich mit so einem Ausgang nicht gerechnet habe. Ich bin ein bisschen schockiert darüber. Es lässt viele Fragen offen, was mich bei diesem Buch aber gar nicht mal so stört. Das schlimme ist, dass es doch sehr realistisch klingt und mir irgendwie ein bisschen Angst vor der Zukunft macht. Vielleicht sollte man doch nicht immer alles wissen..

 

Negatives
Mir fällt nichts ein.

 

Zitat
Die Frau gab ein lautes Ts von sich. "Nicht zu glauben, dass sie schon geht. Ich mochte sie." "Sie ist nicht tot, Liebes. Sie ist noch immer bei uns", sagte der Mann. Er half Mae ins Kajak und band es los. "Sei höflich."

 

Bewertung
Note 1 {sehr gut}
Direkt nach dem Lesen wollte ich dem Buch die Note 2 geben und ich weiß gar nicht mal genau warum. Ich habe mir meine Notizen angesehen und konnte nicht verstehen, warum ich dem Buch eine zwei geben wollte. Ich habe noch einmal darüber nachgedacht und meine Benotung korrigiert. Dieses Buch bekommt von mir eine eins von mir, weil es nicht nur meine Erwartungen erfüllt hat. Es hat mich schockiert, überrascht und konnte mir sogar Angst einjagen. Ein Buch, das so etwas schafft, hat eine eins wirklich verdient.
Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die sich im Internet bewegen. Also allen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/08/dave-eggers-der-circle.html

-Einstieg | +Schreibstil | +Charaktere | +Verlauf | +Ende

Wunder wie diese - Laura Buzo

Informationen zum Buch
Amelia hat immer das Gefühl, nirgendwo richtig dazuzugehören. In größeren Gruppen scheint sie mit der Wand zu verschmelzen. Chris dagegen gehört überall dazu. Charmant, gut aussehend, chaotisch und selbstbewusst steht er – egal wo – im Mittelpunkt. Als Amelia und Chris einander begegnen, scheint die Welt einen Moment lang stillzustehen … Und als sie sich wieder dreht, ist nichts mehr wie es war.

 

Wirkung
Das Buch hatte im Buchladen sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ich liebe diese Farben, wie man unschwer an meinem Blog erkennen kann. Ich musste einfach wissen worum es geht. Der Titel hat mich damals auch gleich verzaubert. Ich mag den Titel wirklich gerne, aber ich weiß nicht so recht, wie der Bezug zum Inhalt sein soll. Im entfernten Sinn vielleicht, aber das macht nichts. Es ist auf jeden Fall überzeugend.

 

Positives
Ich liebe den Schreibstil der Autorin, locker und leicht liest sich dieses Buch einfach so weg. Auch bei etwas schwierigeren Themen, wie zB. wenn die beiden Protagonisten über Feminismus reden/schreiben lässt es sich doch sehr leicht lesen. Was mir daran besonders gut gefällt, ist dass es an die Person angepasst ist. Ich habe beim Lesen gemerkt, dass Amelia viel jünger ist als Chris. Das hat es wesentlich leichter gemacht die Charaktere auseinander zu halten. Ich konnte mir die Beiden sehr gut vorstellen, vor allem weil beide die Rolle des Ich-Erzählers einnehmen. Dadurch sind sie für mich transparent geworden. Ich finde es immer so toll, wenn man merkt, dass ein Charakter ganz anders ist oder denkt, als ein anderer Charakter ihn beschreibt. Sowas kriegt man natürlich nur mit Hilfe von Ich-Erzählern hin. Chris war mir trotz seines eher lapidaren 'komm-ich-heut-nicht-komm-ich-morgen'-Lebens recht sympathisch, aber ich konnte Amelia absolut nicht verstehen. Die Nebencharaktere sind prägnant charakterisiert, mit zb Spitznamen wie Street Cred Donna. Dadurch hatte ich ein recht genaues, wenn auch klischeehaftes Bild vor Augen. In diesem Buch wurde genau das richtige Mittelmaß für die Nebencharaktere gefunden. Ich mag es nicht, wenn Personen, die gar nicht ausschlaggebend für das Buch sind, sehr ausführlich beschrieben werden. Der Verlauf glänzt vor allem dadurch, dass Chris und Amelia eine große Entwicklung durchmachen. Anfänglich noch das kleine verliebte Mädchen, bzw. der versoffene Typ und mit der Zeit hatte ich das Gefühl, dass beide erwachsen werden, vielleicht auch durch die Beziehung zueinander. Man merkt, dass sie einander gut tun. Das Besondere an dem Buch ist, dass man erst alles live aus Amelias Sicht sieht und danach das Geschehene nochmal in Chris' Notizbüchern liest. Am Anfang war ich deswegen ein bisschen irritiert, weil es nicht so richtig klar geworden ist, aber als ich mich hinein gefuchst hatte fand ich die Idee sogar ziemlich gut. Das Ende ist recht offen, aber ich habe mir dabei einfach meinen Teil gedacht. Ich finds eigentlich ein sehr schönes Ende, weil alles andere wahrscheinlich schlichtweg übertrieben gewesen wäre. Es ist eben manchmal wie es ist.

 

Negatives
Leider fand ich den Einstieg in das Buch alles andere als gut. Ich habe mich sehr schwer getan, weil es erst wie ein Buch für kleine Mädchen gewirkt hat. Ich habe sogar schon überlegt, ob ich das Buch nochmal weglege. Ich bin aber froh, dass ich es nicht gemacht habe. Wem es also genauso gehen sollte wie mir: Kämpft einfach einen Moment. Es wird besser.

 

Zitat
Was diese Kathy wirklich braucht, ist, eine Büchse reduziertes Frühstücksfleisch an ihren Hinterkopf geknallt zu bekommen. Und ich glaube, ich wäre die richtige Frau für diese Aufgabe. Im Regal neben meiner Kasse stehen welche griffbereit.

 

Bewertung
Note 2 {gut}
Das Buch bekommt von mir eine zwei, weil es mich gut unterhalten hat und meine Erwartungen erfüllen konnte. Am Anfang schien es zwar erst nicht so, aber die Figur haben eine tolle Entwicklung durchgemacht, wodurch der Verlauf interessant wurde. Das Ende hielt eine sehr angenehme Lösung bereit und auch der Schreibstil konnt mich voll und ganz von sich überzeugen.
Wer gerne mal ein Buch darüber lesen will, wie sich ein junges Mädchen in einen für sie leider zu alten jungen Mann verliebt, der ist bei diesem Buch genau an der richtigen Adresse. Ich fand es wirklich unterhaltsam.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/08/laura-buzo-wunder-wie-diese.html?showComment=1409509720756#c3484298027413051384

eine positive Überraschung

If you stay - Füreinander bestimmt  - Courtney Cole

Informationen zum Buch
Seit dem Tod ihrer Eltern hält die 23-jährige Mila zusammen mit ihrer Schwester Madison das Familienrestaurant am Laufen und ist überzeugte Single-Frau. Das ändert sich, als sie Pax Tate kennenlernt. Pax ist auf den ersten Blick alles andere als ein Traummann: tätowiert, knallhart und mit schlechtem Benehmen. Doch ausgerechnet von ihm und seiner sexy Ausstrahlung fühlt Mila sich unwiderstehlich angezogen. Gegen jede Vernunft geht sie eine Beziehung mit ihm ein und entdeckt immer mehr Pax’ zärtliche Seite. Aber die Vergangenheit holt Mila und Pax unaufhaltbar ein. Wird die Kraft ihrer Liebe ausreichen, um zu bestehen?

 

Wirkung
Ich liebe dieses Cover, weil die schwarzen (bzw. dunklen) Haare von Mila praktisch mit dem Hintergrund eins werden und ich bei diesem Bild auch wirklich das Gefühl habe, dass die Beiden darauf sich anziehend finden. Das Beste am Buch ist aber der haptische Aspekt - es ist so flauschig! Der Titel ist nicht mein Fall. Steht zwar in einem guten Zusammenhang mit dem Buch, wenn sie bleibt kann er ein besserer Mensch werden und so weiter, aber irgendwie sagt mir das nicht zu.

 

Positives
Ich konnte mir Mila so richtig gut vorstellen, wie sie an dem einen verhängnisvollen Abend am Strand entlang spaziert und versucht das perfekte Motiv mit ihrer Kamera einzufangen. Und dann das. Sie findet Pax, der eigentlich so gar nicht in ihre Welt passt und vor allem nicht in dem Zustand in dem sie ihn findet. Mila wirkt auf mich absolut unschuldig und so nett. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, auch wenn ich zum Schluss eine ihrer Reaktionen nicht ganz verstanden habe. Pax ist natürlich genau der Gegenpol zu Mila. Er ist alles andere als unbefleckt, ich hasse diesen Begriff eigentlich, aber man würde ihn wohl als "Bad Boy" bezeichnen. Am Anfang hatten Pax und ich unsere Probleme, aber danach habe ich seine Abschnitte immer zu gerne gelesen. Ich konnte mir Pax unheimlich gut vorstellen und manchmal hätte ich ihn am liebsten gepackt und geschüttelt, so lange bis er endlich mal klar kommt. Mich hat es leider sehr genervt, dass Pax immer zu darüber nachgedacht hat, ob er ein Weichei ist, weil er dies oder jenes tut. Die Nebencharaktere, wie Milas Schwester, fand ich auch gut, am besten fand ich aber, dass du denen nicht so viel berichtet wurde, weil es für die Geschichte nicht wichtig gewesen wäre. Ich fand den Schreibstil der Autorin sehr leicht zu lesen, ich habe das Buch wirklich verschlungen, vor allem aber weil das Buch im Ich-Erzähler geschrieben wurde, abwechselnd aus Pax' und Milas Sicht. Dadurch konnte ich die Charaktere noch besser kennenlernen. Auch der Verlauf konnte mich von sich überzeugen. Es blieb die ganze Zeit über interessant. Durch die regelmäßigen Sichtwechsel gab es keine Durststrecken. Es war sehr spannend zu erfahren, was Pax erlebt hat und ob er es schafft im Endeffekt clean zu bleiben. Es war zwar ein wenig vorhersehbar, aber trotzdem fand ich das Ende schön. Ich fand, dass dieses Ende einfach gut zu dem Buch gepasst hat und man damit die Geschichte abschließen kann. Es gab sogar noch eine kleine Überraschung, die mir fast ein Tränchen entlockt hat.

 

Negatives
Ich habe den Einstieg ins Buch wirklich regelrecht gehasst. Ich habe ehrlich gesagt überlegt, ob ich das Buch einfach wieder weglege und mir ein anderes nehme. Ich komme so einer vulgären Art absolut nicht zurecht. Ich hab mich aber dann durch diesen kurzen Abschnitt gezwungen und dann wurde es ein Glück besser.

 

Zitat
"Hallo Rotkäppchen", sagt Pax mit seiner gedehnten Sprechweise und stellt die Tüte auf der Ladentheke vor mir ab. "Ich schulde dir einen Pullover." PAX "Rotkäppchen?" Mila zieht eine Augenbraue hoch, und ein kleines Lächeln huscht über ihre vollen Lippen. Ich nicke. (...) "Dann wärest du wohl der große böse Wolf", erwidert sie. Ich lache. "Erwischt."

 

Bewertung

Note 2 {gut}
Das Buch hat sich eine zwei wirklich verdient. Ich wurde gut unterhalten und nachdem ich den Einstieg zu furchtbar fand, wurde ich dann doch noch positiv überrascht. Die Geschichte kann durch interessante Charaktere, einen lockeren Schreibstil und einen spannenden Verlauf punkten. Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die gerne mal eine schöne Geschichte mit Höhen und Tiefen für zwischendurch haben wollen. Mila und Pax können einen wirklich gut unterhalten.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/08/courtney-cole-if-you-stay.html

+Einstieg +Schreibstil -Verlauf -Ende

Sannah & Ham - Lucy Ivison  Tom Ellen

Information zum Buch
Genau einen Sommer lang brauchen Hannah und Sam, um ein echtes Liebespaar zu werden. Dabei ist bereits die erste Begegnung für beide unvergesslich. Wer verliebt sich schon auf dem Klo? Aber bevor das Schicksal sie endlich zueinander führt, müssen sie peinliche Situationen überstehen und die gutgemeinten, aber hirnrissigen Ratschläge ihrer Freunde umsetzen. Und dann können sie sich – hurra! - vom schrecklichsten aller schrecklichen Albträume verabschieden: womöglich NIEMALS ihre Jungfräulichkeit zu verlieren.

 

Wirkung
Ich muss ehrlich gestehen, dass mich das Cover am Anfang eher abgeschreckt hat. Mich würde das Buch äußerlich auch nicht ansprechen, wenn ich es einfach so in einer Buchhandlung sehen würde. Ich habe dann in das Cover hinein interpretiert, dass die Beiden so mit einander verbunden sind, dass sie quasi eins sind. Leider kommt das im Buch nicht richtig rüber - Fehlinterpretation? Den Titel finde ich herrlich süß, weil ich früher auch solche Wortspiele gemacht habe. Okay. Mache ich immernoch. Diesmal hat mir der Aufbau des Buches so gut gefallen, dass ich das hier unbedingt noch erwähnen muss. Ich war mir beim Lesen immer sehr bewusst darüber, ob ich gerade Hannahs oder Sams Part lese, denn Hannahs Text war linksbündig geschrieben und Sams Text war rechtsbündig geschrieben. Eine sehr einfache Idee, aber sie hat bei mir einen guten Eindruck hinterlassen.

 

Positives
Als erstes lernt man Hannah kennen, denn der erste Abschnitt ist aus ihrer Sicht geschrieben. Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen und ich fand es gut, dass man einfach so mitten in ihr Leben einsteigt ohne große vorherige Erklärungen. Der Schreibstil ist locker leicht und somit genau das richtige für Jugendliche, nur einige Ausdrucksweisen haben mich manchmal doch arg gestört. Hannah und Sam sind beides wirklich tolle Charaktere, die ich mir sehr gut vorstellen konnte. Das wurde noch dadurch verstärkt, dass man den Beiden durch den Ich Erzähler in die Köpfe gucken konnte. Alle Nebencharaktere bis auf Robin und Stella blieben für mich jedoch eher blass. Robin und Stella hat beide eine recht bedeutende Nebenrolle. Robin war der komische beste Freund von Sam und Stella die "beste" Freundin von Hannah. Warum ich das in Anführungsstriche geschrieben habe? Nun ich habe mir als einmal lauthals geflucht, weil Stella etwas gemacht hat, was man als beste Freundin einfach nicht macht. Nein, macht man nicht. Robin und Stella waren für mich so richtige Klischeecharaktere, aber es hat sehr gut zu ihren Rollen gepasst. Außerdem kennt irgendwie jeder jemanden der genauso ist wie die Beiden. Damit ist es mir als Leser auch sehr leicht gefallen mir die Beiden vorzustellen.

 

Negatives
Als erstes nochmal was zum Schreibstil. Was mir daran nicht gefallen hat, war die teilweise vulgäre Ausdrucksweise. Ich verstehe nicht, warum man "Muschi" schreiben muss. Warum kann man nicht einfach "Schambereich" schreiben? Ich kann das noch verstehen, wenn Hannah mit ihren Freundinnen redet, aber ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass jemand das auch denkt. Ich weiß, da bin ich ein bisschen eigen, aber das hat mir überhaupt nicht gepasst. Der Verlauf war für mich leider eher enttäuschend. Den ersten Teil bis nach der Party fand ich noch wirklich gut und auch das Treffen im Café war interessant, doch es passierte einfach nichts und danach ging es nur noch bergab. Insgesamt war mir die Geschichte zu voll mit unwichtigen Dingen, unwichtigen Erlebnissen, die nicht viel mit den Beiden zu tun hatten. Streckenweise habe ich mich sogar gelangweilt. Auch das Ende konnte mich nicht von sich überzeugen. Ich hatte große Liebe und Gefühle erwartet und bekommen habe ich ein absolut unemotionales Ende, was sich mehr danach angefühlt hat, dass Hannah und Sam gute Freunde sind, als nach großer Liebe. Das Ende hat mir absolut nicht gefallen.

 

Zitat
Robin verschränkte die Arme und runzelte die Stirn. "Ich will dir ja nur helfen, Mann. Ich muss das nicht machen. In einer Woche bin ich in Florida und halte mir die Frauen mit einem Stock vom Leid." "Von wegen. Du treibst dich im Harry Potter Themenpark rum." "Ja, aber nur weil meine kleine Schwester hin will", fauchte Robin mich an. "Sie hat meine Eltern praktisch auf Knien angefleht, dass sie mit uns hingehen." Prompt brüllt Robins Schwester von der anderen Flurseite hinüber: "Du hast sie angefleht, dass wir hindürfen! Ich hasse Harry Potter. Das ist Babykram!" Robin sprang auf und brüllte in den Flur zurück: "Babykram, dass ich nicht lache, Mann! Als ob ein Baby die Komplexität der Beziehung zwischen Dumbledor und Snape begreifen würde!"

 

Bewertung
Note 3- {befriedigend}
Zwar konnten mich der Einstieg, die Charaktere und auch der Schreibstil größtenteils überzeugen, aber leider wurde durch den Verlauf und das Ende jede Überzeugungsarbeit zu nichte gemacht. Ich bin wirklich enttäuscht gewesen von diesem Ende. Mit dem Verlauf konnte ich, trotz unnützer und/oder langweiliger Passagen, noch irgendwie zurecht kommen, aber dieses Ende hat mich wirklich maßlos enttäuscht. Das hat das Buch für mich nicht rund wirken lassen. Alles was zuvor aufgebaut wurde, wurde meiner Meinung nach mit dem Ende wieder eingerissen.
 Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, die sich nicht schnell langweilen und eine leichte Lektüre suchen.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/08/tom-ellen-lucy-ivison-sannah-und-ham.html

Es war in Ordnung, aber ich hatte mehr erwartet

Das Labyrinth ist ohne Gnade - Rainer Wekwerth

Mit eigenen Worten
Achtung Spoilergefahr! Dritter Teil einer Reihe.
Nur noch 3 von ihnen sind übrig geblieben. Sie müssen kämpfen bis zum Letzten, damit das Labyrinth besiegt wird und einer von ihnen wieder in das wahre Leben zurückkehren darf. Doch was erwartet denjenigen dort? Findet es heraus!

Wirkung
Ich glaube, ich finde den dritten Teil am schönsten. Lila und grün sind einfach super tolle Farben und das Buch ist wieder so toll mit glänzenden Flächen gestaltet. Super. Auch den Titel mag ich wieder gerne, vor allem weil er auch im Buch vorkommt. Alle Bücher nebeneinander sehen schon verdammt cool aus.

Positives
Ich habe so angefangen dieses Buch zu lesen und habe immer wieder gedacht: "Das weiß ich doch schon. Woher weiß ich das denn?" Der Einstieg ist mir also sehr leicht gefallen, weil ich den Prolog des Buches schon kannte. Der Prolog von "Das Labyrinth ist ohne Gnade" ist nämlich der Epilog von "Das Labyrinth jagt dich". Einerseits eine ziemlich gute Idee, es erinnerte mich ein wenig an das Format "Was bisher geschah" von Fernsehserien. Ich finde sowas sollte man generell bei Bücherreihen einführen. Andererseits hats mich erst ziemlich verwirrt, weil ich genau wusste, dass ich das schon kenne, aber nicht woher. Der Schreibstil konnte mich genauso wie bei den beiden Vorgängern vollkommen von sich überzeugen. Rainer Wekwerth schreibt flüssig schnell und spannend. Besonders gut finde ich, dass ich mir die Orte so gut vorstellen kann, meiner Meinung ist das sehr wichtig im Bezug auf das Labyrinth. Teilweise haben mir die Orte sogar echt Angst gemacht. Ich fand in diesem Teil die erste Welten wieder richtig gut, auch im Hinblick auf die spätere Auflösung, leider war die letzte Welt aber recht unkreativ - zumindest für mich. Es war schön alte Bekannte wieder zutreffen und sie weiterhin auf ihrer Reise durch das Labyrinth zu begleiten. Ich konnte mich wieder gut in die Drei hinversetzen, auch wenn ich von den Verbliebenen Jeb am besten fand. Es war sehr interessant wieder etwas mehr über den Hintergrund der Protagonisten zu erfahren. Vor allem Jenna hat mein Herz berühren können.

Negatives
Die erste Welt hat mir, wie ich schon erwähnt habe, sehr gut gefallen. Ich fand die Idee toll, vor allem weil sie auch für mich so angsteinflößend war. Eine Vorstellung die ich wirklich lieber nicht haben will. Leider fand ich jedoch einige Aspekte in dieser ersten Welt ein wenig sehr verwirrend. Hatten sie Halluzinationen und wenn ja warum hatten sie Halluzinationen? Die letzte Welt war für mich sehr einfallslos, weil ich auch später keinen Sinn in der Wahl dieser Welt gesehen habe, alle anderen hatten einen Hintergrund. Im Allgemeinen ging mir das Ganze aber mal wieder viel zu langsam voran. Es hätte mehr Tempo haben können. Ich weiß nicht genau was ich von dem Ende halten soll. Die Auflösung des Ganzen war meiner Meinung nach okay, aber mehr auch nicht. Es war für mich noch irgendwie logisch nachvollziehbar, auch im Bezug auf Aspekte, die im Labyrinth passiert sind. Nur das finale Ende des Buches hat mich wirklich enttäuscht. Es bleiben mir viel zu viele Fragen offen und ich wurde unbefriedigt zurückgelassen.

Zitat
Er ging in die Knie. Erst jetzt entdeckte er, dass zwischen all dem Staub unzählige dieser Steine in allen möglichen Formen lagen. Alle waren sie klein, kaum daumennagelgroß und von einer Konsistenz, die ihn an gebackenes Mehl erinnerte. Erneut zerrieb er einen kleinen Stein. Dann roch er an seinen Fingern. Er kannte diesen Geruch. (...) Das waren keine Steine. Das war Knochenstaub.

Bewertung
Note 3 {befriedigend}
Nun alles in allem bekommt der letzte Teil von mir eine drei und die Reihe ebenfalls. Ich fand es nett sie zu lesen, aber es hat mich sehr gestört, dass alles immer so langsam voran ging. Die Charaktere und die Auswahl dieser war gut und hat die Geschichte interessant gemacht, genauso wie die Wahl der Welten, durch die sich die Charaktere durchkämpfen mussten. Die Auflösung war okay, aber das Ende hat mich wirklich nicht befriedigt zurück gelassen. Dafür sind für mich einfach zu viele Aspekte offen geblieben. Das fand ich echt schade.
Ich würde diese Reihe Lesern empfehlen, die sich nicht an fehlendem Tempo oder offenen Fragen am Ende stören, denn wenn man davon absieht, war das eine ziemlich gute Reihe

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/08/rainer-wekwerth-das-labyrinth-ist-ohne.html

zu viele Köche verderben den Brei

Krähenmädchen: Band 1 der "Victoria-Bergman-Trilogie" - Psychothriller - Erik Axl Sund

Informationen zum Buch
Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche ... Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?

 

Wirkung
Äußerlich ist dieses Buch wirklich ansprechend. Eigentlich wollte ich zu der Zeit in der ich es entdeckt habe gar keine neuen Bücher haben. Aber wie das manchmal so ist, lacht mich da dieses interessante Cover an. Das Cover ist ziemlich schlicht gestaltet, aber mit der krakeligen Schrift ein absoluter Hingucker. Der Titel ist natürlich auch interessant und hat auch inhaltlichen Bezug zum Buch, auch wenn ich nicht herausgefunden habe, warum nun eigentlich Krähenmädchen. Leider kam ich auch mit der Aufteilung des Buches nicht so richtig zurecht. Ich hätte mir gewünscht, dass dort nicht nur der Ort als Kapitelüberschrift gestanden hätte, sondern vielleicht auch ein Datum und eine Zeit oder auch eine Nummerierung der Kapitel. Für mich war das beim Lesen äußerst unangenehm.

 

Positives
Der Einstieg in das Buch war nicht ganz leicht, durch den anfänglich doch recht gewöhnungsbedürftigen Schreibstil. Inhaltlich hat es mir jedoch sehr gut gefallen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und was es damit auf sich hat. Gut, was es damit auf sich hat, habe ich am Ende dann auch noch erfahren, aber irgendwie war ich mit dem Ende trotzdem nicht ganz zu frieden. Ich muss zugeben, dass es zum Ende hin wieder spannender wurde und dass ich auch bis zur Auflösung nicht richtig wusste was gespielt wird, auch wenn ich es ein bisschen vermutet hatte.

 

Negatives
Der Schreibstil war, wie ich schon erwähnt habe, anfänglich sehr gewöhnungsbedürftig, er lies sich nicht so schnell einfach weglesen. Manchmal musste ich einen Satz auch doppelt lesen. Nach einer Weile hatte ich mich jedoch daran gewöhnt. Das Thema Charaktere ist bei diesem Buch ziemlich schwierig. Es gab einige Charaktere, wie Sophia und Jeanette, die ich mir sehr gut vorstellen konnte, aber alle anderen Charaktere sind für mich eher blass geblieben. Ich konnte sie mir nicht gut vorstellen, weil sie auch keine sehr bedeutende Rolle gespielt haben. Im Allgemeinen fand ich die Charaktere zu klischeehaft. Jeanette ist so eine arme, arme Frau bei der Polizei und ihr Mann so ein Nichtsnutz von Künstler und überhaupt ist ihr Leben ziemlich schwer. Ich hatte auch mit Sophia meine Probleme, auch wenn ich sie lieber mochte als Jeanette. Bezügliches des Verlaufs der Beziehung zwischen Jeanette und Sophia haben wohl Männerhirne verrückt gespielt. Ich fand es ein wenig übertrieben und konnte es mir doch sehr schlecht vorstellen. Auch beim Verlauf weiß ich eigentlich gar nicht wo ich anfangen soll. Direkt nach dem Einstieg wurde es langweilig und das blieb es leider auch bis kurz vor Schluss. Die Ermittlungen stehen auf der Stelle herum, da bewegt sich nichts auch nur einen Millimeter und auch das Verhalten der Ermittler fand ich in den meisten Situationen eher fragwürdig. Gegen Ende gab es ein paar spannende Passagen, wie ich schon erwähnt habe und danach ging es wieder bergab. Was mich am Ende so gestört hat, ist dass eigentlich nichts wirklich geklärt wurde. Man weiß wer, aber man weiß nicht warum. Natürlich wurde des Ende mit einem Cliffhanger versehen, aber mich kann dieser leider nicht dazu reizen diese Reihe weiter zu verfolgen. 

 

Zitat
Die Flügel der Fliege kleben in dem Kaugummi fest. Es ist aussichtslos. Hat überhaupt keinen Zweck, wenn du zappelst, denkt das Krähenmädchen. Du wirst nie wieder fliegen. Morgen wird die Sonne scheinen wie immer, aber nicht auf dich.

 

Bewertung
Note 5 {mangelhaft}
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich zu diesem Buch noch sagen soll. Ich hatte mich wirklich darauf gefreut es zu lesen und wurde einfach nur enttäuscht. Meine Bloggerfreundin Jana hatte es auf den Punkt gebracht, was auch ich vermute "Viele Köche verderben den Brei". Manchmal ist einfach weniger mehr und ich hatte das Gefühl, dass in diesem Buch manchmal ein wenig zu dick aufgetragen wurde. Ich weiß nicht wem ich dieses Buch empfehlen würde, wahrscheinlich Lesern, die gerne verwirrende Bücher mögen, in denen die Ermittler auf der Stelle treten und sich selber bemitleiden.

Quelle: http://www.lottasbuecher.de/2014/08/erik-axl-sund-krahenmadchen.html